Dienstag, 19. Februar 2019
Marburg
Greta Thunberg nach Marburg eingeladen
Foto: Jan
Ainali CC 4.0
Oberbürgermeister Thomas Spies hat die 16 Jahre alte schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg nach Marburg eingeladen. In seinem auch auf schwedisch verfassten Brief schreibt der Rathauschef, Marburg sei eine weltoffene, soli­darische Stadt, die Geflüchtete mit offenen Armen willkommen heiße. Spies: "Ich bin sehr froh, dass wir auch eine stolze Tradition in Fragen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes vorweisen können. 2008 versuchten meine Vorgänger – allen voran der damalige Bürgermeister, Dr. Franz Kahle – eine sog. Solarsatzung einzuführen, die alle Menschen, die ein Haus bauen, ein Dach oder die Heizungsanlage erneuern, dazu verpflichtete, Solaranlagen zu installieren. Wir waren die erste Stadt, die so etwas in Deutschland versucht hat. Nachdem viele Menschen über diese Pläne diskutiert haben, entschied ein Gericht im Jahr 2010, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht in dieser Form zur Nutzung von erneuerbaren Energien gezwungen werden dürfen. Bis heute stehen wir aber allen, die PV- Anlagen nutzen oder ihr Dach begrünen wollen, mit Rat und Tat zur Seite. Wir wissen, dass der Klimawandel nicht von alleine gestoppt oder verlangsamt werden kann. Hierzu braucht es das gemeinsame Handeln von Bürger*innen, Kommunen und Staaten, die ihr jeweiliges Verhalten nachhaltig verändern müssen."
Spies bedankt sich bei Greta, die seit August 2018 regelmäßig freitags während der Schulzeit für mehr Klimaschutz demonstriert, für ihr Engagement. In Marburg wisse man, dass in Fragen des Klimaschutzes das Überzeugen von Menschen sowohl die wichtigste als auch die schwerste Aufgabe sei. Aktuell demonstrierten auch hier junge Menschen als Teil der "Fridays for Future"-Bewegung.
 
Marburg
Kostümversteigerung im HLTM
Foto: Ersan
Celiktas
Am 23. Februar feiert "Cabaret" in der Regie von Intendantin Carola Unser Premiere. Im Anschluss gibt es eine Mottoparty im 20er-Jahre-Look.
Das passende Kostüm dazu können Partygänger bei der Kos­tüm­versteigerung im Theater am Schwanhof am Sonntag, 17. Februar, um 11.30 Uhr ergattern.
Versteigert werden exklusive 20-Jahre-Kostüme der Bühnen- & Kostümbildner von "Cabaret" Jörn Fröhlich und Cansu Inescu, konkret zehn Unikate der Designer sowie zehn Kostüme aus dem Theaterfundus. Klassischer Charleston-Schick trifft da auf dekonstruierte 20er-Jahre-Silhouetten mit tiefer Taille aus schwarzem Krepp und Satin. Präsentiert werden die Kostüme von Ensemblemitgliedern des HLTM. Die Intendantinnen Eva Lange und Carola Unser schwingen den Hammer.
 
