Dienstag, 26. März 2019
Thema der Woche | 3. Januar 2019

In drei Tagen um die Welt

Planetview-Festival / 25. bis 27.1. im KFZ – Foto: Dirk Rohrbach

Mit dem Kanu durch Kanada und Alaska, dem Zug von Moskau nach Wladi­wostock und dem Drahtesel aus der DDR durch 60 Länder: Das Team von Planetview präsentiert mit der 14. Ausgabe des Marburger Lichtbildfestivals wieder ein Fest der mitreißenden Bilder und Geschichten. Profi-Fotografen stellen an drei Tagen auf Großbildleinwand ihre Reisereportagen vor. "Bei den diesjährigen Veranstaltungen ist für alle etwas dabei: für Jung und Alt, für Natur- und Outdoor-Begeisterte, für Fahrradfahrer und Wanderer, für Foto- und Kulturinteressierte", sagt Planetview-Organisator Geert Schroeder. Das Programm:

Transsib – Wodka Weite Abenteuer

Die Transsibirische Eisenbahn ist mit knapp 9300 Kilometern die längste Eisen­bahn­strecke der Welt, mit mehr als 400 Bahnhöfen zwischen Moskau und Wladi­wostock am Pazifik. Holger Fritzsche nimmt sein Publikum mit auf seiner Tour durch den größten Flächenstaat der Erde. Unterwegs besucht er Scha­ma­nen, macht Ausflüge in die Taiga und die mongolische Steppe. Er nimmt sich Zeit für den Baikalsee und dessen Küsten, reist über die Mongolei weiter bis in die Hauptstadt Chinas, nach Peking.

Fritzsche: "Russland ist weit davon entfernt, paradiesisch zu sein, es ist ein schwieriges Reiseland für Leute, die ausschließlich Erholung suchen. Es ist keine Perle, die für wenig Geld maximalen Luxus bietet. Russland ist eher eine unsortierte Schatzkiste mit einer zuweilen etwas lieblosen Verpackung. Aber wer sich ein wenig Mühe gibt und darunter schaut, findet das, was dieses Land liebenswert macht: die Authentizität und die Herzlichkeit hinter der rauen Fassade der Menschen, die unfassbar große Ausdehnung unberührter Natur."

Fr 25.1. 19.30 Uhr, KFZ

Fünf Jahre um die Welt

1989. Die Mauer fällt. Axel Brümmer und Peter Glöckner interessiert "Begrüßungsgeld" nicht. Sie wollen die Welt selbst begrüßen und fahren auf ihren klapprigen DDR-Fahrrädern los. Das Abenteuer beginnt ...

Brümmer und Glöckner zeigen in ihrer Lichtbildshow die besten Bilder und erzählen die unvergesslichsten Geschichten, die sie von ihrer mehrjährigen spektakulären Weltreise auf dem Fahrrad mitgebracht haben. Über 80.000 Kilometer waren sie unterwegs, radelten durch sechs Kontinente und 60 Länder.

Spannend, mitreißend und humorvoll erzählen sie ihre Erlebnisse, mit beein­druckenden Fotos von Alaska im Sommer, klirrender Kälte in Nordchina, den Amazonas-Indianern, den Nachfahren der Kopfjäger von Borneo, Las Vegas' glitzerndem Reichtum, der Stille und Weite der Wüste, untermalt mit der jeweils landestypischen Musik.

Sa 26.1. 16.00 Uhr, KFZ

Kanada und Alaska

Dirk Rohrbach nimmt uns mit tief in die Wildnis Nordamerikas: Über 3.000 Kilometer fließt der Yukon durch eine unberührte Natur, in der der einsame Reisende Bären, Lachse und Adler trifft. Rohrbach baut sich ein traditionelles Birkenrindenkanu und steigt von Alaska zu den Bergseen auf, die später zum Yukon werden.

In Alaska ist der Yukon von einem reißenden Fluss zu einem kilometerbreiten Strom geworden, der durch die Sümpfe mäandert. An seinen Ufern leben Elche, Wölfe und in einsamen Fischerdörfern die Nachfahren der amerikanischen Ur­ein­wohner. Rohrbach begegnet Jägern, Fischern und Häuptlingen und lernt so eine raue und atemberaubend majestätische Welt kennen.

