Dienstag, 26. März 2019
Editorial | 25. Oktober 2018

Sie sind laut,

Ohne Gedöhns, ohne Worte – Foto: Pixabay

... sie stinken, und sie haben einen eher zweifelhaften Nutzen für die Mensch­heit – "Kenne ich", werden Sie spontan einwerfen, "Männer!". Nicht ganz, muss ich korrigieren, aber eines ihrer Spielzeuge. "Oh nein, ist es schon wieder soweit? Sie meinen doch nicht etwa ..." Allerdings, ganz recht, ich meine Laubbläser.

Denn, machen wir uns nichts vor, der Sommer ist vorbei, und kaum dass im stillen Reich der Bäume und Sträucher die letzten Früchtchen fallen, die ersten Blättchen sich kräuseln, werden diese besonders widerlichen Vasallen des weitverzweigten Terrornetzwerkes Lärm & Gestank aus dessen Schreckens­arsenalen ans Tageslicht gezerrt. Und in einen schändlichen Einsatz geschickt gegen Beschaulichkeit und gesunden Menschenverstand.

Gar nicht so selten bereits zu kleineren Stoßtrupps zusammengestellt, kann man sie nun also wieder bei ihrem unrühmlichen Geschäft beobachten – wie sie Kleinstlebewesen vernichten, Feinstaub und Hundedreck aufwirbeln, fleißig Stickoxide und Kohlenwasserstoffe produzieren und dabei ihre Umgebung mit jener nervtötenden Lärmglocke bedröhnen ... Mist, überflüssiger. Rechen und Besen wären's gewesen. J'accuse ...!

Michael Arlt

Tipp des Tages

Japanic

Foto: J.I.M.
Aki Takase, preisgekrönte Pianistin und Komponistin, zeigt mit ihrem neuen Quintett Japanic, dass Jazz nichts von seiner Dynamik, Spielfreude und Spaß verloren hat. Mit ihren jungen Kollegen Daniel Erdmann am Saxophon, DJ Illvibe an den Turntables, Johannes Fink am Bass und Dag Magnus Narvesen am Schlagzeug hat sie sich profunde und experimentierfreudige Musiker an ihre Seite geholt, um neue musikalische Welten zu bereisen. "Freiheit und Form sind für Aki Takase keine Gegensätze, sondern miteinander verwobene Ebenen ihrer Musik, die zudem durch einen ihr eigenen Humor besticht – jenseits jeglicher Effekthascherei,", lobt die Laudatio zum Jazz Preis Berlin 2018. Also kein "funny smelling jazz", aber eine Tour de Force mit neuen und aufregenden Kompositionen, zu denen jeder etwas beisteuert. Jazz, der alle Generationen anspricht und so manch junger Band das Fürchten lehrt.
Di 26.3. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Tipp der Woche

Japanic

Foto: J.I.M.
Aki Takase, preisgekrönte Pianistin und Komponistin, zeigt mit ihrem neuen Quintett Japanic, dass Jazz nichts von seiner Dynamik, Spielfreude und Spaß verloren hat. Mit ihren jungen Kollegen Daniel Erdmann am Saxophon, DJ Illvibe an den Turntables, Johannes Fink am Bass und Dag Magnus Narvesen am Schlagzeug hat sie sich profunde und experimentierfreudige Musiker an ihre Seite geholt, um neue musikalische Welten zu bereisen. "Freiheit und Form sind für Aki Takase keine Gegensätze, sondern miteinander verwobene Ebenen ihrer Musik, die zudem durch einen ihr eigenen Humor besticht – jenseits jeglicher Effekthascherei,", lobt die Laudatio zum Jazz Preis Berlin 2018. Also kein "funny smelling jazz", aber eine Tour de Force mit neuen und aufregenden Kompositionen, zu denen jeder etwas beisteuert. Jazz, der alle Generationen anspricht und so manch junger Band das Fürchten lehrt.
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