Marburg
Blindenfußball-Nationalteam zu Gast
Die Blindenfußball-Nationalmannschaft aus Japan besucht vom 14. bis 18. Februar einen Lehrgang der Deutschen Blindenstudienanstalt in Marburg. In diesem Rahmen trägt die Mannschaft auch zwei Länderspiele aus. Stadträtin Kirsten Dinnebier begrüßt das Nationalteam aus Japan. Die Spiele finden am Samstag, 16. Februar, um 14.30 Uhr und am Sonntag, 17. Februar, um 10.30 Uhr auf dem Blindenfußballplatz in der Paul-Natorpstraße 9 bis 11, oberhalb der Erich-Kästner-Schule, statt. Bei ganz schlechtem Wetter wird in der Sporthalle des Gymnasiums Philippinum, Leopold-Lucas-Straße 18, gespielt.
Marburg
Amnesty-International-Ausstellung
Foto: Stadt
Marburg,
Heiko Krause
"Europa – was machst Du an Deinen Grenzen?" ist der Titel einer Wanderausstellung von Amnesty International, die bis zum 27. Februar im Erdgeschoss des Marburger Rathauses zu sehen ist.
Organisiert wird die Ausstellung von Pulse of Europe Marburg, Amnesty International, Seebrücke und Weltladen Marburg. Sie zeigt Texte und Fotos von Ingeborg Heck-Böckler, die im Jahr 2014 in einer internationalen Amnesty-Delegation haupt­säch­lich in Italien unterwegs gewesen ist, 2015 Marokko bereiste und 2016 den sogenannten "Dschungel von Calais" doku­men­tierte, bevor dieser geräumt wurde. Im Jahr 2017 wurde das Thema "See­not­rettung" aufgegriffen.
Vor der Eröffnung gab es eine Kundgebung der Orga­ni­satorinnen und Orga­ni­satoren, die wegen des schlechten Wetters kurzerhand vom Marktplatz in den Ausstellungsraum verlegt wurde. In ihren Beiträgen forderten die Sprecher der verschiedenen Organisationen unter anderem ein Ende der Behinderung von Seenotrettung – etwa wenn Schiffe mit auf dem Mittelmeer Geretteten keine Häfen anlaufen dürfen. Die EU-Mitgliedsstaaten wurden aufgefordert, einer gemeinsamen Regelung für die Aufnahme von Geflüchteten oberste Priorität einzuräumen.
Oberbürgermeister Thomas Spies machte bei der Eröffnung am Sonntag darauf aufmerksam, dass der Wohlstand Europas auch für Fluchtursachen ver­ant­wort­lich ist.
Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Die beteiligten Gruppen halten weitere Informationen bereit. Die Veranstalterinnen und Veranstalter wünschen sich einen intensiven Meinungsaustausch und lebendige Dis­kus­sionen.
 
Marburg
34 Deutschlandstipendien
Foto: Markus
Farnung
Die Philipps-Universität hat 34 neue Deutschlandstipendien vergeben. Bei einer Feier im Deutschen Sprachatlas nahmen 21 Frauen und 13 Männer aus elf Fachbereichen die Förderung in Höhe von 300 Euro pro Monat für ein Jahr entgegen.
"In der Auswahlkommission waren wir sehr beeindruckt von den Lebensläufen und akademischen Leistungen der insgesamt 180 Bewerberinnen und Bewerber", sagte Prof. Evelyn Korn bei der feierlichen Übergabe der Urkunden. Die Uni-Vize­prä­si­den­tin für Studium und Lehre gratulierte den 34 Stipen­diatinnen und Stipen­diaten und dankte den Förderern für ihre Unterstützung in Höhe von 1.800 Euro pro Stipendium. Die gleiche Summe gibt der Bund für jedes Stipendium dazu. Die Stipendiatinnen und Stipen­diaten kommen aus allen Studienabschnitten: Einige sind Studienanfängerinnen und -anfänger, andere fortgeschrittene Master-Studierende.
Auch mit einem kleineren Betrag können Förderer seit diesem Jahr in Marburg aktiv werden. Im neuen Sammelstipendium spenden 18 Förderer – unabhängig voneinander – je 100 Euro, um gemeinsam eine Stipendiatin oder einen Stipen­diaten zu unterstützen. Auch hier verdoppelt das Ministerium jede Spende. Auf diese Weise sollen verstärkt fachbereichsungebundene Stipendien in Marburg ermöglicht werden – insbesondere für Geistes- und Gesell­schafts­wissen­schaften.
 
Marburg
Alte Urkunden online
Das Stadtarchiv Marburg hat mehr als 1300 Urkunden digitalisiert und online gestellt. Interessierte können die Digitalisate der Urkunden ab sofort kostenfrei und ohne Anmeldung im Archivinformationssystem Arcinsys unter https://arcinsys.hessen.de ansehen.
Die älteste online verfügbare Urkunde ist aus dem Jahr 1311. Mit dem Doku­ment stellte Bischof Ludwig von Münster Marburg das Stadtrecht aus. Ein Gang durch die Geschichte Marburgs vom Stadtrecht bis hin zu Zunftbriefen des 18. Jahrhunderts steht nun allen online offen.