Dienstag, 11. Dezember 2018
Editorial | 8. Februar 2018

Liebeserklärung

Naturwunder Erde – Foto: Greenpeace-Mauthe

Für seine Fotoshow "Naturwunder Erde" ist er zweieinhalb Jahre um die ganze Welt gereist: Markus Mauthe hat die Spuren wilder Tiere in der Serengeti ver­folgt, Eisbären und Walrosskolonien in Spitzbergen fotografiert, sich durch den Amazonas-Regenwalds gekämpft und mit schwerer Fotoausrüstung Kletter­partien im Himalaya gemacht.

Sein Ziel: Die ökologische Vielfalt des Planeten mit der Kamera festzuhalten. Denn der Fotograf und Umweltaktivist ist überzeugt, dass die Zeit drängt. "Es ist nicht mehr fünf, sondern zwei vor Zwölf, die Menschheit muss ihren Lebens­stil jetzt ändern", sagt er. Seit er 2003 die Zusammenarbeit mit Greenpeace begann, gibt Mauthe seiner Arbeit als Botschafter für den Naturschutz einen tieferen Sinn: "Ich will zeigen, dass in unserer globalisierten Welt alles mit allem zusammenhängt, und dass es uns in Deutschland eben nicht egal sein kann, wenn in Brasilien ein Baum umfällt."

Der Fotograf formuliert mit seinen Bildern eine Liebeserklärung an die Erde und will für noch intakte Lebensräume und deren Bewohner begeistern. Am Dienstag, 13. Februar macht er das in seiner Show in Marburg, mehr über "Naturwunder Erde" im Thema der Woche.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Janine
Guldener
Andreas Rebers

Onkel Andi kommt, um mit dem Publikum Weihnachten zu feiern. Und er kommt nicht allein. Und Andreas Rebers bringt viele Freunde mit: den niedersächsischen Fliesenleger, Frau Flüchtling aus Syrien, Paddy O'Shonassey aus Irland und jede Menge Clowns, die uns das Leben schwer machen wollen. Aber es sollen auch selbst geschriebene Weihnachtslieder ge­schmet­tert werden, an die Kunst der Fuge von J.S. Bach er­in­nert und gute Fragen gestellt: Warum gibt es im Christentum nur Be­sche­rung und keine Beschneidung? Stimmt es, dass Salafisten in Deutschland Weih­nachts­geld bekommen und es sogar annehmen, ohne, dass sie sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen? Was wollen die Deutschen an den Feier­tagen wirklich? Weihnachten, das ist das Fest der Liebe, aber es wird eben auch zum Showdown für Junggesellen und Kleinfamilien, die sich in der Welt des Konsums nicht mehr zurechtfinden. Hier hilft oft nur ein gut gemachter Exor­zis­mus, und genau der wird an diesem Abend stattfinden. "Weihnachten mit Onkel Andi", eine kabarettistische Betrachtung des Weihnachtsfestes, wird beschert
Di 11.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Tim Ilskens
Jan Weiler

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Be­geis­te­rungs­fähig­keit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Natürlich spielt im dritten Teil von Jan Weilers Pubertier-Saga "Und ewig schläft das Pubertier" die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Haut­un­reinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese ver­fluch­te Pubertät eigentlich aufhört ...
Mi 12.12. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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