Samstag, 21. Januar 2017
Musik
 
Flamenco, familiär
José Parrondo und Antonio Andrade bringen mit ihrem Pro­gramm "Cante y Guitarra" dem musikinteressierten Publikum den Flamencogesang in seiner ursprünglichen Form, wie er sonst nur in Andalusien dargeboten wird, nahe. Unterstützt durch fachlich fundierte Erläuterungen zur Geschichte oder zum Inhalt der einzelnen Gesänge, wird das Publikum in einer familiären Atmosphäre in die Welt des Flamenco eingeweiht.
Fr 20.1. 20.00, TurmCafé
Befreiend
Fun-Punk: Unter den Strengen und Orthodoxen war der Begriff damals verpönt. Sogar Michael "Olga" Algar, Sänger der Toy Dolls, die international als Erfinder des Genres gelten, lehnt den Begriff bis heute ab. Sein Kollege Mirco "Micro" Bogumil erinnert sich, wie "Olga" empört sagte: "Das ist doch keine Comedy­show!" Die Abstürzenden Brieftauben hingegen, die Micro 1983 gemeinsam mit Konrad Kittner gründete, trugen die Bezeichnung mit Stolz. Dabei war der "Fun" der Abstürzenden Brieftauben die echte Befreiung, die Luft zum Atmen, das verschmitzte Schmunzeln bei geballter Faust, die Blume im Knopfloch zu Nietengürtel und rot geschnürten Stiefeln. Rund 25 Jahre später sieht es in manchen Teilen Ostdeutschlands wieder so aus wie damals. Da ist es nur konsequent, dass die Tauben als erste Single der neuen Platte einen Ohrwurm namens "Nie wieder Pegida" auspacken.
Sa 21.1. 20.30, KFZ
Bewegend
Dichte mitreißende Rhythmen, Melodiefragmente, eingängig weiterentwickelt, die sich dann in einen Klangteppich auflösen – ein Trompetensolo – ist das noch Folk? Kein Takt ohne Veränderung, ausgeklügelte Arrangements – man kommt beim Zuhören kaum mit. Ja, das ist Folk, und zwar von der besten Sorte. Was Zlabya mit vielen Bands der Szene verbindet, ist der Wunsch, richtig gute Bal Folk-Tanzmusik zu machen. Beeinflusst von Gypsi Swing über Klezmer und südamerikanische Rhythmen bis zu Irish Folk soll etwas ganz Neues entstehen.
So 22.1. 20.00, KFZ
Die Fangemeinde
... vom Rudelsingen wird immer größer – in Marburg und darüber hinaus: Mittlerweile ist es in über 90 Städten in ganz Deutschland geradezu zum Kult geworden ist. Monatlich können deutschlandweit mehr als 9.000 Besucher begrüßt werden. Auch in Marburg und Umgebung ist das Rudelsingen längst kein Geheimtipp mehr. Ob Chor- oder eher heimlicher Duschen-Sänger: Jeder ist eingeladen, mitzusingen. Textschwierigkeiten sind ausgeschlossen: Die Texte werden für alle gut sichtbar auf eine Leinwand pro­jiziert.
Di 24.1. 19.30, Waggonhalle
 
