Freitag, 19. Oktober 2018
Editorial | 26. Juli 2018

Handeln

Dem ist nichts hinzuzufügen – Foto: Kronenberg

Wenn Menschenleben in akuter Gefahr sind, muss gehandelt werden, muss alles getan werden, um Leben zu retten. Wenn zivile Seenotretter im Mittelmeer daran gehindert werden, Menschen vor dem Ertrinken zu retten, ist das unmenschlich und ein Skandal. "Unsere Humanität droht im Mittelmeer zu ertrinken", bringt das Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth auf den Punkt.

In einer Zeit, in der der Rechtspopulismus Erfolge feiert und die Europäische Union zunehmend auf eine menschenverachtende Abschottungspolitik setzt, gilt es dagegen Zeichen zu setzten – auch und gerade auf lokaler Ebene.

Ein solches Zeichen waren die Demonstrationen des Bündnisses "Seebrücke" in mehreren deutschen Städten am Wochenende. Das auch in Marburg 500 Menschen auf die Straße gegangen sind, um gegen das Sterben im Mittelmeer zu protestieren macht Mut, kann aber erst der Anfang sein.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Martin
Hutchinson
Martin Hutchinson

Singer/Songwriter Martin Hutchinson stammt aus einer musikalischen Familie im irischen County Kildare. Schon in jungen Jahren spielte er in der Familienband zunächst Akkordeon, dann zunehmend Gitarre. Später zog es ihn in die irische Folk- und Rockszene nach Dublin, bis er schließlich zunächst nach London aus­wan­derte. Heute lebt der Musiker in Utrecht, regelmäßig zieht es ihn aber zurück nach Irland, wo er immer wieder Inspiration für neue Songs findet. Seine Spiel auf der Stahlsaitengitarre ist geprägt durch ein klares Fingerpicking und bluesige Slides. Amerikanische Blueseinflüsse verbindet er mühelos mit irischer Folktradition. Seine warme, prägnante Stimme erlaubt Vergleiche, beispielsweise mit der Folklegende Christy Moore. Auf der Bühne gewinnt Martin Hutchinson sein Publikum schnell mit Charme und augenzwinkerndem Humor.
Fr 19.10. | 20 Uhr | Marburg | TurmCafé
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
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