Mittwoch, 16. Januar 2019
Marburg
Schachtner geht zur TU Clausthal
Foto: Rolf Wegst
Der Marburger Biologieprofessor Joachim Schachtner ist zum neuen Präsidenten der Technischen Universität Clausthal ernannt worden. Damit verliert die Philipps-Universität ihren erfahrendsten Vizepräsidenten. Seit neun Jahren ist der gebürtige Bayer für Informations- und Qualitätsmanagement an der Marburger Hochschule zuständig. Dabei kümmerte er sich auch um die neue Universitätsbibliothek, die im Frühjahr eingeweiht wurde, und das Uni-Kunstmuseum, das nach siebenjähriger Schließung und umfangreicher Sanierung im Oktober wieder eröffnet wurde. "Wir werden Herrn Schachtner als Person und als Experten sehr vermissen", sagt Uni-Präsidentin Katharina Krause.
Der 55-Jährige engagierte sich auch in der Hochschulrektorenkonferenz, der Stiftung für Hochschulzulassung und als Aufsichtsratsvorsitzender des Hochschul-Informations-Systems His. "In Hessen war es mir wichtig, hochschulübergreifende Projekte im Bereich der digitalen Infrastrukturen voranzubringen", sagt Schachtner: "Durch solche Kooperationen können die Hochschulen nur gewinnen." Hierzu gehört zum Beispiel das Projekt zu den hessischen Forschungsdateninfrastrukturen, bei dem die Philipps-Universität die Federführung hat.
Schachtner begann seine akademische Laufbahn an der Universität Regensburg. Nach Stationen an der TU München und der Universität Washington (Seattle) habilitierte er sich in Zoologie und Tierphysiologie an der Uni Marburg. In Clausthal löst er Thomas Hanschke ab, der die TU zehn Jahre lang geleitet hat.
 
Marburg-Biedenkopf
Elektromobilitat: Zuschuss fur Ladestationen
Foto: Landkreis
Marburg-
Biedenkopf
Um Elektromobilität für mehr Menschen attraktiv zu machen, hat der Landkreis gemeinsam mit der Sparkasse Marburg-Biedenkopf ein Förderprogramm für Ladestationen aufgelegt. Gefördert werden bis zu 100 Ladepunkte von Privatpersonen, Vereinen oder kleinen Unternehmen.
Der Kauf und die Installation einer Ladestation für Elektroautos werden mit 400 Euro bezuschusst. Dieser Betrag kann sich auf insgesamt 500 Euro erhöhen, wenn Strom aus Erneuerbaren Energien vor Ort produziert wird, etwa mit einer eigenen Photo­voltaik­anlage.
"Trotz vieler Bemühungen, Autos mit Verbrennungsmotor effizienter zu machen, liegen die Ausstoßraten des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) im Bereich Verkehr noch immer auf einem ähnlichen Niveau wie 1990", weiß Philip Lübbeke, Umsetzungsmanager Klimaschutz beim Landkreis Marburg-Biedenkopf. "Zusätzlich zu CO2 werden an vielen Stellen auch die Grenzwerte für Schadstoffe in der Luft überschritten und Gerichte ordnen Fahrverbote an. Lösungen für diese Probleme bietet auch die Elektromobilität", ergänzt Stefan Franke, der den Fachdienst Klimaschutz und Erneuerbare Energien beim Kreis leitet. Um den Trend umzukehren, soll die Elektromobilität im Kreis ausgebaut werden. Eine Bedingung für Vereine und Unternehmen beispielsweise ist, dass sie ihren Mitgliedern oder Mitarbeitenden die Nutzung der Ladestation ermöglichen.
"Eine Ladesäule vor dem Haus wird in Zukunft ein echter Standortvorteil sein. Gastronomen und Hotels können ihren Gästen einen zusätzlichen Service bieten, Fußballvereine können ihre Mitglieder während der Spiele laden lassen und Unternehmen können einen zusätzlichen Anreiz schaffen um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu binden", sind sich Lübbeke und Franke sicher.
Infos unter www.klimaschutz.marburg-biedenkopf.de.
 
