Montag, 25. September 2017
Editorial | 7. September 2017

Mörderische Landpartie

In der Fachwerkidylle wird es mörderisch – Foto: gemeinfrei

Ungünstig, wenn man als Kriminalhauptkommissar eine Angststörung hat. Kommissar Sörensen lässt sich deshalb von Hamburg ins kleine Kaff Katenbühl in Nordfriesland versetzen. Wo man es viel mehr mit der Angst bekommen kann, als in der Großstadt.

Wie es mit seinem ängstlichen Ermittler weitergeht, berichtet Krimiautor Sven Stricker in seiner Lesung beim Marburger Krimifestival.

Neunzehn Autoren sind zur 15. Auflage des Festivals eingeladen, das diesmal noch weitere Kreise zieht. Denn neu ist in diesem Jahr: Nicht nur in Marburg geben sich namhafte Krimiautoren die Ehre. Zusätzlich zu den Lesungen in Marburg, Michelbach und Ginseldorf finden auch Veranstaltungen in Kirchhain, Stadtallendorf, Rauschenberg, Biedenkopf und Ehringshausen (Homberg/Ohm) statt.

Mehr über den mörderischen Herbst im Marburger Land steht im Thema der Woche, mehr von Kommissar Sörensen erfahren Krimifans am 2. Oktober im TTZ.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Eke
Miedaner
Sunil Mann

Am Grab seines Vaters lernt Detektiv Vijay Kumar die seltsame Franziska Zehnder kennen. Sie ist auf der Suche nach Gaudenz Pfister, und Vijay findet heraus, dass dieser nach seiner Scheidung auf der Straße lebt – dabei hätte der Ex-Banker genug Geld für einen Neuanfang haben müssen. Dann überschlagen sich die Ereignisse ... Sunil Mann wurde als Sohn indischer Einwanderer im Berner Oberland geboren. Die Studiengänge Psychologie und Germanistik brach er erfolgreich ab. Zahlreiche seiner Kurzgeschichten wurden ausgezeichnet, und für sein Romandebüt "Fangschuss" wurde er mit dem Zürcher Krimipreis geehrt. Der Autor liest aus seinem aktuellen Roman "Gossenblues" am
Mo 25.9. | 20 Uhr | Marburg | TTZ
 
Tipp der Woche

Foto: Waggon-
halle
Max Goldt

Nach "Für Nächte am offenen Fenster" (2003), dem großen Band, der Max Goldts prachtvollste Texte bis zum Jahr 2002 enthält, versammelt sich hier das Schönste, Komischste und Erstaunlichste, das Max Goldt in den Jahren von 2003 bis 2014 schrieb und vorlas. Es ist einzigartig, wie Max Goldt höchste literarische Stilistik, satirische Schärfe, Gedankentiefe und Komik verbindet. "Max Goldt schreibt heute das schönste Deutsch aller jüngeren Autoren ... Die Heiterkeit und Stille, die diese Sprache ihren Lesern schenkt, liegt nicht nur im Humor; ebenso in einem freundlichen Abstandnehmen von den Aufdringlichkeiten einer Wirklichkeit, an der man sich besser seitlich vorbeidrückt." (Gustav Seibt) "Lippen abwischen und lächeln" heißt es
Mi 27.9. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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