Dienstag, 26. März 2019
Marburg
Taxen- und Mietwagenfirmen kontrolliert
In einer groß angelegten Aktion sind vergangene Woche in Marburg Taxen- und Mietwagen-Unternehmen kontrolliert worden. An der Aktion zur Verbesserung der Verkehrs­sicherheit waren die Stadt Marburg, die Polizei, das Haupt­zollamt Gießen sowie die Hessische Eichdirektion beteiligt.
Eine zentrale Kontrollstelle für Taxis und Mietwagen hatten die Behörden am Donnerstag, 14.3., von 8 bis 14.30 Uhr in der Ernst-Giller-Straße eingerichtet. Weitere Kontrollstellen gab es im Lauf des Vormittags auch im Bereich Frauenbergstraße sowie in der Baldingerstraße (Uniklinikum). Insgesamt überprüften die Behörden 44 Taxis und Mietwagen samt Fahrerinnen und Fahrer. Darüber hinaus gab es Kontrollen in 27 Ge­werbebetrieben.
Dabei wurden verschiedene Verstöße festgestellt: abgelaufene Eichung von Taxametern sowie falsche Software, abgelaufene Genehmigung zur Personen­be­förderung, Fahrten ohne Genehmigung zur Beförderung von Personen von nicht ortsansässigen Unternehmen, Verstöße gegen sozial­ver­sicherungs­pflich­tige Vorschriften, Verstöße gegen das Mindestlohngesetz, Verdachtsfall auf Leistungsbetrug, Fehlen von Genehmigungsurkunden oder Fahrzeugscheinen, nicht funktionierende Alarmanlagen, fehlende oder abgelaufene Verbands­kästen, Fehlen von Warnwesten und Warndreiecken, mehrere Gurtverstöße.
Ob und in welchen Fällen Bußgeldverfahren eingeleitet werden, prüfen die be­teiligten Behörden jeweils in ihrer Zuständigkeit. Eine detaillierte Auswertung soll demnächst erfolgen.
 
Marburg
2000 pendeln nach Frankfurt
Nach der jüngsten Pendlerstatistik der Marburger Agentur für Arbeit gibt es 23.250 Pendler in der Region, die jeden Tag zur Arbeit in einem anderen Landkreis fahren. So pendeln knapp 5.500 Menschen aus der Region für ihren Job nach Gießen, mehr als 2.000 sogar nach Frankfurt. Gut 1.900 Marburger haben ihren Arbeitsplatz im Landkreis Waldeck-Franken­berg, 1.000 pendeln in den Schwalm-Eder-Kreis.
Dem stehen fast ebenso viele Einpendler gegenüber – knapp 21.000. Darunter sind zahlreiche Menschen aus dem Raum Gießen (rund 3700) und dem Lahn-Dill-Kreis (rund 2.400). Gut 3.000 Menschen kommen jeden Tag aus dem Schwalm-Eder-Kreis und rund 2300 Menschen aus dem Kreis Waldeck-Franken­berg.
 
Marburg
Neubau für Kinder- & Jugendpsychiatrie
Die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Marburger Ortenberg wird neu gebaut. Das Konzept stellte die kaufmännische Ge­schäfts­führerin des Uni-Klinikums Marburg, Sylvia Heinis, kürzlich vor. Ab August sollen die beiden neuen Gebäude in T-Form mit drei bis vier Stockwerken an der Schützenstraße errichtet werden. Sie umfassen 77 Betten, 23 tagesklinische Plätze und die Ambulanzen. Sie sollen 2021 bezogen werden. Das Gelände wurde bereits gerodet.
Die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist bislang auf sieben Gebäude verteilt. Auch die Aufteilung der Stationen mit Mehrbettzimmern ohne eigenes Bad entspricht nicht mehr den heutigen therapeutischen Konzepten. Der Neubau wird auf dem bisherigen Gelände gebaut, jedoch unterhalb der alten Gebäude. Dabei steigt die Zahl der Parkplätze von 83 auf 117.
 
