Freitag, 19. Oktober 2018
Editorial | 19. Juli 2018

Volles Programm

Kurzfilm "Haram" bei Open Eyes – Foto: OpenEyes

Das alte Vorurteil, dass in der Sommerferienzeit in Mittelhessen nix los ist, stimmt auch dieses Jahr wieder nicht. So hat gerade im trauma das Kurz­film­festival OpenEyes begonnen – mit über 100 Filmen im Programm.

In der frisch sanierten Waggonhalle wird "Der Kontrabass" von Patrick Süskind aufgeführt. Im Pavillon am Spiegelslustturm sind Georg Schroeter und Marc Breitfelder zu Gast, die immerhin als erste europäische Musiker die Inter­na­tional Blues Challenge in Memphis gewonnen haben. Schauspielerin Magdalena Kaim erzählt im Alten Behring-Gutshof das Märchen Schneewittchen neu. Bei den Wetzlar Festspielen gastiert Helen Schneider, auf dem Lollarer Kirchberg am Wochenende das brillante Folk-Trio Moonshiner.

Politisch wichtig wird es am Wochenende: Das Bündnis "Seebrücke" organisiert am Samstag, 21.7., ab 17 Uhr vor dem Hauptbahnhof eine weitere Demon­stra­tion für Solidarität mit den Seenotrettern im Mittelmeer und sichere Flucht­wege. Motto: "Stoppt das Sterben – nicht die Retter*innen!"

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Martin
Hutchinson
Martin Hutchinson

Singer/Songwriter Martin Hutchinson stammt aus einer musikalischen Familie im irischen County Kildare. Schon in jungen Jahren spielte er in der Familienband zunächst Akkordeon, dann zunehmend Gitarre. Später zog es ihn in die irische Folk- und Rockszene nach Dublin, bis er schließlich zunächst nach London aus­wan­derte. Heute lebt der Musiker in Utrecht, regelmäßig zieht es ihn aber zurück nach Irland, wo er immer wieder Inspiration für neue Songs findet. Seine Spiel auf der Stahlsaitengitarre ist geprägt durch ein klares Fingerpicking und bluesige Slides. Amerikanische Blueseinflüsse verbindet er mühelos mit irischer Folktradition. Seine warme, prägnante Stimme erlaubt Vergleiche, beispielsweise mit der Folklegende Christy Moore. Auf der Bühne gewinnt Martin Hutchinson sein Publikum schnell mit Charme und augenzwinkerndem Humor.
Fr 19.10. | 20 Uhr | Marburg | TurmCafé
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Aktuelles Heft
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.
 
Kulturtipps 2018
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.
 
Ausgehen & Einkaufen
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.