Bühne
 
Tanzwütig
Die Begeisterung für den irischen Stepptanz ist im Namen dieser neuen irischen Tanzshow festgeschrieben. Frei aus dem Englischen übersetzt heißt sie "die Tanzwütigen". Für die Choreographie der Danceperados of Ireland ist der zweimalige "World Champion" Michael Donnellan zuständig. Er war sowohl Solist bei Riverdance als auch Lord of the Dance. Das aktuelle Programm "Life, love and lore of the Irish travellers" handelt vom fahrenden Volk Irlands und repräsentiert eine Zeit, die es so wohl nicht mehr geben wird, aber in der Show lebt sie weiter.
Fr 20.1. 20.00, Erwin-Piscator-Haus
Schonungslos
1945 wurde Bertolt Brechts Theaterstück "Furcht und Elend des Dritten Reiches" in den USA uraufgeführt. Brecht zeichnete in 30 Einzelszenen ein Panorama des Lebens im Nationalsozialismus. Nicht zufällig wählt daher der junge hallenser Autor Dirk Laucke den Titel seiner 2014 uraufgeführten theatralen Bestands­aufnahme. Basierend auf Recherchen, Augenzeugenberichten und Nach­richten­meldungen entwirft er in Furcht und Ekel. Das Privatleben glücklicher Leute einen Überblick über die Kontinuitäten rechten Denkens in der deutschen Gesellschaft. Schonungslos notiert er Sprache und Motive aus den dunkelsten und intellektuell provinziellsten Bereichen unseres Zusammenlebens. Im Nachgespräch kann über die Aufführung diskutiert werden.
Sa 21.1. 19.30 Uhr, Black Box
Weltschmerz
Gehen wir ungemütliche Wege lieber allein oder zusammen? Was passiert, wenn uns Situationen plötzlich zur Ausein­ander­setzung mit unseren Fluchträumen drängen? Dramarasmus begibt sich in seinem neuen Stück auf die Suche nach einem Mythos von Gemeinschaft und Solidarität, der globale Ent­wick­lungen auch in das individuelle Uhrwerk der Bürger trans­feriert. Neben einer ordentlichen Packung Weltschmerz richten wir unseren Fokus jedoch auch wieder auf das Wesentliche – die Liebe.Dramarasmus ist ein europäisches Theaterprojekt, das lokale und internationale Studierende im Theater vereint.
Mo 23.1. 20.00, Waggonhalle
Balettklassiker
Das St. Petersburg Festival Ballet gastiert mit Schwanensee. Peter Tschaikowskis Ballett gehört zum Standardrepertoire aller großen Kompanien und ist für viele der Klassiker traditioneller Ballettkunst. Insbesondere das Allegro Moderato aus den Schwanentänzen des 2. Akts ist in der Choreografie von Lew Iwanow Gegenstand unzähliger Parodien und daher als "Tanz der vier kleinen Schwäne" weit über das ballettinteressierte Publikum hinaus bekannt.
Mi 25.1. 20.00, Erwin-Piscator-Haus
 
Ausstellungen
 
  • Anwaltskanzlei Preusse und Kollegen, Gerhard-Jahn-Platz 1. "Morgen wird heute gestern sein" – von Iris Kramer
  • Barrio Santo, Elisabethstr. 9, Mo-Do, So 17- 0 Uhr, Fr, Sa 17- 2 Uhr. "Mexiko Impress-ionen – Fotokunst auf Holz von Anja Katharina Elmsheuser (Eigenblick-Fotografie)"
  • Brüder-Grimm-Stube, Galleria Bruno P., Markt 23. Di-So 13-17 Uhr. "Rwanda Entgrenzungen" (bis 29.1.)
  • Burgwaldgalerie, Burgwaldstr. 24, Schönstadt. Sa/So 11-18 Uhr. "Kunst & Kaffee"
  • Congresszentrum Marburg, Anneliese-Pohl-Allee 3. "Michael-Schumacher" – Ausstellung (bis Januar 2018)
  • Erwin-Piscator-Haus, "pARtnerStAeDTE – von Richard Stumm und Julia Kneise"
  • Evangelische Studierendengemeinde, Hans von Soden-Haus, Rudolf-Bultmann-Str. 4. "Die Marburger Plakate zu den Heidelberger Fensterentwürfen von Johannes Schreiter" (Dauerausstellung)
  • Galerie 36, Friedrichstr. 36. Mo – Do 8-12 und 14-17 Uhr, Fr 8-12 Uhr.
  • Galerie am Richtsberg, Kunstapotheke, Friedrich-Ebert-Str. 25. Di-Do 16-18 Uhr.
  • Gleis 3, Alter Bahnhof 1, Gemünden (Wohra). "Wasser – von Katja Maymulin" (bis 26.3.)
  • Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf, Im Schloss 1, Biedenkopf. Di-So 10-18 Uhr.
  • Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, Gisonenweg 5-7."Warschauer Aufstand 1944" (bis 27.1.)
  • Hessisches Staatsarchiv Marburg, Friedrichsplatz 15, Mo/Fr 8.30-16.30, Di-Do 8.30-19 Uhr. "Medizin in Marburg – Vom Elisabeth-Hospital hin zum Großklinikum" (bis 31.3.)
  • Katholische Hochschulgemeinde, Roncali-Haus, Johannes-Müller-Str. 19. "Stille-Farbenfrohe Momente" (Dauerausstellung)
  • kostBar, Barfüßerstr. 7. "Fragmente – Malerei von Sharchen Hagen"
  • Kundenzentrum der Stadtwerke MR, Am Krekel 55. "Sauberes Licht für Kenia"
  • Landgrafenschloss Marburg, Schloss 1. "Stadt Land Schloss" (bis 15.1.2017); "Abenteuer der Kunst-Sammlung Hilde Eitel " (bis 26.2.)
  • Marburger Haus der Romantik, Markt 16. "Marburger Romantik um 1800" Di-Fr 14-17, Sa/So 11-13 & 14-17 Uhr. (Dauerausstellung); "Von Teufeln, Riesen und einem weißen Stein" (bis 19.02.)
  • Marburger Kameramuseum, Am Grün 44, So 14-18 Uhr
  • Marburger Kunstverein, Gerhard-Jahn-Platz 5, Marburg. Di-So 11-17 Uhr, Mi 11-20 Uhr, Sa ab 16 Uhr Führung. "on stage – Fotografien von Clemens Mitcher" (bis 2.2.)
  • Mineralogisches Museum, Firmaneiplatz.Mi 10-13, 15-18, Do/Fr 10-13, Sa/So 11-15 Uhr (Dauerausstellung)
  • Rathaus Marburg, Mo-Fr 10-17 Uhr. "Das Massaker von Mechterstädt 1920" (bis 30.1.)
  • Religionskundliche Sammlung, Museum der Religionen, Landgraf-Philipp-Str. 4, Marburg. Mo 1416 Uhr. "SinnRäume. Gelebte Religiosität in Deutschland"
  • Restaurant Colosseo, Biegenstraße 49. "Kunst im Biegen – Werke von 14 Künstlern"
  • Rukens Galerie, Bilder & Rahmenwerkstatt, Neustadt 6/7. Di – Sa 11-18, So 12-18 Uhr. "Das Leben ist schön – von Ruken Halise Adsan"
  • Turmcafé Spiegelslustturm, Hermann-Bauer-Weg 2. Tägl. 13-19, So + an Feiertagen ab 11 Uhr. "Farbe der Wahrheit oder: Berühmte Frauen in Marburg – Grafiken und Malerei von Randi Grundke" (bis 18.2.)
  • Völkerkundliche Sammlung der Philipps-Universität Marburg, Deutschhausstr. 3. Mo-Do 9-15 Uhr. "KrisenMomente"
  • WerkstattGalerie, Blockstr. 6, Münchhausen-Untersimtshausen. Sa. u. So. 1117 Uhr und n. V., "Katharina Franck und andere Künstler" (Dauerausstellung)
Tipp des Tages