Marburg
Landkreis sucht Pflegeeltern
Der Pflegekinderdienst des Landkreises Marburg-Biedenkopf sucht Familien, Paare, Ehepaare und Einzelpersonen, die sich vorstellen können, ein fremdes Kind in ihren Haushalt aufzunehmen. Alle Pflegeeltern werden durch eine Schulung für die Aufnahme eines fremden Kindes vorbereitet und im Rahmen von regelmäßiger Fortbildung begleitet. Daneben nehmen alle Pflegekinder an regulären Hilfeplanungen teil.
Krankheiten, Überforderung, fehlende Erziehungsfähigkeit und vieles mehr führen in einer Familie oftmals dazu, dass Kinder vorübergehend oder dauer­haft nicht mehr in ihrer Familie leben können. Viele Pflegekinder kommen aus belasteten oder zerrütteten Familien. In ihrem bisherigen Leben haben sie nicht genügend Schutz und Geborgenheit erfahren.
"Für unsere Pflegekinder brauchen wir gut geschulte und dadurch gut vor­be­rei­tete Familien, die Zuwendung, Toleranz, Geduld und vor allen Dingen Ein­fühl­ungs­ver­mögen als Kernkompetenzen mitbringen", sagt Landrätin Kirsten Fründt. "Eine Pflegefamilie ist, wenn alle anderen Unterstützungsmöglichkeiten im Elternhaus nicht greifen, eine gute, sichere und vor allen Dingen wertvolle Alternative", ergänzte Uwe Pöppler, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales. "Der persönliche und direkte Kontakt zu unseren Pflegefamilien ist uns besonders wichtig".
Interessierte, die mehr zur Aufnahme eines Pflegekindes erfahren möchten, melden sich bei Ilona Mönninger-Somogyi unter der Telefonnummer 06421/ 405-1431 oder per E-Mail: moenninger-somogyiI[at]marburg-biedenkopf.de.
Marburg
Bakterien in Biofilmen
Foto: MPI
Marburg
Die meisten Bakterien leben in engen Gemeinschaften, den Biofilmen. Wie sich die Zellen je nach Umweltbedingungen und zellulären Eigenschaften in Biofilmen organisieren, erforscht Prof. Knut Drescher vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie und der Philipps-Universität in Marburg. Der Physiker und Mikrobiologe entschlüsselt interdisziplinär und quantitativ die Wechselwirkungen in Biofilmen. Für seine Arbeiten hat er den Forschungspreis 2019 der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) erhalten. Die VAAM verlieh diese mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für heraus­ragende aktuelle Arbeiten auf dem Gebiet der Mikrobiologie am 17. März im Rahmen ihrer Jahrestagung in Mainz.
Drescher leitet seit 2014 die Forschungsgruppe Bakterielle Biofilme am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg und ist seit 2015 Professor für Biophysik an der Philipps- Universität.
 
Marburg
Zusammen statt allein
"Zusammen ist man weniger allein" ist das Motto der nächste Single-Party für Menschen mit Behinderungen, die der fib e.V. Marburg veranstaltet. Die Party steigt am 21. März ab 19 Uhr in der Waldgaststätte Spiegelslust.
Die Besucherinnen und Besucher der Party erwartet ein Abend mit Tanz, Musik und netten Bekanntschaften. Für das leibliche Wohl ist wie immer gesorgt.
Es wird ein Fahrdienst zur Bushaltestelle zur Verfügung gestellt (Kontakt:0173-3202879). Der Eintritt kostet 3,50 Euro (Begleitpersonen frei).
 
Marburg
Alte Grenze entdecken
Die Volkshochschule (vhs) des Landkreises Marburg-Biedenkopf bietet am Sonntag, 24. März 2019, von 10 bis 18 Uhr eine geführte Wanderung entlang der alten Grenze zwischen der Landgrafschaft Hessen-Kassel und dem Großherzogtum Darmstadt. Der Treffpunkt ist in Marburg auf dem Parkplatz "Afföllerwiesen", auf der Höhe des ehemaligen Gaswerkes. Die Teilnahme kostet acht Euro.
Mehr als zweihundert Jahre trennte eine Grenze die Landgrafschaft Hessen-Kassel vom Großherzogtum Darmstadt. Endgültig festgelegt nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde sie um 1650 mit Grenzsteinen markiert. Viele davon sind inzwischen wieder entdeckt und freigelegt worden.
Die Wandergruppe wird den Verlauf dieser Grenze und ihre Auswirkungen im Alltag der damals Lebenden in mehreren, aufeinanderfolgenden Tages­wanderungen abschnittsweise kennenlernen. Der Streckenverlauf geht vom Salzbödetal aus nordwärts durchs Gladen­bacher Bergland, östlich an Gladen­bach vorbei und zum Rimberg, jenseits der Lahn dann in Richtung Engelbach, Fronhausen, Allendorf (Eder) und bis östlich von Bromskirchen.
Eine Anmeldung online ist unter www.vhs.marburg-biedenkopf.de oder bei der vhs-Geschäftsstelle Marburg Land, Telefon: 06421 405-6710, möglich aber nicht erforderlich. Fragen zur Tour-Strecke beantwortet Tourenleiter Roland Schmidt unter der Telefonnummer 0162 3066251 oder per E-Mail unter romath[at]gmx.de.