Samstag, 25. März 2017
Editorial | 9. Februar 2017

Nach UN-Schätzungen

Tanzaktion "One Billion Rising" am Di 14.2. vor dem Erwin-Piscator-Haus
Archivfoto: Stadt Marburg

... wird weltweit jede dritte Frau in ihrem Leben geschlagen, zum Sex gezwungen oder anderweitig missbraucht. Eine von fünf wird Opfer von Vergewaltigung oder versuchter Vergewaltigung. Menschenhandel, sexuelle Belästigung, weibliche Genitalverstümmelung, Mitgiftmord, Ehrenmord und weibliche Kindestötung sind weitere Aspekte des Problems Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Bezogen auf eine Weltbevölkerung von knapp sieben­einhalb Milliarden, sind das mehr als eine Milliarde (englisch: one billion) Betroffene – ein Problem, das jeden Kontinent betrifft, alle Länder und Kulturen.

Als Reaktion darauf startete am Valentinstag 2012 mit "One Billion Rising" die größte Massenkampagne gegen Gewalt an Frauen in der Geschichte der Mensch­heit. Seit einigen Jahren beteiligt sich auch Marburg an der Aktion, bei der am 14. Februar an vielen Orten auf der ganzen Welt Tanzdemos stattfinden. Frauen wie Männer sind für Dienstag 17.00 Uhr auf den Vorplatz des Erwin-Piscator-Hauses eingeladen, um mit einer Choreographie zu "Break the Chain" (Spreng die Ketten) und weiteren Tanz- und Redebeiträgen ein gemeinsames Zeichen zu setzen und die öffentliche Meinung zu mobilisieren. Teil­nehmer­innen und Teilnehmer werden gebeten, in roter oder pinkfarbener Kleidung zur Tanzdemo zu kommen.

Gute Sache das, hingehen & mitmachen.

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Lutherische
Pfarrkirche
Reformation

Fastenbruch und Freiheit – Musik zum Reformationsjubiläum: Zu einem ganz besonderen Konzert laden Ulrike Andersen (Alt), Harry White (Alt-Saxophon) und Edward Rushton (Klavier). Die Zürcher spielen Werke von Karin Rehnqvist, J.S. Bach, Jacob van Eyck und vor allem die Kantate "Geist und Wurst" von Edward Rushton über das Zürcher Fastenbrechen von 1522.
Sa 25.3. | 19 Uhr | Marburg | Lutherische Pfarrkirche
 
Tipp der Woche

Foto: Poppe
Mari Boine

Ihre auf der tradi­tio­nel­len samischen Volks­musik aufbauenden Lieder verbindet Mari Boine stets mit Ele­men­ten zeit­ge­nös­si­scher Musik, wobei das Spektrum im Laufe ihrer 25-jährigen Karriere von Pop und Rock über Jazz und Weltmusik bis hin zu elektronischer Musik reicht. "See the Woman" offenbart neue Facetten der Norwegerin: ein melan­cho­li­scher, sphärischer Pop-Sound trifft auf ein anspruchsvolles lyrisches Konzept.
Mi 29.3. | 20.30 Uhr | Marburg | KFZ
 
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