Montag, 25. September 2017
Marburg
Erneut Platz eins
Marburg liegt weiterhin vorne im Ausbau und der Nutzung von Solarwärme und Solarstrom. Das belegt die neueste Rangliste der Solarbundesliga, in der über 2400 Städte und Gemeinden und mehr als 900 Ortsteile um Spitzenplätze wetteifern.
"Trotz der wachsenden Konkurrenz kann sich die Universitätsstadt Marburg auf einem guten Platz behaupten", unterstrich Bürgermeister und Umweltdezernent Franz Kahle bei der Ergebnispräsentation. Im Vergleich mit Städten ähnlicher Bevölkerungszahl liege Marburg bei den Städten über 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bundesweit auf Platz 28. Unter den Städten über 70.000 belegt Marburg bundesweit sogar Platz 16. Hessenweit liegt Marburg bei den Städten über 30.000 Einwohnern wie bereits im Vorjahr auf Platz eins.
"Das ist ein sehr gutes Ergebnis für die Universitätsstadt Marburg", ordnete Kahle ein. "Es zeigt, dass die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt und unsere Handwerkerschaft hinter der Energiewende stehen und sie aktiv vorantreiben." Alleine im laufenden Jahr seien bereits 35 Anlagen errichtet worden. Nach einem schwächeren Jahr 2015 mit insgesamt 31 Anlagen rechne man nun damit, wieder zu den Zahlen von 2013 (71 Anlagen) und 2014 (78 Anlagen) aufschließen zu können. "Schon jetzt decken wir in Marburg bei gutem Wetter rund ein Drittel bis sogar die Hälfte unseres privaten Stromverbrauchs durch Solarenergie ab", so der Umweltdezernent.
Ob das eigene Haus für Photovoltaik und Solarthermie geeignet ist, kann mit dem Marburger Solarkataster überprüft werden: www.marburg.de/solarkataster.
 
Marburg
Marburger Benefizlauf
Um Patienten mit Multipler Sklerose zu unterstützen, richtet die Stadt Marburg zusammen mit dem hessischen Landesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft erstmals einen Benefizlauf aus: Laufbegeisterte jeden Alters sind zum Mitmachen für die gute Sache aufgerufen – egal ob mit oder ohne Einschränkung.ΓΏ Das Startsignal gibt Oberbürgermeister und Schirmherr Thomas Spies am Samstag, 23. September, um 11 Uhr im Georg-Gaßmann-Stadion.
Unter allen Teilnehmern werden Gewinne verlost: Gutscheine fürs Kino und Sport- und Freizeitbad AquaMar, Eintrittskarten für Spiele der Damen-Basketball-Bundesliga des BC Marburg oder des American-Football-Teams Marburg Mercenaries sowie ein Wassersprudler. Kinder, die mitlaufen, erhalten eine Urkunde und einen Anstecker.
Der Erlös kommt der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft und der MS-Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf zugute.
Die Anmeldung findet am Lauftag vor Ort ab 10 Uhr statt. Das Startgeld für den guten Zweck beträgt ein Euro pro Runde, die Mindestrundenanzahl wird nach Alter gestaffelt. Bei Gruppen, Firmen und Vereinen ist jede 6. Person frei. Familien bezahlen insgesamt 15 Euro.
 
