Mittwoch, 16. Januar 2019
Thema der Woche | 25. Oktober 2018

Zehn für Marburg

Die Landtags-Kandidaten im Wahlkreis im Schnelldurchlauf

Hessen sei nicht Bayern, diese Aussage hört man in den letzten Tagen bei den Wahlkämpfern gleich mehrerer Parteien. Und das wollen wir doch auch hoffen. Aber klar ist: Das Ergebnis der Landtagswahl in Bayern hat im Wahl­kampf­end­spurt der Parteien so einiges durcheinandergewirbelt.

Die Ausgangslage in Marburg: Bei der letzten Landtagswahl 2013 holte die SPD im Wahlkreis Marburg-Biedenkopf II, zu dem auch die Stadt Marburg gehört, 42,3 Prozent der Gesamtstimmen und damit das stärkste Ergebnis. Die CDU kam mit 35,3 Prozent in dem Wahlkreis mit knapp 100.000 Wahlberechtigten auf den 2. Platz. An dritter Stelle folgten die Grünen mit 9,5 Prozent, danach Die Linke (5,9 Prozent), die AfD (2,5 Prozent), die FDP (1,9 Prozent), die Pi­ra­ten­partei (1,8 Prozent), Die Partei (0,6 Prozent) und die APPD (0,2 Prozent).

Zu den Erststimmen: Zehn Bewerber kämpfen bei der Wahl am 28. Oktober im Wahlkreis Marburg-Biedenkopf II um das Direktmandat. Seit der Landtagswahl 2008, also bei den letzten drei Landtagswahlen, hatte SPD-Kandidat Thomas Spies hier die meisten Erststimmen erhalten und damit das Direktmandat ge­won­nen.

Nach dem Ausscheiden von Spies aus dem Landtag durch seine Wahl zum Marburger Oberbürgermeister rückte Anfang Dezember 2015 Handan Özgüven für ihn in den Landtag nach. Die 45-jährige Juristin aus Stadtallendorf will für die SPD jetzt das Direktmandat verteidigen. Von der CDU tritt gegen sie Dirk Bamberger an. Der 45-jährige Sparkassen-Betriebswirt mit Wohnort Marburg bei der vergangenen Marburger Oberbürgermeisterwahl auch der OB-Kandidat der Christdemokraten. Direktkandidatin der Grünen ist die 36-jährige Psycho­login Angela Dorn, die in Marburg-Wehrda wohnt und 2009 über die Landes­liste der Grünen als damals jüngste Abgeordnete in den Landtag eingezogen war.

Für die Linke tritt Jan Schalauske an. Der 37 Jahre alte Politikwissenschaftler aus Marburg ist seit 2014 Landesvorsitzender der Linken und seit April 2017 Abgeordneter des Hessischen Landtags. Die 25-jährige Lisa Freitag will für die FDP in den Landtag einziehen. Die Studentin der Rechts- und Politik­wissen­schaften tritt als jungliberale Spitzenkandidatin auf Platz 12 der FDP-Landes­liste an. Jüngster Direktkandidat im Wahlkreis Marburg-Biedenkopf II ist der AfD-Kreisvorsitzende Eric Markert aus Kirchhain mit 21 Jahren, der ebenfalls studiert. Ebenfalls ein Studierender, Jannik Schestag, 23, aus Marburg, tritt für die Ödp als Kandidat an. Für die Piratenpartei will der 49-jährige Wissen­schaft­ler Michael Weber aus Marburg ins Parlament einziehen. René Sitt, 34 Jahre alt, wissenschaftlicher Mitarbeiter aus Marburg tritt für die APPD an. Für Die Partei bewirbt sich schließlich der 25-jährige Student Nico Weisenfeld, ebenfalls aus Marburg.

Den Wahlabend verfolgen
Die Ergebnisse der Landtagswahl am 28. Oktober werden vom Hessischen Statistischen Landesamt am Wahlabend unter www.statistik.hessen.de präsentiert. Die Ergebnisse der Wahlkreise, der Gemeinden sowie der Landkreise und der kreisfreien Städte werden laufend aktualisiert und stehen in Form von Tabellen und Grafiken zum Abruf bereit. Erste Gemeindeergebnisse werden gegen 19 Uhr erwartet, erste Wahlkreisergebnisse ab 20 Uhr und das vorläufige Landesergebnis gegen 24 Uhr. Die Ergebnisse der Volksabstimmungen werden dem Statistischen Landesamt in der Wahlnacht nicht vollständig vorliegen. Der Grund: Mit der Ermittlung und Feststellung der Abstimmungsergebnisse für die Volks­ab­stim­mungen darf in den Wahllokalen erst begonnen werden, wenn das Ergebnis der Landtagswahl festgestellt
Ergebnis der Landtagswahl 2013
Stärkste Partei bei der hessischen Landtagswahl im Jahr 2013 war die CDU mit 38,3 Prozent der Stimmen. Mit 30,7 Prozent landete die SPD auf Rang 2. Die Grünen, holten 11,1 Prozent der Stimmen. Die Linke zog mit 5,2 Prozent in den Landtag ein, die FDP mit 5,0 Prozent.
Die Wahlbeteiligung lag 2013 bei 73,2 Prozent.

Georg Kronenberg

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