Montag, 20. November 2017
Editorial | 2. November 2017

Chancengleichheit

Wer muss jobben? – Foto: Kronenberg

Was wünscht man sich als Studierender eigentlich von der künftigen Bundes­re­gierung? Einfache Antwort: mehr Geld.

Während die Jamaika-Verhandler in Berlin noch zäh miteinander ringen, hat genau dies das Deutsche Studentenwerk gefordert: mehr Geld in Form einer kräftigen Bafög-Anhebung. Denn da gebe es "dringenden Handlungsbedarf".

Der Grund: Die Bafög-Anhebung 2016, nach sechs Jahren Stillstand, habe zu einem erheblichen Rückgang der Zahl der Geförderten auf nur noch 18 Prozent geführt, kritisiert der Generalsekretär des Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde. Aufgrund des Stillstands beim Bafög seien die Studenten zunehmend gezwungen, die zu geringe oder gar fehlende Ausbildungs-Unterstützung durch Jobben auszugleichen.

Laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks arbeiteten im vergangenen Jahr 68 Prozent der Studierenden – ein historischer Höchststand. "Der ebenfalls auf Höchststand gestiegene durchschnittliche Verdienst von 385 Euro ist für viele bitter nötig, um ihr Studium finanzieren zu können", sagt Meyer auf der Heyde. Er mahnt eine Bafög-Reform an und fordert, dass die Ausbildungsförderung alle zwei Jahre an die Einkommens- und Preis­ent­wick­lung angepasst werden müsse.

Denn das Bafög ist das entscheidende Instrument, um Chancengleichheit für ärmere Studis zu schaffen, die nicht auf Finanzspritzen der Eltern hoffen können.

Georg Kronenberg

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Foto: Sarah Shatz
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Foto: Christoph
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