Dienstag, 23. Oktober 2018
Editorial | 8. März 2018

Sauber

Heißkaltes Händchen – Foto: Michael Arlt

Ein Haushaltstipp. "So kommen Teppiche fleckfrei durch die Welt." Führt doch die artgerechte Bodenhaltung speziell in der Übergangsjahreszeit dazu, dass Hochflor, Velours und Co. allzuleicht Opfer von Schnee, Nässe, Schmutz werden ... Wohlan:

Feuchte Flecken wollen mit einem saugfähigen, weichen Tuch auf­genommen werden, so steht geschrieben. Eventuell mit lauwarmem Wasser nachbehandeln, aber keinesfalls Spülmittel oder Waschpulver verwenden. Das hinterlässt einen klebrigen Film, der neuen Schmutz anzieht. Was nicht gut ist, sondern unter Umständen Anlass zu neuer Verzweiflung.

Eingetrocknete Substanzen werden mit dem Messerrücken vorsichtig abge­tragen und weggesaugt. Nomadisierende Wachsflecken hingegen haben ein spezielles Nirvana: Waschbenzin, worinnen sie sich – Om mani padme hum – bereitwillig auflösen.

Abzuraten ist hingegen von der Löschpapier-Bügeleisen-Methode. Nicht etwa, weil kaum noch jemand weiß, was Löschpapier ist, sondern weil gerade bunte Wachsreste unter Hitzeeinwirkung die Tendenz zeigen, faserflächendeckend färbende Spuren ihrer einstigen Existenz zu hinterlassen.

Der beliebte Klassiker "Rotweinfleck" schließlich verlangt auch nach der traditionellen Beseitigungsmethode: Mit reichlich Salz bestreuen, trocknen lassen und alsdann unter dem Absingen einiger Hosiannas wegsaugen.

Dies stets bedacht, bleiben Mensch und Teppich jahrelang gute Freunde.

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
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