Dienstag, 23. Oktober 2018
Editorial | 4. Januar 2018

Große Schatten

2,5 Millionen Bücher machen sich auf den Weg – Foto: Kronenberg

So klein das neue Jahr bisher noch ist, so große Schatten wirft es schon voraus:

2,5 Millionen Bücher machen sich dieser Tage auf den Weg in ihre neue Heimat. Im Sommersemester soll die funkelnagelneue Unibibliothek beim Alten Botanischen Garten eröffnet werden. Und das ist beileibe noch nicht alles: Im Sommer soll das Museum für Kunst und Kulturgeschichte neben der Stadthalle wiedereröffnet werden, nach langer Sanierungszeit.

Es bewegt sich also etwas in Marburg. Womit wir bei bewegenden Zeiten sind, denen sich unsere Unistadt 2018 widmet: Der Studentenrevolte von 1968 – und ihren Auswirkungen auf ein bis dato verschlafenes Städtchen mit Hochschule in Mittelhessen – werden vom Kulturamt und dem Theater mit Ausstellungen und Aufführungen nachgegangen. Im Rathaus gibt's etwa die Zeit­zeu­gen-Aus­stel­lung "Klasse Kampf". An Karl Marx' 200 Geburtstag steigt eine Flower-Power-Party.

Der Kultursommer Mittelhessen ist 2018 mit seiner großen Er­öff­nungs­ver­an­staltung im Erwin-Piscator-Haus zu Gast. Ein weiteres kulturelles Highlight wird das Konzert von Aeham Ahmad und Edgar Knecht am 16. März in der Luther­ischen Pfarr­kirche sein. Mit "Keys To Friendship" wurden sie 2017 Bundessieger beim Weltmusik-Wettbewerb "creole".

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
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