Montag, 25. September 2017
Editorial | 31. August 2017

Sommernachtsträume

Zauberhafte Wesen "in tausend Formen"

Das Wochenende wird poetisch: Mit 3000 Kerzenlichtern und 300 alte Reise­koffern verwandelt das Theater Anu den Marburger Schlosspark vom 31.8. bis zum 2.9. in eine Traumwelt.

Inmitten des Lichtermeers finden die Besucher stille Inseln voller Poesie. Figuren, die mit kurzen, berührenden Geschichten in ihren Bann ziehen: Geschichten voller Sehnsucht, die von der großen Reise des Lebens erzählen.

Poesie pur verzaubert die Besucher auch am Abend des Höfefests (2.9.) im Northamptonpark: Dort lädt das Theater Gegenstand mit der letzten Auf­führ­ung von "In tausend Formen" zur sinnlichen Reise durch die Auen der Poesie mit den Klassikern deutscher Lyrik ein. Zauberhafte Wesen besingen die Liebe, rezitieren Texte von Fontane, Goethe, Heine, Lasker-Schüler, Morgenstern, Rilke, Ringelnatz und weiteren Dichtern der deutschen Literatur.

Traumhafte Tage & Nächte!

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Eke
Miedaner
Sunil Mann

Am Grab seines Vaters lernt Detektiv Vijay Kumar die seltsame Franziska Zehnder kennen. Sie ist auf der Suche nach Gaudenz Pfister, und Vijay findet heraus, dass dieser nach seiner Scheidung auf der Straße lebt – dabei hätte der Ex-Banker genug Geld für einen Neuanfang haben müssen. Dann überschlagen sich die Ereignisse ... Sunil Mann wurde als Sohn indischer Einwanderer im Berner Oberland geboren. Die Studiengänge Psychologie und Germanistik brach er erfolgreich ab. Zahlreiche seiner Kurzgeschichten wurden ausgezeichnet, und für sein Romandebüt "Fangschuss" wurde er mit dem Zürcher Krimipreis geehrt. Der Autor liest aus seinem aktuellen Roman "Gossenblues" am
Mo 25.9. | 20 Uhr | Marburg | TTZ
 
Tipp der Woche

Foto: Waggon-
halle
Max Goldt

Nach "Für Nächte am offenen Fenster" (2003), dem großen Band, der Max Goldts prachtvollste Texte bis zum Jahr 2002 enthält, versammelt sich hier das Schönste, Komischste und Erstaunlichste, das Max Goldt in den Jahren von 2003 bis 2014 schrieb und vorlas. Es ist einzigartig, wie Max Goldt höchste literarische Stilistik, satirische Schärfe, Gedankentiefe und Komik verbindet. "Max Goldt schreibt heute das schönste Deutsch aller jüngeren Autoren ... Die Heiterkeit und Stille, die diese Sprache ihren Lesern schenkt, liegt nicht nur im Humor; ebenso in einem freundlichen Abstandnehmen von den Aufdringlichkeiten einer Wirklichkeit, an der man sich besser seitlich vorbeidrückt." (Gustav Seibt) "Lippen abwischen und lächeln" heißt es
Mi 27.9. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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