Sonntag, 21. Oktober 2018
Editorial | 31. August 2017

Sommernachtsträume

Zauberhafte Wesen "in tausend Formen"

Das Wochenende wird poetisch: Mit 3000 Kerzenlichtern und 300 alte Reise­koffern verwandelt das Theater Anu den Marburger Schlosspark vom 31.8. bis zum 2.9. in eine Traumwelt.

Inmitten des Lichtermeers finden die Besucher stille Inseln voller Poesie. Figuren, die mit kurzen, berührenden Geschichten in ihren Bann ziehen: Geschichten voller Sehnsucht, die von der großen Reise des Lebens erzählen.

Poesie pur verzaubert die Besucher auch am Abend des Höfefests (2.9.) im Northamptonpark: Dort lädt das Theater Gegenstand mit der letzten Auf­führ­ung von "In tausend Formen" zur sinnlichen Reise durch die Auen der Poesie mit den Klassikern deutscher Lyrik ein. Zauberhafte Wesen besingen die Liebe, rezitieren Texte von Fontane, Goethe, Heine, Lasker-Schüler, Morgenstern, Rilke, Ringelnatz und weiteren Dichtern der deutschen Literatur.

Traumhafte Tage & Nächte!

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Junge
Kantorei
Junge Kantorei

Das aktuelle Konzert "Mein Herz entbrennt" der Jungen Kantorei stellt den Besuchern Musik von Komponisten aus der deutschen Romantik vor. Schon der Titel legt nahe, dass Liebe, Leiden­schaft, Sehnsucht, Scherz, Leben und Tod, das Mystische und das Verklärte, die Zuhörer in ein Wechselbad der Gefühle mitnehmen. Jonathan Hofmann, der Chorleiter der Jungen Kantorei: "Die romantische A-Cappella-Chormusik ist seit Beginn meiner Arbeit als Chorleiter einer meiner liebsten Bereiche, weil die Stimme das uns am meisten und am innigsten verbundene Kommunikationsmittel ist. Im Singen kann man Gefühle noch wesentlich intensiver transportieren als im Sprechen. Somit bekommt die Stimme eine ungeheure Bedeutung." Die Instrumentalmusik im Konzert verbindet eine Fantasie für Violine und Klavier von Franz Schubert, eines seiner schönsten kammermusikalischen Werke, mit Romanzen für die gleiche Besetzung von Clara Schumann, die damit gegenüber allen Bedenken der damaligen Zeit ihre Bedeutung als Komponistin herausstellen konnte.
So 21.10. | 19 Uhr | Marburg | Schloss | Fürstensaal
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
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