Mittwoch, 28. Juni 2017
Editorial | 22. Oktober 2015

Gießen entdecken

Gießen historisch: Academia Ludoviciana – Foto: Kronenberg

Dass Schauspieler Til Schweiger in Gießen zur Schule ging, weiß fast jeder. Dass Außenminister Frank-Walter Steinmeier hier studierte, ist nicht ganz so bekannt. Und dass ein Oscar-Preisträger aus Gießen stammt, weiß kaum einer: Der Maler und Bühnenbilder Hein Heckroth (1901-1970) erhielt 1948 den Oscar für die Ausstattung der Verfilmung des Märchens "Die roten Schuhe". An den renommierten Künstler, der in Hollywood unter anderem mit Alfred Hitchcock zusammengearbeitet hat, erinnert der Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis, der alle zwei Jahre von der Hein-Heckroth-Gesellschaft zusammen mit dem Land Hessen und der Stadt Gießen verliehen wird.

Wer zum Beispiel als Erstsemester mehr über seine neue Stadt erfahren will, kann Gießens Geschichte bei der Stadtführung "Gießen historisch" am 8. November (Start 15 Uhr am Kirchenplatz) kennenlernen. Wer sich für eine Wiege der modernen Chemie interessiert, dem sei die Experimentalvorlesung im Liebig-Labor am 4. November (18 Uhr) empfohlen. Immerhin lehrte in diesen Räumen der weltberühmte Chemiker Jusus Liebig.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: German
Stage Service
Über Reden reden

"Sie reden von Krisen, von Umbrüchen, die Europa sprengen werden, von politisch-bürokratischen Vorgängen, so komplex dass sie sie selbst wahrscheinlich gar nicht verstehen. Über uns braut sich eine Apokalypse zusammen – und wir? Wir werden mit­ge­rissen, ohne zu wissen, worum es eigentlich geht. Die einzige Sicherheit: Wir hören sie reden. Wir haben keine Ahnung, wie wir etwas stoppen oder verändern können." Über Reden reden vom german stage service ist eine Stückentwicklung mit geflüchteten und nicht geflüchteten Jugendlichen aus Marburg und beschäftigt sich mit den politischen Reden des gesamten politischen Spektrums. Premiere ist
Mi 28.6. | 20 Uhr | Marburg | Theater im G-Werk
 
Tipp der Woche

Foto: Waggon-
halle
on the road

Zwölf junge Artisten machen sich auf, ihren ganz eigenen Weg zu beschreiten. Türen zu Varietés, Theatern und Festivals öffnen sich. Wohin der Weg führt, wird die Zukunft zeigen. Eines ist jedoch sicher: die frischgebackenen Absolventen der Staatlichen Artisten­schule Berlin sind von nun an on the road in einer Spritztour de Force mit tollkühner Akrobatik, feinster Äquilibristik und abwechslungsreicher Jonglage. In vielen kuriosen Geschichten, eingebettet in poesievolle Choreographien, erzählen die Artisten von Begeg­nungen auf der Straße, aus dem Alltag und über sich selbst.
Do 6.7. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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