Donnerstag, 19. Juli 2018
Editorial | 9. Februar 2017

Nach UN-Schätzungen

Tanzaktion "One Billion Rising" am Di 14.2. vor dem Erwin-Piscator-Haus
Archivfoto: Stadt Marburg

... wird weltweit jede dritte Frau in ihrem Leben geschlagen, zum Sex gezwungen oder anderweitig missbraucht. Eine von fünf wird Opfer von Vergewaltigung oder versuchter Vergewaltigung. Menschenhandel, sexuelle Belästigung, weibliche Genitalverstümmelung, Mitgiftmord, Ehrenmord und weibliche Kindestötung sind weitere Aspekte des Problems Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Bezogen auf eine Weltbevölkerung von knapp sieben­einhalb Milliarden, sind das mehr als eine Milliarde (englisch: one billion) Betroffene – ein Problem, das jeden Kontinent betrifft, alle Länder und Kulturen.

Als Reaktion darauf startete am Valentinstag 2012 mit "One Billion Rising" die größte Massenkampagne gegen Gewalt an Frauen in der Geschichte der Mensch­heit. Seit einigen Jahren beteiligt sich auch Marburg an der Aktion, bei der am 14. Februar an vielen Orten auf der ganzen Welt Tanzdemos stattfinden. Frauen wie Männer sind für Dienstag 17.00 Uhr auf den Vorplatz des Erwin-Piscator-Hauses eingeladen, um mit einer Choreographie zu "Break the Chain" (Spreng die Ketten) und weiteren Tanz- und Redebeiträgen ein gemeinsames Zeichen zu setzen und die öffentliche Meinung zu mobilisieren. Teil­nehmer­innen und Teilnehmer werden gebeten, in roter oder pinkfarbener Kleidung zur Tanzdemo zu kommen.

Gute Sache das, hingehen & mitmachen.

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Lüder
Wohlenberg
Lüder Wohlenberg

"Wird schon wieder!" ist eine satirische Über­lebens­hilfe, 90 Minuten aktuelles Grund­lagen­kabarett in Sachen Opti­mismus. Es werden neue Ein­blicke er­öff­net und über­raschende Aus­wege aus jeder Lebens­lage gezeigt, präsen­tiert von einem ver­sierten Sur­vi­val-Experten: Lüder Wohlen­berg ist Arzt und Kaba­rettist. Er kennt das Gesundheits­system von beiden Seiten der Nadel und weiß, was die Medizin kann und wo sie besser das Skalpell in der Ver­packung stecken lässt. Zahl­reiche Gesund­heits­reformen, zwei Verkehrs­un­fälle und eine Schulter­eck­ge­lenks­spreng­ung haben ihn, den über 2 Meter großen Bühnen­hünen, nicht klein gekriegt. Er hat an ver­schie­denen Krisen­herden sein Süpp­chen gekocht und es immer selber aus­ge­löffelt. Als Fach­arzt für Radio­logie hat Wohlen­berg zudem den nötigen Durch­blick und als zer­ti­fi­zier­ter Not­arzt immer eine Spritze im An­schlag. In seinem neuen Kabarett­programm spricht der Arzt, spottet der Kaba­rettist, und selbst­ver­ständ­lich philosophiert auch wieder Profi­patient Rader­scheid. Wohlen­berg gibt wieder einmal alles. Und dann wird für einen Moment auch alles klar: Der Grund für die Rücken­schmerzen, für die un­er­bitt­liche Digital­anzeige der Waage und sogar für das Leben selbst ...
Do 19.7. | 20.30 Uhr | Wetzlar | Lottehof
 
Tipp der Woche

Foto: Sven
Gebert
Dirk Schäfer

Bereits über ein­hun­dert­mal war Dirk Schäfers Jacques-Brel-Abend "Doch davon nicht genug" bundes­weit zu sehen. Die Presse feierte das Programm als Gesamt­kunst­werk und als kultu­relles Gross­er­eig­nis. Die Zusammen­arbeit mit seinen Musikern Karsten Schnack (Akkordeon), Wolfram Nerlich (Kontra­bass) und Ferdi­nand von See­bach (Piano) wurde oft als kon­genial beschrieben. Große Auf­merk­sam­keit erregen auch immer wieder Dirk Schäfers neue Brel-Über­setzungen. Die Hälfte der Chansons singt er an diesem Abend in Deutsch und die andere Hälfte in Original­sprache, wobei der Schau­spieler und Sänger die fran­zö­sischen Stücke szenisch mit deutschen Über­leitungen vorbereitet.
Do 26.7. | 20.30 Uhr | Wetzlar | Rosengärtchen
 
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