Montag, 10. Dezember 2018
Editorial | 29. März 2018

Aus gegebenem Anlass

Gruß aus der Küche – Foto: Michael Arlt

Sie dürfen:

Bunte Eier gut verstecken
An 'nem Brausebrocken lecken

Zackig Schoko-Küken köpfen
Eine Kelle Wasser schöpfen

Nachbars Hasen Cäsar nennen
Und fix um den Block rumrennen

Bei Pasch einfach weiterrücken
Lillis Lieblingswautzi drücken

Mal an die "Amigos" denken
Gerne einen Dolch verschenken

Faul im Lotterbett sich räkeln
Süße Sabber-Lätzchen häkeln

Rülpsgelüste niederzwingen
Beatles-Lieder rückwärts singen

Heimlich rosa Mieder tragen
Mönche nach der Uhrzeit fragen

Einen Stahlträger durchflexen
Danach sieben Pilsner exen

Hamster Hans ins Freie locken
Nackig auf dem Sofa hocken

Fuderweise Heu aufladen
Wundgelauf'ne Füße baden

Opas Armbanduhr zerlegen
100 halbe Platten fegen

Kefir-Stämme kultivieren
Pudding noch ganz heiß servieren

Schuhe falschherum zubinden
Markus Söder sexy finden

Urlaub am Aralsee buchen
Trüffeln unter Fichten suchen

Waffenstillstände verletzen
Völker aufeinander hetzen

Lämmchen kraulen, Koteletts grillen
Eines doch, um Gottes Willen

Geht partout nicht, sapperlot
An Ostern, da herrscht Tanzverbot!

Michael Arlt

Tipp des Tages

© Warner Bros.
100 Dinge

Die Freunde Paul und Toni sind beide nach technischen Geräten, Accessoires und Kleidung süchtig. Dann veranstalten sie einen Wettstreit, wer länger ohne materiellen Besitz auskommt. Und werden mit existenziellen Fragen konfrontiert, die ihnen vorher nicht in den Sinn kamen. Film von Florian David Fitz.
Mo 10.12. | 20 Uhr | Marburg | Cineplex
 
Tipp der Woche

Foto: Tim Ilskens
Jan Weiler

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Be­geis­te­rungs­fähig­keit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Natürlich spielt im dritten Teil von Jan Weilers Pubertier-Saga "Und ewig schläft das Pubertier" die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Haut­un­reinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese ver­fluch­te Pubertät eigentlich aufhört ...
Mi 12.12. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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