Dienstag, 14. August 2018
Marburg
Grillen & offenes Feuer verboten
Wegen der anhaltenden Hitze und großen Trockenheit steigt die Gefahr von Wald- und Wiesenbränden. Deshalb hat die Stadt Marburg entschieden, das Grillen und offenes Feuer für die städtischen Park- und Grünanlagen, das städtische Waldgebiet und die städtischen Grillplätze ab sofort zu verbieten. Das Verbot gilt auch für fest eingerichtete Feuerstellen sowie mitgebrachte Holz- oder Kohlegrills. Es erstreckt sich zudem auf das Entzünden von Grills jedweder Art sowie das Anbrennen von Kerzen oder Kohlen zum Beispiel für Wasserpfeifen und ähnliches.
Auf den städtischen Flächen verboten sind zudem jegliche Handlungen, die zu Bränden führen könnten. Dazu gehört auch das Wegwerfen von glühenden Zigarettenstummeln, brennenden Streichhölzern sowie das Entsorgen von Asche oder Tabakresten, die ein Feuer entfachen könnten. Das Verbot ist laut dem Fachdienst Gefahrenabwehr der Stadt zunächst bis zum 31. August befristet.
Alle Bürger werden um besondere Vorsicht gebeten. Auch achtlos weggeworfene Glasflaschen oder Glasscherben sind eine Brandgefahr, da sie wie ein Brennglas wirken. Die Stadt Marburg bittet daher, keine Glasflaschen sowie generell keine brennbaren Gegenstände im Freien liegen zu lassen.
Die Stadt appelliert zudem an alle Erholungsuchenden sowie Spaziergängerinnen und Spaziergänger, die Zufahrtswege im Feld und auf Waldwegen frei zu halten – damit im Ernstfall auch große Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und der Rettungsdienste ausreichend Platz zur Durchfahrt haben.
 
Marburg
AG Freizeit
Zahlreiche Vereine, Organisationen und Einrichtungen der Wohlfahrtspflege haben dieser Tage Briefe von der Uni­ver­si­täts­stadt Marburg bekommen – mit der Zusage über ihre Zuschüsse für 2018. Insgesamt gibt die Stadt dieses Jahr über vier Millionen an Freie Träger in den Bereichen Soziales, Jugendhilfe, Familien, alte Menschen, Menschen mit Behin­derung, Gleichberechtigung, Migration, Wohnungslose und anderen Einrichtungen der Wohlfahrtspflege – angefangen von A wie die AG Freizeit bis Z wie zivilgesellschaftliche Initiativen für ältere Menschen.
So erhält die AG Freizeit zum Beispiel gut 105.000 Euro Zuschuss für ihre Arbeit in der Behindertenhilfe. Seit fast 40 Jahren bietet der Verein inklusive Aktivitäten zur Freizeitgestaltung für Jugendliche und Erwachsene an. Die Angebote richten sich vor allem an Menschen mit geistiger Behinderung, zu denen auch Menschen ohne Behinderung ausdrücklich willkommen sind. Zurzeit nutzen rund 120 Menschen aus Stadt und Landkreis die Angebote der AG Freizeit.
Der Großteil des städtischen Zuschusses ist für die allgemeine Arbeit der AG Freizeit vorgesehen. Zudem bekommt der Verein Geld für sein Projekt zur Prävention von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung.
 
Marburg
Japanische Märchenforscher
Bereits zum 25. Mal seit 1994 ist eine Gruppe von japanischen Märchen­forschern unter der Leitung von Prof. Toshio Ozawa Ende Juli in den Landkreis gekommen, um sich mit Otto Ubbelohdes Märchenzeichnungen zu be­schäf­ti­gen.
1992 hatte Professor Ozawa in Japan eine Märchen-Akademie gegründet, die mittlerweile mehrere Tausend Mitglieder in Japan zählt. Einmal im Jahr kommt er mit einer Gruppe nach Deutschland und folgt der Märchenstraße. Einer seiner Anlaufpunkte ist dann immer das Landratsamt in Marburg. Außerdem besucht die Gruppe den Rapunzelturm in Wetter-Amönau, der Ubbelohde als Motiv für das in Japan beliebte Rapunzel-Märchen diente, das Ubbelohde-Haus in Goßfelden und die Elisabeth-Kirche in Marburg.
"Die Märchen der Brüder Grimm und die Zeichnungen von Otto Ubbelohde sind eine kulturelle Brücke zwischen Deutschland und Japan", stellte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow fest, der die 63-köpfige Gruppe im Land­rat­samt begrüßte. Der große Bekanntheitsgrad, den die Märchen der Brüder Grimm in Japan innehaben, überrasche ihn immer wieder. Er dankte den Märchenforschern um Professor Ozawa dafür, dass sie dieses wichtige heimische Kulturgut weit über den Grenzen Deutschlands hinaus bekannt machen und pflegen.
 
