Dienstag, 19. Februar 2019
Thema der Woche | 19. April 2018

Im Zeichen der Zukunft

Zukunftsfestival im g-werk am 26. & 27. April – Foto: German Stage Service

Willkommen im Morgen: Am letzten Aprilwochenende verwandelt sich das Theater im g-werk in ein Zukunftslabor. Bei den "ersten Marburger Zukunfts­tagen" unter dem zuversichtlich stimmenden Titel "Fast alles wird gut" soll aus der Bühne ein Experimentierfeld für eine zukünftige solidarische Gesellschaft werden. "Wie das werden wird, wissen wir noch nicht. Aber wir stellen die Bühne dafür bereit", sagen RolfMichenfelder und Melchior Tacet vom Marburger German Stage Service, der das Festival in Kooperation mit dem Ring­lok­schuppen Ruhr, der Studiobühne Köln und Maschinenhaus Essen organisiert.

Eingeladen sind Künstler aus Nordrhein-Westfalen und der Nachbarstadt Gießen, in der am Institut für angewandte Theaterwissenschaften oft und gerne Utopien entwickelt werden. Das Programm:

Future Perfect Club

In diesem Think Tank für Utopien werden auf der Bühne Weltentwürfe und Zukunftsvisionen kritisch überprüft. Wie sieht die Welt eigentlich aus, wenn alles gerecht verteilt ist? Welchen Grundsätzen folgen Regierende, die aus­schließ­lich zum Wohl der Gemeinschaft handeln? Was heißt Globalisierung, wenn damit nicht primär die Bewegung von Waren, Geld und Daten, sondern Körper, Wissen und Träume gemeint sind?

Auf der Suche nach unkonventionellen Lebens- und Handlungsentwürfen haben die Künstler für ihre Aufführung ein Jahr lang Menschen getroffen, die versuchen, schon heute ein bisschen besser zu leben. Am Ende ihrer Recherche gründeten sie den Future Perfect Club als Multiplikator und Katalysator zu­kunfts­weisender Ideen.

Birth of Jones

Mit elektrischer Gitarre bietet die Sängerin, Komponistin und Performerin Kristin Gerwien ihrem Publikum ein Konzert, das gleichzeitig auch ein per­formatives Spiel mit Entfremdungen sein soll.

Äh As In Äther

Zeit für Meditiation und ja, auch die Zuschauer sind einbezogen: Die Gäste im g-werk können sich in eine gemütliche Position begeben und – angeleitet von den Performern – in entspannter Atmosphäre über das Verhältnis von Sprache und Körper meditieren.

Worauf stoßen wir, wenn wir uns noch tiefer entspannen? Welche Ent­span­nugs­szenarien passiert der Körper? Was passiert wenn die Körper nicht mehr zurückfinden?

Max Wallenhorst

In seiner Lesung untersucht der Theaterwissenschaftler Max Wallenhorst die literarischen und nicht so literarischen Qualitäten sexueller Verträge. Wallen­horst schreibt unter anderem für die "taz" und die "FAS" und ist der Gewinner des Essaypreises 2016 der Literaturzeitschrift EDIT.

Programmübersicht:
FR. 27. April
20.00 Uhr: Future Perfect Club
22.00 Uhr: Birth of Jones (Szenisches Konzert)
Sa. 28. April
18.00 Uhr: Äh As In Äther (Performance)
19.30 Uhr: Äh As In Äther (Performance)
21.00 Uhr: Future Perfect Club
22.30 Uhr: Max Wallenhorst (Lesung)
23.00 Uhr: Party

red

Tipp des Tages

Pericopes +1

Foto: Jeff Sales
..., 2007 von Emi Vernizzi und Alessandro Sgobbio ur­sprüng­lich als Saxophon-Klavierduo gegründet und 2014 vom ame­rikanischen Schlagzeuger Nick Wight komplettiert, be­dienen einer neuen, von der alternativen Popkultur der letzten Jahr­zehnte inspirierten musikalischen Palette: dynamische Grooves, ein klarer Fokus auf Rhythmen, Rhodes-Piano-Sounds und elektronische Effekte veredeln die kom­po­si­to­rischen Kunstgriffe der Band ohne die akustische Feinheiten zu überdecken. Musiker wie David Bowie, Prince, Chuck Berry oder Lemmy Kilmister setzten immer neue musikalische Trends, überschritten stilistische Grenzen, sprengten einengende Rahmen und prägten mit ihrem Schaffen auch die musikalischen Visionen von Emi, Alex und Nick. Im Geist dieser musikalisch offenen Sound­welten verbinden Pericopes +1 eine Vielzahl von Stimmungen, Stilen und ästhetischen Qualitäten, die dem Zuhörer Freiraum für eigene Interpretationen lassen.
Di 19.2. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Tipp der Woche

Studieren­den-Big­Band

Foto: Theresa
Reusch
Keinen Bock mehr auf Kälte & Co? Die Studierenden-BigBand Marburg holt ihr Publikum aus der trostlosen Jahreszeit. Statt kalten Füßen gibt es eine kochende Stim­mung, statt stän­di­gem Grau bunte Eindrücke und statt der immer gleichen Radio­musik endlich "What is Hip?" – Jazz Swing Funk". Bläser, Rhythmus und Gesang verschieben die Maßstäbe für heiße Musik noch weiter nach oben, mit Stücken wie "The Jazz Police", "Feeling Good" und "What is Hip" schwingt die Band sich unter ihrem Leiter Dirk Kunz am 20. Februar 2018 zu Höchst­leis­tungen auf und lässt mit ihrer Per­for­mance den Schnee tauen, nämlich am
Mi 20.2. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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