Jakob Hansonis Band

Die Band um den Grönemeyer-Gitarristen Jakob Hansonis besteht schon viele Jahre und immer wieder fanden einzelne Bowie-Titel den Weg in ihr Repertoire. Als der "Thin White Duke" im Januar verstarb, war für die Band klar: das nächste Konzert muss anders werden! Ein komplettes David-Bowie-Programm als respektvolle Verneigung vor dessen Erbe, abseits jeglicher Maskerade und peinlicher Nachahmungen, sollte es sein. Jakob Hansonis & Band präsentieren die Songs David Bowies äußerst druckvoll, manche sind modernisiert und weiter ausgeführt worden, andere sind neu arrangiert und rockiger.
Sa 21.1. | 21 Uhr | Wetzlar | Franzis
 
Noch 167 Tage bis zum Stadtfest
3 Tage Marburg 2016
 
Tipp der Woche

Schwanensee

Das St. Petersburg Festival Ballet gastiert mit Schwanensee. Peter Tschaikowskis Ballett gehört zum Standardrepertoire aller großen Kompanien und ist für viele der Klassiker traditioneller Ballettkunst. Insbesondere das Allegro Moderato aus den Schwanentänzen des 2. Akts ist in der Choreografie von Lew Iwanow Gegenstand unzähliger Parodien und daher als "Tanz der vier kleinen Schwäne" weit über das ballettinteressierte Publikum hinaus bekannt.
Mi 25.1. | 20 Uhr | Marburg | Erwin-Piscator-Haus
 
Live – Kommende Highlights

Foto: Rachor
Ingo Appelt

Getreu seinem Motto "Ganz ohne Sauereien geht's nicht", fasst Comedian Ingo Appelt ungehemmt Themen an, die andere beschämt links liegen lassen: Er findet überraschend simple Lösungen für die kompliziertesten Probleme, nimmt die schrägsten Trends unter die Lupe und die lächerlichsten Stars auf die Schippe.
Fr 27.1. | 20 Uhr | Marburg | Erwin-Piscator-Haus
Freikartenverlosung: Fr 20.1. | 16 Uhr | Tel. 06421/684443
 

Foto: Veranstalter
Der Bettelstudent

Karl Millöckers "Bettelstudent" ist eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Operetten und wurde bereits 1882 uraufgeführt. Eine klassische Inszenierung in prächtigen Kostümen sorgt vor traditionellem Bühnenbild für einen unterhaltsamen Abend. Hochkarätige Gesangssolisten, Orchester und Chor der Johann-Strauß-Operette Wien präsentieren die spannende Geschichte um Liebe und Intrige eingebettet in schwungvolle Musik.
Do 2.2. | 19.30 Uhr | Marburg | Erwin-Piscator-Haus
Freikartenverlosung: Fr 20.1. | 16 Uhr | Tel. 06421/684443
 
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