Dienstag, 23. Oktober 2018
Editorial | 24. Mai 2018

Es raunte

Wernerkapelle zu Barach – Foto: Michael Arlt

... Freund Markus gestern Abend bei extrastarker Kola und Alsfelder Bier, als wir unsere Beine auf den noch warmen, sandigen Planken ausstreckten, Brisen die Wasser in Schüben kräuselten, der Himmelsbogen über Resten von gelb und violett sich tintig einschwärzte und die Enten, wie von einer sanften, gleichwohl gebieterischen inneren Unwucht erfasst, mal hierhin, mal dorthin paddelten.

Als gen Westen Farblichte im Samt der herabfallenden Nacht tanzten und die Lahn unter den noch warmen, sandigen Planken vor sich hin gluckste und schmatzte, im Astwerk der Bäume zur Linken das Silber des Sichelmondes zitterte und zur Rechten die Ruine der alten Brücke groteske Schattenspiele warf hinab in die dunklen Fluten:

"Sie sind wieder da ..." – "Wer denn?" "Die Eichenprozessionsspinner." "Das ist schlimm." "Ja." "Die Eichen leiden sowieso schon. Bei uns im Garten steht eine große Birke." ""Es trifft immer die Eichen. Und Allergiker. Aber es ist ein schönes Wort." "Das kannst Du laut sagen ... Eichenprozessionsspinner." – "Eichen­pro­zessions­spinner!"

Und wir lauschten und tranken aus.

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
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