Montag, 10. Dezember 2018
Editorial | 26. April 2018

Im Aufbruch

Symbol der Vorsicht und der schlaflosen Wachsamkeit

"Aufbruch der Zivilgesellschaft", so lautet der Titel einer neuen Serie, die der Marburger Express mit dieser Ausgabe startet. Die Redaktion will damit Initiativen von Bürgern portraitieren, die sich in vielfältiger Form für die Stadt einsetzen und sie verändern wollen. Sie sind so bunt wie die Stadt: Für eine Verkehrswende, gegen Windkraft, für Flüchtlinge, gegen Homophobie, für ein neues Wohnen, gegen die Einrichtung eines Großbordells, um nur einige Bei­spiele zu nennen. Manche bestehen schon viele Jahre und haben sich längst etabliert, andere kämpfen noch.

Normalerweise brauchen sie einen langen Atem – ebenso wie die Kraniche, die in unserem Serien-Logo über das Marburger Schloss ziehen. Die Zugvögel mit ihren lauten Rufen gelten als Symbol der Vorsicht und der schlaflosen Wach­sam­keit – auch das passt zu vielen Bürgerinitiativen.

Für Politiker und Verwaltungen sind sie oft nervende Verhinderungsallianzen. Aber auch darin liegt eine Chance, sagt die Marburger Politikprofessorin Ursula Birsl. Auf Seite 6 unserer Print-Ausgabe erklärt sie, warum Marburg so ein gutes Terrain für Bürger­initiativen ist, warum die Interessen von armen Menschen dabei leicht über­sehen werden und welche Schattenseiten das zivilgesellschaftliche Engagement hat.

Gesa Coordes

Tipp des Tages

© Warner Bros.
100 Dinge

Die Freunde Paul und Toni sind beide nach technischen Geräten, Accessoires und Kleidung süchtig. Dann veranstalten sie einen Wettstreit, wer länger ohne materiellen Besitz auskommt. Und werden mit existenziellen Fragen konfrontiert, die ihnen vorher nicht in den Sinn kamen. Film von Florian David Fitz.
Mo 10.12. | 20 Uhr | Marburg | Cineplex
 
Tipp der Woche

Foto: Tim Ilskens
Jan Weiler

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Be­geis­te­rungs­fähig­keit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Natürlich spielt im dritten Teil von Jan Weilers Pubertier-Saga "Und ewig schläft das Pubertier" die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Haut­un­reinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese ver­fluch­te Pubertät eigentlich aufhört ...
Mi 12.12. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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