Sa 26.1. 20.00 Uhr, KFZ

Die Kanaren

Sieben Inseln, sieben Welten: Filmemacher Stefan Erdmann kommt mit seiner brandneuen Reisereportage über die Kanaren nach Marburg. "Jeder der sieben kanarischen Inseln ist eine Welt für sich, mit ihrem ganz eigenen Charme und Charakter", sagt Erdmann. "Gern tauche ich ein in die Kulturlandschaften, von denen die nächste Naturschönheit oft nur einen Steinwurf entfernt ist."

Die Gastfreundlichkeit der Menschen und die eindrucksvollen Landschaften haben Erdmann tief beeindruckt, fasziniert und inspiriert. Erdmann: "Die Kanarischen Inseln sind zweifelsohne ein Archipel der Sehnsucht, sind Inseln des ewigen Frühlings."

So 27.1. 16.00 Uhr, KFZ

Island

Stefan Erdmann war mehr als 30.000 Kilometer in allen Regionen Islands mit dem Geländewagen unterwegs, flog hunderte Kilometer in einem Ultraleicht-Flugzeug über die Insel und erwanderte über viele Tage das Hochland zu Fuß. Erdmann erlebte die "Insel aus Feuer und Eis" in atemberaubenden und inten­siven Momenten. Ein "Best-of" dieser Aufnahmen hat er in seiner Lichtbildshow zusammengestellt.

Mit seinen einfühlsamen Kommentaren schafft er es, die Zuschauer an seiner Reise teilhaben zu lassen.

So 27.1. 20.00 Uhr, KFZ

Fotoworkshop mit Peter Giefer

"Im Großstadt-Dschungel, in der Wildnis der Berge, Steppen oder Wüsten: die Kamera sollte auf Reisen immer mit dabei sein", sagt Peter Giefer. Aber wie fängt man seine Motive optimal ein? Wie bereitet man sich vor, damit man im richtigen Moment bereit ist und das Bild machen kann? Und welche Foto­aus­rüstung passt am besten ins Reisegepäck? Alles fragen, die Fotograf Peter Giefer in seinem vierstündigen Reisefotografie-Workshop ausgiebig be­ant­wortet.

So 27.1. 11.00 Uhr, KFZ

kro/pe

Tipp des Tages

Japanic

Foto: J.I.M.
Aki Takase, preisgekrönte Pianistin und Komponistin, zeigt mit ihrem neuen Quintett Japanic, dass Jazz nichts von seiner Dynamik, Spielfreude und Spaß verloren hat. Mit ihren jungen Kollegen Daniel Erdmann am Saxophon, DJ Illvibe an den Turntables, Johannes Fink am Bass und Dag Magnus Narvesen am Schlagzeug hat sie sich profunde und experimentierfreudige Musiker an ihre Seite geholt, um neue musikalische Welten zu bereisen. "Freiheit und Form sind für Aki Takase keine Gegensätze, sondern miteinander verwobene Ebenen ihrer Musik, die zudem durch einen ihr eigenen Humor besticht – jenseits jeglicher Effekthascherei,", lobt die Laudatio zum Jazz Preis Berlin 2018. Also kein "funny smelling jazz", aber eine Tour de Force mit neuen und aufregenden Kompositionen, zu denen jeder etwas beisteuert. Jazz, der alle Generationen anspricht und so manch junger Band das Fürchten lehrt.
Di 26.3. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Tipp der Woche

Japanic

Foto: J.I.M.
Aki Takase, preisgekrönte Pianistin und Komponistin, zeigt mit ihrem neuen Quintett Japanic, dass Jazz nichts von seiner Dynamik, Spielfreude und Spaß verloren hat. Mit ihren jungen Kollegen Daniel Erdmann am Saxophon, DJ Illvibe an den Turntables, Johannes Fink am Bass und Dag Magnus Narvesen am Schlagzeug hat sie sich profunde und experimentierfreudige Musiker an ihre Seite geholt, um neue musikalische Welten zu bereisen. "Freiheit und Form sind für Aki Takase keine Gegensätze, sondern miteinander verwobene Ebenen ihrer Musik, die zudem durch einen ihr eigenen Humor besticht – jenseits jeglicher Effekthascherei,", lobt die Laudatio zum Jazz Preis Berlin 2018. Also kein "funny smelling jazz", aber eine Tour de Force mit neuen und aufregenden Kompositionen, zu denen jeder etwas beisteuert. Jazz, der alle Generationen anspricht und so manch junger Band das Fürchten lehrt.
Di 26.3. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
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