Mittwoch, 23. Mai 2018
Marburg
Durchblick in der Waggonhalle
Foto: Stadt
Marburg, Heiko
Krause
Was geht in der Waggonhalle? Über den Stand der Bauarbeiten hat die Stadt mit zwei geführten Besichtigungen am "Tag der Städtebauförderung" informiert. Etwa 70 Bürger nahmen das Angebot wahr. Die Stadt Marburg investiert mit Unterstützung des Bundes 2,7 Millionen Euro in beide Gebäude. Sie werden saniert und der Kulturstandort am ehemaligen Bahngelände aufgewertet.
Claudia Schmedes und Anke Reisch vom Sanierungsbüro des städtischen Bauamts zeigten den Interessierten die Baustelle und erläuterten Details. Investiert wird vor allem in die energetische Sanierung, um die immensen Energiekosten, die für die denkmalgeschützten Gebäude anfallen, nachhaltig zu senken. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren: Beide Baustellen sind komplett eingerüstet. Das Theater, das Restaurant Rotkehlchen und die Pilgerherberge in der Waggonhalle sind bis Juni geschlossen. Radio Unerhört ist aus seinem Funkhaus umgezogen und sendet aus einem Nebengebäude des Hauptbahnhofs.
An beiden Gebäuden werden Dämmung und Dacheindeckung erneuert. Wie Anke Reisch erläuterte, habe gerade am Dach der Waggonhalle einiges verändert werden müssen, da alte Berechnungen der Statik falsch waren. Die Waggonhalle bekommt zudem eine Lüftung, die Technik rund um das vorhandene Blockheizkraftwerk wird erneuert. Im Funkhaus installieren die Arbeiter einen Anschluss an Fernwärme und schaffen einen barrierefreien Zugang.
Für die Waggonhalle kosten die Bauarbeiten etwa 1,6 Millionen Euro, die Arbeiten am Funkhaus, das im November fertiggestellt werden soll, etwa 1,1 Millionen Euro.
 
Marburg
Kunst im Schloss
Das Landgrafenschloss ist in diesem Jahr Veranstaltungsort der Kunst­tage Marburg-Bieden­kopf. Die diesjährigen Kunst­tage unter dem Motto "Innen & Außen" werden Anfang bis Mitte August 2018 stattfinden. Die Detailabsprachen laufen aktuell.
"Das ist ein ganz toller Ort für die Kunsttage Marburg-Bieden­kopf 2018 und ich danke der Philipps-Universität Marburg dafür, dass wir mit dieser Veranstaltung in das ehrwürdige Schloss gehen dürfen. Das steht auch für die gute Zusammenarbeit mit der Universität", sagte Landrätin Kirsten Fründt.
Uni-Vizepräsident Joachim Schachtner betonte, dass es damit zum zweiten Mal nach 2013 zu einer Zusammenarbeit bei den Kunsttagen komme: "Damals haben wir die Kunsttage des Kreises im gerade für die Sanierung leer ge­räum­ten Museum in der Biegenstraße ermöglicht und jetzt ergibt sich erneut die einmalige Chance, dass die Universität den heimischen Künstlerinnen und Künstlern einen Platz im Schloss bietet. Ich freue mich auf qualitativ gute und vielseitige Arbeiten", so Prof. Schachtner.
 
Marburg
Bauplätze in Hermershausen
Im Marburger Stadtteil Hermershausen sind zehn neue Bauplätze entstanden. "Nach drei Jahren Planungen und Vorbereitungen kann es heute losgehen mit den Bauarbeiten für ein neues Baugebiet in Hermershausen", sagte Ober­bür­ger­meister Thomas Spies beim ersten Spatenstich für den "Kuhweg". Alle Bauplätze seien bereits vergeben, dass zeige, wie richtig es gewesen sei mit dem Bauland die Entwicklung Marburgs auch in den Außenstadtteilen voranzutreiben.
Neben dem Straßenbau und dem Anlegen von Fußwegen stehen Kanal­bau­arbeiten, Kabelarbeiten und der Wasserleitungsbau auf einer Länge von rund 100 Metern an. Die Erschließungsarbeiten sollen voraussichtlich am 3. August abgeschlossen ein. Die Gesamtkosten für die Planungen und den Vor­stufen­ausbau der Straße im Neubaugebiet liegen bei rund 150.000 Euro. Hinzu kommen beauftragte Kosten für den Kanal in Höhe von rund 157.000 Euro, sowie für Wasserversorgung in Höhe von 26.000 Euro und Kabelarbeiten für etwa 8.700 Euro. "Wir legen hier insgesamt 175 Meter Strom- und Wasser­trasse", erläuterten der Vertriebsleiter Holger Armbrüster und der Ab­tei­lungs­leiter Strom-/Datennetze /Verbundwarte, Stephan Mross, von den Stadtwerken Marburg.
Marburg
Wildkatze in der Region
Foto: Stephan
Börnecke
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sucht im Lahn-Dill-Bergland nach der seltenen Wildkatze. Von Winter bis April waren in dem Naturpark, der den Westteil des Landkreises einbezieht, 30 ehrenamtliche Helfer mit 60 Lockstöcken der Wildkatze auf der Spur. "Unsere Lock­stock­betreuer konnten über 70 Proben sicherstellen, die nun genetisch analysiert werden", sagt Susanne Schneider vom BUND. Der Erfolg des BUND-Projektes beruhe auf dem hohen Engagement der freiwilligen Helfer und der tatkräftigen Unterstützung durch den Naturpark Lahn-Dill-Bergland sowie die Forstämter Wetzlar, Biedenkopf und Herborn.
Die Methode zur Erfassung der Wildkatzen ist denkbar simpel: die freiwilligen Helfer suchen präparierte Lockstöcke, nichts anderes als sägeraue Dachlatten, nach Wildkatzenhaaren ab, die dann vom Forschungsinstitut Senckenberg genetisch analysiert werden. Kann eine ausreichend große Menge an Haaren gesammelt werden, dann ermöglicht die genetische Analyse sogar die Erkennung von Wildkatzen-Individuen. Damit die Wildkatzen sich an den Lockstöcken reiben, werden diese mit Baldrian besprüht. Der Baldrianduft zieht die Wildkatzen insbesondere in der Paarungszeit im Winter an, sie reiben sich daran und hinterlassen Haare.
Mit der Lockstock-Methode ist es bereits gelungen, die sehr heimlich lebende Wildkatze in verschiedenen Teilen Hessens nachzuweisen. Durch die Unter­suchungen im Lahn-Dill-Bergland erhofft sich der BUND, Wissenslücken zur Verbreitung der Wildkatze zu schließen.
Mehr Infos unter www.bund-hessen.de/wildkatze.
 
