Mittwoch, 18. Oktober 2017
Marburg
Getraut
Foto: Birgit
Heimrich, Stadt
Marburg
In Marburg ist das erste gleichgeschlechtliche Ehepaar getraut worden: Am Donnerstag, 5. Oktober, hat der Leiter des Marburger Standesamts, Stefan Krein, im Steinernen Haus in Sophia Farnbauer und Jolanda Gräßel-Farnbauer getraut.
"Dass Sie ab heute nicht nur in Steuerfragen, sondern auch bei der Adoption und der gesellschaftlichen Anerkennung gleichgestellt sind, ist ein guter Tag für unsere gesamte Stadt", unterstrich Oberbürgermeister Thomas Spies bei seiner Gra­tu­la­tion.
Seit Sonntag, 1. Oktober, ist die Eheschließung für alle in Deutschland möglich. Die beiden Marburgerinnen waren bereits eine ein­ge­tragene Lebenspartnerschaft eingegangen und haben diese Partnerschaft nun in eine Ehe umgewandelt. Damit sind sie nun allen bisher ausschließlich hetero­sexuellen Eheleuten rechtlich gleichgestellt.
Informationen zur Eheschließung sowie zur Umwandlung von eingetragenen Lebenspartnerschaften gibt das Marburger Standesamt unter 06421/201-1250 (Montag und Mittwoch 8 bis 13 Uhr, Donnerstag 14 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis12 Uhr). Auch Reservierungen für besonders beliebte Termine im nächsten Jahr nimmt die Stadt entgegen.
 
Marburg
Parkhaus Oberstadt gesperrt
Das Parkhaus Oberstadt wird vom Dienstag, 17. Oktober, bis einschließlich Dienstag, 24. Oktober, wegen Bauarbeiten gesperrt. Die Stadtwerke bitten, alle Fahrzeuge bis Mitternacht, 16. Oktober, aus dem Parkhaus zu entfernen. Danach ist ein Befahren nicht mehr möglich. Der Grund für die Sperrung ist der Einbau eines neuen, rund 135.000 Euro teueren Park­ab­ferti­gungs­systems.
Die im Parkhaus Oberstadt ansässige Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft bleibt für Fußgänger während der Umbauzeit erreichbar. Der Durchgang zur Oberstadt über die Aufzüge zur Wettergasse ist ebenfalls jederzeit möglich.
 
Marburg
Gemeinwohl-Tagung
Wie kann eine zukunftsfähige Wirtschaft aussehen, die sich am Gemeinwohl und nicht an Unternehmensgewinnen misst? Das wird bei 2. Regionalkonferenz "Nachhaltig Handeln – Wirtschaften fürs Gemeinwohl" diskutiert.
Zur Tagung eingeladen sind renommierte Experten wie Christian Felber (Grün­der der Gemeinwohl-Ökonomie), Prof. Henning Austmann (Experte für zu­kunfts­fähiges alternatives Wirtschaften), Geseko von Lüpke (freier Publizist u. a. "Politik des Herzens. Nachhaltige Konzepte für das 21. Jahrhundert") sowie Christian Gelleri (Regionalwährung Chiemgauer).
Die Konferenz wird am 3. November um 20 Uhr im Cineplex Marburg mit dem Vortrag "Wirtschaften fürs Gemeinwohl – Wie geht das?" von Christian Felber eröffnet.
Für die darauffolgenden zwei Konferenztage mit Diskussionen, Workshops und interaktive Vorträge auf dem Hofgut Fleckenbühl ist eine Anmeldung erforderlich unter www.nachhaltigkeitsregion-marburg-biedenkopf.de. Dort gibt es auch umfangreiche Infos zum Programm.
Während des Konferenzwochenendes wird ein kostenfreier Bus-Shuttle zwischen Marburg, Cölbe, Kirchhain und dem Hofgut Fleckenbühl an. Und zwar klimaneutral: Im Anschluss an die Konferenz berechnen und kompensieren die Veranstalter den CO2-Ausstoß.
Marburg
Vortrag über "Reichsbürger"
Die Szene der so genannten "Reichsbürger" beleuchtet der Jurist Reinhard Neubauer in einem Vortrag am 23. Oktober im Stadtverordnetensitzungssaal. Beginn ist um 19 Uhr.
Zu den Ideologien, die die Anhänger der "Reichsbürger" vertreten, gehören Verschwörungstheorien sowie Elemente des Rechtsextremismus, Geschichts­re­vi­sionismus und die Leugnung des Holocaust. Die "Reichsbürger" und die ihr zuzurechnenden Gruppierungen bestreiten die Existenz der Bundesrepublik Deutschland als legitimer und souveräner Staat. Mit dieser Begründung ver­weigern sie unter anderem das Zahlen von Steuern. Dabei führen sie an, das Deutsche Reich bestehe weiterhin fort – gemäß ihrer Ideologie entweder in den Grenzen des Deutschen Kaiserreichs oder in denen von 1937. Neubauer be­richtet in seinem Vortrag über Fälle aus dem Behördenalltag. Er gibt Hinweise, wie der "Reichsbürger"-Szene argumentativ entgegengetreten werden kann und wie mit ihren Bedrohungen umzugehen ist.
Reinhard Neubauer kam 1978 zum Jurastudium nach Marburg und war in Fachschaft und AStA engagiert. Seit 1990 ist er Justitiar in der Verwaltung des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Er wurde seit 2004 mit stark steigender Frequenz beruflich mit "Reichsbürgern" konfrontiert. Neubauer wird über Fälle aus dem Behördenalltag berichten und dabei Hinweise geben, wie der "Reichsbürger"-Szene argumentativ entgegengetreten werden kann.
 
Burgwald
Burgwald-Ausflug
Foto: Andreas
Hermsdorf /
Pixelio.de
Die Kreisvolkshochschule (vhs) bietet am Sonntag, 22. Oktober, eine Radtour "mit Mehrwert" in den herbstlichen Burgwald an. Die Gruppe wird geführt von Roland Schmidt, langjähriger ehrenamtlicher Radtourenleiter des Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Clubs. Die Tour beginnt am Birken­bring­häuser Bahnhof. Von dort aus geht es über Wolkersdorf und die Teerhütte, über Willersdorf weiter nach Rosenthal. Anschließend wird das alte Ordensgut Merzhausen passiert und der Mönchswald durchquert. In Bracht kommt die Tour-Gruppe ins Rote-Wasser-Tal. Es führt die Gruppe nach Schönstadt und zu einer Einkehr in Fleckenbühl. Gestärkt radelt die Gruppe an Ohm und Lahn entlang zurück nach Marburg.
Treffpunkt ist am Sonntag, 22. Oktober, um 10:00 Uhr der Hauptbahnhof Marburg. Es folgt die gemeinsame Zugfahrt nach Birkenbringhausen, wo die Tour um 11:15 Uhr startet. Die Tour endet etwa um 17:00 Uhr wieder in Marburg. Die Tourlänge ist mir rund 40 Kilometern für Kinder ab 10 Jahre geeignet. Die Route ist mit Schwierigkeitsgrad 2 eingestuft worden (zwei kleine und ein mittlerer Anstieg). Die Teilnehmergebühren betragen 12 Euro.
Infos und Anmeldung unter der Telefonnummer 06421/405-6710 oder online unter www.vhs.marburg-biedenkopf.de.