Donnerstag, 19. Juli 2018
Editorial | 14. September 2017

Fliegende Wörter

Herbstblätter – Foto: gemeinfrei

Der literarische Herbst in Marburg kann sich sehen lassen: Zum Aufwärmen berichtet Literatur-Comedian Tim Bolz in seinem Bühnenprogramm "Reden ist Silber, Schreiben ist Gold" am 19. September in der Waggonhalle davon, warum es als Mann grundsätzlich besser ist, die Klappe zu halten.

Mafia-Expertin Petra Reski klärt im Rahmen des Krimifestivals in "Bei aller Liebe" am 21. September im TTZ den Mord an einem deutschen Staatsanwalt in Palermo auf.

"Die Tage, die ich mit Gott verbrachte" sind vielleicht das Thema von Axel Hacke am 26. September im KFZ. Der Kolumnist des Magazins der Süd­deutschen Zeitung entscheidet immer erst kurzfristig vor seinen Auftritten, woraus er liest.

"Lippen abwischen und lächeln", heißt es schließlich tags darauf in der Waggonhalle, wenn der vielfach gepriesene Satiriker Max Goldt dort aus selbigem Sammelband seine prachtvollsten Texte von 2003 bis 2014 vorträgt.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Lüder
Wohlenberg
Lüder Wohlenberg

"Wird schon wieder!" ist eine satirische Über­lebens­hilfe, 90 Minuten aktuelles Grund­lagen­kabarett in Sachen Opti­mismus. Es werden neue Ein­blicke er­öff­net und über­raschende Aus­wege aus jeder Lebens­lage gezeigt, präsen­tiert von einem ver­sierten Sur­vi­val-Experten: Lüder Wohlen­berg ist Arzt und Kaba­rettist. Er kennt das Gesundheits­system von beiden Seiten der Nadel und weiß, was die Medizin kann und wo sie besser das Skalpell in der Ver­packung stecken lässt. Zahl­reiche Gesund­heits­reformen, zwei Verkehrs­un­fälle und eine Schulter­eck­ge­lenks­spreng­ung haben ihn, den über 2 Meter großen Bühnen­hünen, nicht klein gekriegt. Er hat an ver­schie­denen Krisen­herden sein Süpp­chen gekocht und es immer selber aus­ge­löffelt. Als Fach­arzt für Radio­logie hat Wohlen­berg zudem den nötigen Durch­blick und als zer­ti­fi­zier­ter Not­arzt immer eine Spritze im An­schlag. In seinem neuen Kabarett­programm spricht der Arzt, spottet der Kaba­rettist, und selbst­ver­ständ­lich philosophiert auch wieder Profi­patient Rader­scheid. Wohlen­berg gibt wieder einmal alles. Und dann wird für einen Moment auch alles klar: Der Grund für die Rücken­schmerzen, für die un­er­bitt­liche Digital­anzeige der Waage und sogar für das Leben selbst ...
Do 19.7. | 20.30 Uhr | Wetzlar | Lottehof
 
Tipp der Woche

Foto: Sven
Gebert
Dirk Schäfer

Bereits über ein­hun­dert­mal war Dirk Schäfers Jacques-Brel-Abend "Doch davon nicht genug" bundes­weit zu sehen. Die Presse feierte das Programm als Gesamt­kunst­werk und als kultu­relles Gross­er­eig­nis. Die Zusammen­arbeit mit seinen Musikern Karsten Schnack (Akkordeon), Wolfram Nerlich (Kontra­bass) und Ferdi­nand von See­bach (Piano) wurde oft als kon­genial beschrieben. Große Auf­merk­sam­keit erregen auch immer wieder Dirk Schäfers neue Brel-Über­setzungen. Die Hälfte der Chansons singt er an diesem Abend in Deutsch und die andere Hälfte in Original­sprache, wobei der Schau­spieler und Sänger die fran­zö­sischen Stücke szenisch mit deutschen Über­leitungen vorbereitet.
Do 26.7. | 20.30 Uhr | Wetzlar | Rosengärtchen
 
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