Marburg
Die beste Hochschullehre
Wer sind die besten Hochschullehrer, was sind die besten Seminare? Hessens Wissenschaftsministerium schreibt für 2019 zum zehnten Mal den Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre aus. Wissenschaftsminister Boris Rhein lädt alle Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden der staatlichen Hochschulen ein, Vorschläge einzureichen: "Hessens Hochschulen profitieren nicht nur von ihrer exzellenten Forschung, sondern auch vom guten Ruf ihrer Lehrenden. Die herausragende Bedeutung der Lehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses wird durch den Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre in den Mittelpunkt gerückt und trägt zur Profilierung der Hochschulen bei."
Der Preis zeichnet hervorragende Lehre an den staatlichen hessischen Hochschulen aus. Diesmal lohnt sich eine Teilnahme für die Lehrprojekte besonders: Insgesamt werden nun 115.000 statt wie bisher 80.000 Euro Preisgeld vergeben. Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 20. Juli 2018.
Ausgeschrieben werden 2019 vier Preise in zwei Kategorien.
Für den Projektpreis können sich Arbeitsgruppen entweder mit einer bewährten Lehrveranstaltung oder mit einer erfolgreichen digitalen Lehr- und Lernform bewerben. Hier kann die Jury insgesamt je einen Projektpreis in Höhe von maximal 60.000 Euro, 30.000 Euro und 15.000 Euro vergeben.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der zweiten Kategorie richtet sich an studentische Initiativen, die sich mit einem in der Praxis bewährten Projekt bewerben können.
Das Antragsformular und alle weiteren Informationen zur Auszeichnung gibt es unter www.hochschullehrpreis.hessen.de.
 
Marburg
Sauberhafter Kindertag
Foto: Stadt
Marburg, Heiko
Krause
Zum "Sauberhaften Kindertag" sind rund 100 Kinder­garten­kinder aus vier Marburger Einrichtungen ausgeschwärmt, um an der hessenweiten Aktion die Landschaft von Abfall zu be­freien.
Außer im Stadtwald waren die Jungen und Mädchen auch in Gisselberg und im Südviertel unterwegs und bewiesen, dass niemand zu klein für aktiven Umweltschutz ist. Die Abfallsäcke der Kinder füllten sich schnell, besondere Funde wurden ausgiebig begutachtet und manchmal auch mit einem erstaunten Kopfschütteln bedacht. "Viele Kinder können gar nicht glauben, was man so alles in der Landschaft finden kann", so Erzieherin Daniela Dobener, die das Abfallsammeln in ihrer Einrichtung organisiert hat
Mit Papierzangen, Handschuhen und großen Müllsäcken waren die kleinen Müllsammler ausgerüstet. Die Ausstattung wird vom DBM an die Freiwilligen zur Verfügung gestellt.
Zwei weitere Aktionstage stehen in diesem Jahr noch an. Am 19. Juni wendet sich der Aktionstag "Sauberhafter Schulweg" an die Schüler. Nach den Sommerferien wird die DLRG im Rahmen der "Sauerhaften Lahn" wieder die Fahrrinne der Lahn von sperrigen Gegenständen befreien. Gleichzeitig sind Freiwillige eingeladen, die Liegewiesen links und rechts der Lahn zu reinigen. Der Termin wird noch unter www.dbm-marburg.de bekannt gegeben. Interessierte können sich beim DBM auch an Sonja Stender, (06421) 201-1693 oder sonja.stender[at]marburg-stadt.de wenden.