Dienstag, 23. Oktober 2018
Editorial | 1. März 2018

Von Freundschaft und Hoffnung

Ahmad & Knecht am 16. März in der Lutherischen Pfarrkirche

Es ist eine ganz besondere Zusammenarbeit: Der Kasseler Pianist Edgar Knecht, für seine Volksliedbearbeitungen gefeiert, begegnet mit seinem virtuosen Trio dem palästinensisch-syrischen Sänger und Pianisten Aeham Ahmad.

Ahmad ist als "Pianist aus den Trümmern" weltweit bekannt geworden, der aus dem Syrien-Krieg Bilder rund um den Globus sandte, die den Atem stocken ließen.

In die Straßen des völlig zerbombten syrischen Flüchtlingslagers Jarmuk zog er Tag für Tag sein Piano auf einem Rollenträger, um der Hoffnungslosigkeit des Kriegs, die Trost spendende Stärke der Musik entgegenstellen zu können.

Edgar Knecht wiederum hat sich auf einzigartige Weise mit Volksliedern seiner deutschen Heimat auseinandergesetzt, sie gründlich entstaubt und lässt sie in seinen Bearbeitungen wieder strahlen.

So verschmelzen beim Zusammenspiel von Ahmad und Knecht syrischer Gesang mit deutschem Volkslied, arabische Rhythmen mit Jazz und Latin zu mitreissenden Kompositionen. Und das Konzert am 16. März in der Lutherischen Pfarrkirche ist auch ein eindrucksvolles Statement – für die Freundschaft und gegen Krieg, Verfolgung und Hass.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
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