Dienstag, 23. Oktober 2018
Editorial | 15. Februar 2018

Strahlende Sonne

Helau again – Foto: Michael Arlt

... blinzelt vom blaugeputzten Himmel, eine begeistere Menschenmenge wogt fröhlich und friedlich am Straßenrand. Der schier endlose Zug phantasievoll ge­stal­teter Motivwagen setzt einen originellen Höhepunkt nach dem anderen.

Von den buntgeschmückten Wagen der Karnevalsgesellschaften regnet es erlesene Köstlichkeiten, raffinierte Unterhaltungselektronik und hochwertiges Kinderspielzeug. An den Freigetränkeständen fließen Caipirinha und cremige Milkshakes in Strömen. Musik! Die Luft vibriert von den Samba-Rhythmen der zahllosen Trommelgruppen, die Blaskapellen überbieten sich gegenseitig mit Mardi-Gras-Klassikern, Dancefloor-Beats fahren in Bein und Bauch. Dazu ein Feuerwerk der Farben und Formen, wenn gewagt gewandete Tanzgruppen langbeinig und leichtfüßig vorbeistolzieren.

Und dann schwebt aus einer dieser Gruppen die langbeinigste und leicht­füßigste und bezauberndste aller Samba-Elfen auf dich zu, schaut dir tief in die Augen und rülpst auf Hessisch: "10 nackte Frisösen, mit richtig feuchten Haaren!" Und plötzlich bist du wach. Und alles ist ganz anders. Denn du stehst wieder auf dem Marburger Rosenmontagszug. Und die Samba-Elfe ist ein zotteliger Nachzügler mit schwankendem Gang und schwerer Schnapsfahne.

Und es ist kalt.

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
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