Marburg
300.000 sind kein Pappenstiel
Die Oberhessische Presse muss ihrem geschassten Chefredakteur Christoph Linne 308.000 Euro Abfindung inklusive Gehalt zahlen. Das ist das Ergebnis eines Vergleichs zwischen Linne und der OP vor dem Gießener Arbeitsgericht vergangene Woche.
Linne, der 22 Jahre bei der OP gearbeitet hatte, davon fast 13 Jahre als Chefredakteur, war im März völlig überraschend fristlos gekündigt worden.
Die Zeitung hatte die Trennung von ihrem langjährigen Redaktionsleiter mit einer kurzen Meldung im Blatt bekanntgegeben, ohne Hintergründe zu nennen.
Als Grund für die fristlose Kündigung gab die Geschäftsführung der OP vor Gericht an, Linne habe bei der Einstellung eines freien Mitarbeiters nicht die nötige Sorgfaltspflicht walten lassen, die Art des Arbeitsverhältnisses sei sozialversicherungsrechtlich problematisch gewesen. Die OP warf Linne zudem vor, er habe nach seiner Kündigung noch ein Gespräch über den von der OP geplanten Ankauf des Magazins mrlife mit einem Vertreter des Magazins geführt – und dabei gegen die Interessen der OP gehandelt. Schließlich habe er Daten auf seinem Firmenlaptop und einer Firmenfestplatte gelöscht. Bei der Rückgabe der Gegenstände seien Laptop und Festplatte weitgehend leer gewesen.
Linne wies vor Gericht sämtliche Vorwürfe zurück. Die Vertragsbedingungen von freien Mitarbeitern seien dem Unternehmen durch Budgetverhandlungen und Besprechungen seit langem bekannt gewesen. Nach seiner Kündigung habe er keine Gespräche über den Ankauf von mrlife geführt. Auch habe er keine Daten gelöscht, alles sei in den normalen Ablagen gespeichert gewesen. Die Gegenseite könne zudem nicht mal sagen, welche Daten gelöscht worden seien.
Nach dem Vergleich, auf denen sich beide Seiten vor dem Arbeitsgericht geeinigt haben, erhält Linne eine Abfindung von 220.925 Euro, plus neun Monatsgehälter a 9675 Euro. Sein Vertrag endet danach am 31. Dezember 2017. Außerdem erhält er von seinem ehemaligen Arbeitgeber ein sehr gutes Zeugnis. Sämtliche Vorwürfe gegen Linne sind mit dem Vergleich erledigt.
Linnes Nachfolger bei der OP wird ab Oktober Jan Schmitz. Er war vorher Chef vom Dienst beim Westfälischen Anzeiger, einem Blatt der Ippen-Gruppe.
Marburg
Radrouten zu erneuerbaren Energien
Mit vier verschiedenen Routen rund um das Thema Er­ne­uer­bare Energien wollen der Landkreis Marburg-Biedenkopf, die Stadtwerke Marburg, die Stadt Marburg und die Umland­kommunen gemeinsam auf die vielfältigen regenerativen Energiequellen in der Region aufmerksam machen. Die Energie-Tour führt zu Orten, an denen regenerative Energie erzeugt und genutzt wird. Die vier Themenrouten, die vielfach auf ausgewiesenen Radwegen verlaufen, beschäftigen sich mit Sonnenenergie, Windenergie, Wasserenergie und Bioenergie. Auf Infotafeln werden die Anlagen entlang der Strecken erläutert und Hintergrundwissen vermittelt.
"Wir möchten das Thema Erneuerbare Energie erfahrbar machen – und das im Wortsinne. Denn alle Themenrouten lassen sich mit dem Fahrrad absolvieren", erläuterte Landrätin Kirsten Fründt bei der Vorstellung der Themenroute Solaranergie. Auf diese Weise könne das Thema ins Bewusstsein gerückt werden, da ein großer Teil der Energiewende, also die Abkehr von fossilen oder atomaren Energiequellen hin zu erneuerbaren Quellen, auf lokaler und regionaler Ebene stattfinde.
Infos zur Energie-Tour online unter www.klimaschutz.marburg-biedenkopf.de.
 
Marburg
Reformation und Bildung
Vom 27. bis 29. September findet in Marburg eine Tagung zum Thema "Reformation der Kirche – Reform der Bildung. Die Universität Marburg und der reformatorische Bildungsauftrag" statt.
Zwei Abendvorträge in der Alten Aula und im Fürstensaal des Marburger Schlosses richten sich an ein breites Publikum aus Universität und Stadt: "Das reformatorische Bildungsideal – damals und heute"ist das Thema von Bischof Martin Hein am Mittwoch,27. September um 19.00 Uhr in der Alten Aula der Universität. Anschließend gibt es einen Empfang der beiden hessischen Landeskirchen im Kreuzgang der Alten Universität.
"Reformatorische Universitätsgründungen in Europa" behandelt Herman J. Selderhuis am Donnerstag, 28. September um 19.30 Uhr im Fürstensaal des Landgrafenschlosses. Danach gibt es Gelegenheit zum Besuch der Sonderausstellung des Universitätsmuseums (bis 22.00 Uhr).
Die Universität Marburg als älteste reformatorische Universitätsneugründung thematisiert im Jubiläumsjahr 2017 den komplexen Zusammenhang zwischen Kirchenreformation und Bildungsreform im 16. Jahrhundert.
Die Tagung wird in Abstimmung mit den beiden evangelischen Landeskirchen Hessens durchgeführt. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich.
Weitere Infos: www.uni-marburg.de/fb05/aktuelles/events/reformationsymposion.