Montag, 25. September 2017
Thema der Woche | 7. September 2017

Liste der Verdächtigen

Krimifestival vom 8.9. bis 7.10. im Marburger Land – Foto: Paul Schirnhofer

Grausame Morde, bedrohliche Stalker und Kommissare mit Angststörung: Bei der 15. Auflage des Marburger Krimifestivals wird es wieder mörderisch spannend – und zwar nicht nur in der Stadt Marburg, sondern auch in der Region. Denn zusätzlich zu den Krimifestival-Lesungen in Marburg, Michelbach und Ginseldorf finden diesmal auch Veranstaltungen in Kirchhain, Stadt­allen­dorf, Rauschenberg, Biedenkopf und Ehringshausen (Homberg/Ohm) statt. Auch der Kinderkrimi wird in diesem Jahr mit Schullesungen und zwei öffent­lichen Lesungen vertreten sein. Insgesamt sind 19 Krimiautoren eingeladen, darunter alte Bekannte wie Jan Seghers, Christina Bacher oder Anne Chaplet.

Eröffnet wird das Festival am Freitag, 8. September, im TTZ um 20 Uhr: Der Schirmherr des Festivals, der renommierte Schriftsteller und Drehbuchautor Friedrich Ani, liest aus seinen aktuellen Lieblingskrimis. Die Titel verrät Ani vorher nicht.

Der Münchner Autor ist eine feste Größe in der deutschen Krimilandschaft und ein guter Freund des Marburger Krimifestivals, das seine und zahlreiche weitere kriminalistische Meisterwerke seit mittlerweile 15 Jahren hochleben lässt.

Highlights aus dem Krimifestival-Programm:

Engelsschuld

Grausame Morde erschüttern in Emelie Schepps Krimi "Engelsschuld" die schwedische Stadt Norrköping. Dreimal wird der Sanitäter Philip Engström zu den Tatorten gerufen, dreimal kann er nichts mehr für die entsetzlich entstellten Opfer tun. Er erkennt, dass er den Ermordeten schon einmal begegnet ist – und er selbst das nächste Opfer sein könnte.
Emelie Schepp wuchs im schwedischen Motala auf. Nach einem preisgekrönten Theaterstück und zwei Drehbüchern verfasste sie ihren ersten Roman "Nebelkind". 2016 wurde sie mit dem "Crimetime Specsavers Award" ausgezeichnet und damit zur besten Spannungsautorin Schwedens gekürt.
Donnerstag, 14.9., 20.00 Uhr, TTZ Marburg

Bei aller Liebe

In Palermo wird in Petra Reskis "Bei aller Liebe" ein deutscher Staatsanwalt ermordet aufgefunden. Ermittlerin Serena Vitale will mit dem Fall nichts zu tun haben, schließlich nehmen afrikanische Schlepperbanden all ihre Zeit in Anspruch, denn am Elend der Flüchtlinge wollen viele verdienen. Doch der Staatsanwalt ermittelte in Deutschland gegen die Mafia, und Serena Vitale ist sonnenklar, dass es sich keinesfalls um ein Verbrechen aus Leidenschaft handelt. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich selbst in die Ermittlungen zu stürzen.
Donnerstag, 21.9., 20.00 Uhr, TTZ

Gossenblues

Unfall, Selbstmord oder Mord? Am Grab seines Vaters lernt Detektiv Vijay Kumar in Sunil Manns "Gossenblues" die seltsame Franziska Zehnder kennen. Sie ist auf der Suche nach Gaudenz Pfister, und Vijay findet heraus, dass dieser nach sei- ner Scheidung auf der Straße lebt – dabei hätte der Ex-Banker genug Geld für einen Neuanfang haben müssen. Dann überschlagen sich die Er­eig­nisse.
Sunil Mann wurde als Sohn indischer Einwanderer im Berner Oberland geboren. Die Studiengänge Psychologie und Germanistik brach er erfolgreich ab. Zahl­reiche seiner Kurzgeschichten wurden ausgezeichnet und für sein Romandebüt "Fangschuss" wurde er mit dem "Zürcher Krimipreis" geehrt.
Mo 25.9., 20.00 Uhr, TTZ Marburg

Der Gärtner war's nicht

In Tatjana Kruses Roman "Der Gärtner war's nicht" ermitteln die K&K-Schwes­tern: Konny und Kriemhild, beide über sechzig, führen nicht sonderlich erfolg­reich eine Pension in der Provinz. Eines Tages wird die Idylle durch einen Mord gestört – und die Schwestern entpuppen sich als wahre Meisterdetektivinnen.
Mittwoch, 27.9., 19.30 Uhr, Bürgersaal, Rathaus Kirchhain

Spreewaldtod

Ein Abend mit Mord und Musik mit Christiane und Eckhard Dieckerhoff: Ein Toter im Fließ stellt Klaudia Wagner in " Spreewaldtod" vor eine neue Heraus­forderung. Nach ihrem letzten Fall ist sie noch psychisch angeschlagen und hat Probleme, mit ihrem Kollegen zusammenzuar- beiten. Der Tote war ein Ernte­helfer und erste Spuren führen zu einem Gurkenbauern. Doch bald schon gibt es eine weitere Leiche und die Kommissarin droht in einem Strudel aus Intrigen unterzugehen.
Freitag, 29.9., 20.00 Uhr, Bürgerhaus Ginseldorf

Das komplette Programm mit Infos zu Autoren und Vorverkauf unter www.krimifestival-marburg.de

kro/pe

Tipp des Tages

Foto: Eke
Miedaner
Sunil Mann

Am Grab seines Vaters lernt Detektiv Vijay Kumar die seltsame Franziska Zehnder kennen. Sie ist auf der Suche nach Gaudenz Pfister, und Vijay findet heraus, dass dieser nach seiner Scheidung auf der Straße lebt – dabei hätte der Ex-Banker genug Geld für einen Neuanfang haben müssen. Dann überschlagen sich die Ereignisse ... Sunil Mann wurde als Sohn indischer Einwanderer im Berner Oberland geboren. Die Studiengänge Psychologie und Germanistik brach er erfolgreich ab. Zahlreiche seiner Kurzgeschichten wurden ausgezeichnet, und für sein Romandebüt "Fangschuss" wurde er mit dem Zürcher Krimipreis geehrt. Der Autor liest aus seinem aktuellen Roman "Gossenblues" am
Mo 25.9. | 20 Uhr | Marburg | TTZ
 
Tipp der Woche

Foto: Waggon-
halle
Max Goldt

Nach "Für Nächte am offenen Fenster" (2003), dem großen Band, der Max Goldts prachtvollste Texte bis zum Jahr 2002 enthält, versammelt sich hier das Schönste, Komischste und Erstaunlichste, das Max Goldt in den Jahren von 2003 bis 2014 schrieb und vorlas. Es ist einzigartig, wie Max Goldt höchste literarische Stilistik, satirische Schärfe, Gedankentiefe und Komik verbindet. "Max Goldt schreibt heute das schönste Deutsch aller jüngeren Autoren ... Die Heiterkeit und Stille, die diese Sprache ihren Lesern schenkt, liegt nicht nur im Humor; ebenso in einem freundlichen Abstandnehmen von den Aufdringlichkeiten einer Wirklichkeit, an der man sich besser seitlich vorbeidrückt." (Gustav Seibt) "Lippen abwischen und lächeln" heißt es
Mi 27.9. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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