Dienstag, 22. August 2017
Editorial | 22. Oktober 2015

Gießen entdecken

Gießen historisch: Academia Ludoviciana – Foto: Kronenberg

Dass Schauspieler Til Schweiger in Gießen zur Schule ging, weiß fast jeder. Dass Außenminister Frank-Walter Steinmeier hier studierte, ist nicht ganz so bekannt. Und dass ein Oscar-Preisträger aus Gießen stammt, weiß kaum einer: Der Maler und Bühnenbilder Hein Heckroth (1901-1970) erhielt 1948 den Oscar für die Ausstattung der Verfilmung des Märchens "Die roten Schuhe". An den renommierten Künstler, der in Hollywood unter anderem mit Alfred Hitchcock zusammengearbeitet hat, erinnert der Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis, der alle zwei Jahre von der Hein-Heckroth-Gesellschaft zusammen mit dem Land Hessen und der Stadt Gießen verliehen wird.

Wer zum Beispiel als Erstsemester mehr über seine neue Stadt erfahren will, kann Gießens Geschichte bei der Stadtführung "Gießen historisch" am 8. November (Start 15 Uhr am Kirchenplatz) kennenlernen. Wer sich für eine Wiege der modernen Chemie interessiert, dem sei die Experimentalvorlesung im Liebig-Labor am 4. November (18 Uhr) empfohlen. Immerhin lehrte in diesen Räumen der weltberühmte Chemiker Jusus Liebig.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: KFZ
Klunni und Kleo

Immer zu spät und niemals am richtigen Ort: Klunni und Kleo verpatzen jede Verabredung, weil es mit der Pünktlichkeit und dem Orientierungssinn nicht weit her ist. Zu zweit geloben sie Besserung – scheinen doch alle anderen diese Disziplinen mühelos zu beherrschen. Doch auch gemeinsam lässt sich kein Plan – wie vorgenommen – in die Tat umsetzen und der folgende Sommer wird chaotisch. So stolpern sie von einem Missgeschick zum nächsten, entdecken aber ganz unerwartet wundersame Dinge wie den fünfstrahligen Lofotenbär und ihr Talent zum Fliegen. Eine Geschichte über tickende Schuhe, gebügelte Straßen- karten und dem Glück, gemeinsam zu scheitern ... Bilderbuchkino "Ein Sommer mit Klunni und Kleo" von Sara Bertsche – auch für Grundschulkinder – am
Di 22.8. | 16.15 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Q
Robert Oberbeck

Gitarre und Gesang: mit der klassischen Lieder­macher/Song­writer-Aus­rüs­tung und einer Stim­me zwischen Spring­steen und Glen Hansard, bestreitet Robert Oberbeck seine Konzerte mit Bekanntem, Unbekanntem und Songs aus der eigenen Feder. Seine Lieder werfen einem un­ver­wechsel­baren Blick auf die Welt und Marburg und die Menschen dort; dies tut er, wie man es von ihm kennt, mit res­pekt­voller, kraft­voller, be­rühren­der und direkter Stimme und Sprache, das Ganze verpackt in einen Mix aus Folk, Rock und Country.
Mi 23.8. | 21 Uhr | Marburg | Q
 
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