Marburg
Marburger Leuchtfeuer
Das "Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte" wird auch 2019 wieder vergeben. Die Stadt Marburg und die Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union (HU) rufen dazu auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger einzureichen.
Preiswürdig sind Persönlichkeiten, die sich in vorbildlicher Weise für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben ohne Ansehen ihrer sozialen, gesundheitlichen oder wirtschaftlichen Stellung eingesetzt haben. Die Vorgeschlagenen sollten möglichst aus Hessen kommen oder sonst zumindest einen Bezug zu Marburg haben.
Das Marburger Leuchtfeuer möchte nicht in erster Linie konkrete Hilfsprojekte würdigen, sondern das grundsätzliche Eintreten für die Rechte benachteiligter Menschen. Wichtig ist das nachhaltige Eintreten für ein gesellschaftliches Umfeld, das allen Menschen gleichermaßen Respekt entgegenbringt.
Entsprechend der bisherigen Praxis wird das Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte immer abwechselnd an eine Frau und im darauffolgenden Jahr an einen Mann vergeben. Deswegen werden diesmal nur Vorschläge be­rück­sich­tigt, die das Wirken einer weiblichen Person würdigen wollen.
Bei der Vergabe des Preises wird die Jury Vorschläge berücksichtigen, die bis zum 31. Januar 2019 per Post, Humanistische Union e. V., c/o Franz-Josef Hanke, Leckersgäßchen 2, 35037 Marburg, Tel. 06421 66616, per Mail an jury2017[at]marburger-leuchtfeuer.de oder über das Online-Vor­schlags­for­mu­lar unter www.ausschreibung.marburger-leuchtfeuer.de eingegangen sind.
Marburg-Biedenkopf
Kreisjugendparlament sucht Kandidaten
Foto: Landkreis
Marburg-
Biedenkopf
Im März 2019 wird bereits zum zwölften Mal das Kreis­jugend­parlament (KJP) des Landkreises Marburg-Biedenkopf gewählt. Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, die Interesse an einer Mitarbeit haben, können sich noch bis zum 31. Januar bei der Geschäftsstelle des Kreisjugendparlaments bewerben.
Anders als beim Kinder- und Jugendparlament der Stadt Marburg werden nicht Vertreter der Schulen gewählt. Ins Kreisjugendparlament (KJP) können jeweils zwei Jugendliche aus jeder der 21 kreisangehörigen Kommunen gewählt wer­den, von Biedenkopf bis Neustadt und von Münchhausen bis Lohra. Mitmachen können auch Jugendliche, die eine Marburger Schule oder eine Schule außerhalb des Landkreises besuchen aber im Landkreis wohnen und das richtige Alter haben.
Die Abgeordneten treffen sich zu Wochenendseminaren und AG-Treffen. Sie lernen, Argumente auszutauschen und ihre Meinung zu vertreten. In der Vergangenheit hat sich das KJP für die Einrichtung von Jugendräumen, attrak­ti­vere Freizeitmöglichkeiten, bessere Bus- und Bahnverbindungen oder eine optimale Schulverpflegung eingesetzt. Es wurden auch Benefiz-Veran­staltungen oder Sponsorenläufe veranstaltet. Außerdem hat das KJP eigene Ver­an­stal­tungen, wie Rocknächte oder Sportevents organisiert und den Jugendkulturpreis vergeben.
Wer Interesse hat, beim KJP mitzumachen oder sich einfach nur informieren will, kann sich bis zum 31. Januar 2018 bei der Geschäftsstelle des Kreis­jugend­parlamentes, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, Tel. 06421 405-1660, E-Mail: kjp[at]marburg-biedenkopf.de melden. Informationen zur Wahl gibt es auch unter www.kreisjugendparlament.de.
 
Marburg
Bildungsurlaub für Eltern
Für Mütter und Väter, die Bildungsurlaub machen möchten, stellt sich sehr häufig die Frage, wie ihre Kinder während dieser Zeit betreut werden sollen. Eine Lösung kann ein Bildungsurlaub während der Schulferien sein, bei dem Kinderbetreuung angeboten wird. Das Gleichberechtigungsreferat der Stadt Marburg hat solche Angebote in der aktuellen Broschüre "Bildungsurlaub 2019/2020 mit Kinderbetreuung" zusammengestellt. Die Broschüre liegt im Gleichberechtigungsreferat im Rathaus zum Abholen bereit. Sie kann auch unter www.marburg.de/bildungsurlaub heruntergeladen werden.
Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildende in Hessen haben zusätzlich zum Erholungsurlaub einen Rechtsanspruch auf Bildungs­urlaub. Die Voraussetzung: Ihr Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis besteht seit mindestens sechs Monaten. Bildungsurlaub dient der politischen Bildung oder der beruflichen Weiterbildung. Eine Einschränkung gibt es für Auszubildende: Sie haben ausschließlich einen Anspruch zur Teilnahme an einer Veranstaltung der politischen Bildung. Das Gleiche gilt für Beschäftigte in Werkstätten für Behinderte sowie für Personen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit vom Unternehmen als arbeitnehmerähnliche Personen anzusehen sind (freie Mitarbeiter/innen, Heimarbeiter/innen). Weitere Infos unter www.bildungsurlaub.hessen.de.