Stadtallendorf
Bürgersprechstunde der Landrätin
Die nächste Bürgersprechstunde von Landrätin Kirsten Fründt ist am Dienstag, 4. September, in der Zeit von 17 bis 19 Uhr in der Außenstelle der Kreis­ver­waltung in Stadtallendorf.
"Ich möchte aus erster Hand erfahren, wo es unter Umständen Probleme gibt und wo der Landkreis entweder direkt Abhilfe schaffen oder zum Beispiel einen Prozess moderieren kann. Deshalb ist mir der direkte und persönliche Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sehr wichtig", betont Landrätin Kirsten Fründt. Im persönlichen Gespräch ließen sich häufig viele Dinge unkompliziert und schnell klären und Hintergründe erläutern.
Aus organisatorischen Gründen sind eine vorherige Anmeldung und die Nennung des Themas, über das man mit der Landrätin sprechen möchte, erforderlich. Anmeldungen telefonisch unter 06421/405-1212 und via E-Mail unter Buergersprechstunde[at]]marburg-biedenkopf.de.
Marburg
Bau-Azubis gesucht
Handwerker gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres haben Baufirmen im Landkreis Marburg-Biedenkopf noch 64 Ausbildungsplätze zu besetzen. In ganz Hessen zählt die Branche 1.352 freie Azubi-Stellen. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Die IG BAU beruft sich hierbei auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur. "Schulabgänger haben jetzt noch die Chance, kurzfristig einen Platz zu bekommen. Sei schlau, geh' zum Bau – das gilt heute genauso wie früher", sagt Doris Hammes von der IG BAU Mittelhessen mit Blick auf die Bezahlung und Karrierechancen in der Branche.
Nach einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zählen Bau-Azubis zu den Bestverdienern unter allen Auszubildenden. In diesem Jahr kam noch einmal ein monatliches Plus von 65 Euro dazu. So startet ein angehender Maurer oder Betonbauer nun mit 850 Euro pro Monat ins erste Lehrjahr. Im dritten Jahr sind es bereits 1.475 Euro. "Nach der Ausbildung können Gesellen eine lange Karriereleiter hinaufklettern – und es bis zum Polier oder Bauleiter bringen", sagt Gewerkschafterin Hammes. Der Fachkräftebedarf dürfte bei den heimischen Baufirmen in den nächsten Jahren weiter wachsen, schätzt Hammes.
Freie Ausbildungsplätze finden sich im Netz unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de oder www.bau-stellen.de.
 
Marburg
30 Mediziner beantragen Projektförderung
Gute Resonanz auf die 12. Ausschreibung der Marburger Von Behring-Röntgen-Stiftung: Rund 30 Wissenschaftler der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen haben die Gelegenheit genutzt, bis zum 31. Juli Anträge bei der Marburger Medizinstiftung einzureichen.
Die Stiftung unterstützt erneut zwei Schwerpunkte: Gemeinschaftsprojekte von Marburger und Gießener Forschern profitieren mit bis zu 300.000 Euro von der Stiftungsförderung. Für Einzelprojekte von Nachwuchswissenschaftlern, die nicht älter als 35 Jahre alt sind, werden maximal 200.000 Euro bewilligt.
Ein Wissenschaftlicher Beirat mit 16 Mitgliedern aus Deutschland und Österreich hat die Aufgabe, die Anträge zu bewerten. Die Entscheidungen werden im Dezember 2018 bekannt gegeben.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 hat die Von Behring-Röntgen-Stiftung rund 18 Millionen Euro für über 100 medizinische Forschungsprojekte mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren zur Verfügung gestellt.
 
Marburg
Architektur im Landratsamt
Unter dem Motto "Architektur im Landratsamt" gibt der Landkreis Marburg-Biedenkopf, vertreten durch seinen Fachdienst Bauen, Architekturstudierenden, Gelegenheit, ihre Abschlussarbeiten in der Kreisverwaltung auszustellen. Abgabetermin ist der 15. Oktober. Die Studierenden sollten aus dem Landkreis stammen oder dort ihren aktuellen Wohnsitz haben. Die Arbeiten sollen als Poster präsentiert werden und so für die Öffentlichkeit Einblicke in die Inhalte eines Architekturstudiums ermöglichen.
Die Poster sollten das Format 70 cm/100 cm (Breite/Höhe) haben. Darauf sollen die Abschlussarbeiten als Zeichnungen, Fotografien, Collagen oder Ähnlichem abgebildet sein. Jeder Student darf jeweils nur ein Poster unter Angabe des Verfassers, der Aufgabenstellung und der Hochschule einreichen. Bei großer Anzahl von Einsendungen behält sich der Kreis eine Auswahl vor.
Weitere Information beim Fachdienst Bauen, Telefon: 06421/405-1462 oder via E-Mail unter JeetunA[at]marburg-biedenkopf.de.