Donnerstag, 19. Juli 2018
Editorial | 24. August 2017

Was für ein Schock!

Hurra, die Unterschriften sind noch da! – Foto: Kronenberg

Da müssen wir von der Homepage der Marburger Grünen erfahren, dass unser Verlag durch einen „Geheimdeal“ von OB Tommi Spies verkauft worden sein soll – um Einflussnahme auf unsere Berichterstattung zu nehmen.

Was für eine entsetzliche Vorstellung! Wo wir Mitarbeiter des Marbuch Verlags doch bisher der festen Überzeugung waren, im Zuge eines Generationen­wech­sels unser kleines Unternehmen von unseren Alt-Geschäftsführern mehr­heitlich übernommen zu haben. Nach dem Motto: „Wir kaufen den Laden selbst.“

Haben wir gutgläubige Trottel uns linken lassen? Haben wir am Ende den Ver­trag mit Zaubertinte unterschrieben, die sich selbst auflöst?

Puh, ein Blick in die Unterlagen sorgt für Erleichterung: Die Unterschriften sind noch da, der Verlag ist weiterhin in Mitarbeiterhand – wir bleiben unabhängig und kritisch wie bisher. Und veranstalten mit viel Herzblut (und wenig Honorar) selbstverständlich auch weiter „3 Tage Marburg“, das von unserem Verlag ins Leben gerufene und inzwischen größte Stadtfest in der Region.

Liebe Marburger Grüne, wir honorieren euren Ansatz, mit einem Aufreger etwas Pep in den sich müde dahinschleppenden Wahlkampf zu bringen. Aber nächstes Mal versucht es doch bitte, bitte mit Fakten statt mit Fake News. Ihr seid doch besser als Trump, oder? Wir glauben an euch!

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Lüder
Wohlenberg
Lüder Wohlenberg

"Wird schon wieder!" ist eine satirische Über­lebens­hilfe, 90 Minuten aktuelles Grund­lagen­kabarett in Sachen Opti­mismus. Es werden neue Ein­blicke er­öff­net und über­raschende Aus­wege aus jeder Lebens­lage gezeigt, präsen­tiert von einem ver­sierten Sur­vi­val-Experten: Lüder Wohlen­berg ist Arzt und Kaba­rettist. Er kennt das Gesundheits­system von beiden Seiten der Nadel und weiß, was die Medizin kann und wo sie besser das Skalpell in der Ver­packung stecken lässt. Zahl­reiche Gesund­heits­reformen, zwei Verkehrs­un­fälle und eine Schulter­eck­ge­lenks­spreng­ung haben ihn, den über 2 Meter großen Bühnen­hünen, nicht klein gekriegt. Er hat an ver­schie­denen Krisen­herden sein Süpp­chen gekocht und es immer selber aus­ge­löffelt. Als Fach­arzt für Radio­logie hat Wohlen­berg zudem den nötigen Durch­blick und als zer­ti­fi­zier­ter Not­arzt immer eine Spritze im An­schlag. In seinem neuen Kabarett­programm spricht der Arzt, spottet der Kaba­rettist, und selbst­ver­ständ­lich philosophiert auch wieder Profi­patient Rader­scheid. Wohlen­berg gibt wieder einmal alles. Und dann wird für einen Moment auch alles klar: Der Grund für die Rücken­schmerzen, für die un­er­bitt­liche Digital­anzeige der Waage und sogar für das Leben selbst ...
Do 19.7. | 20.30 Uhr | Wetzlar | Lottehof
 
Tipp der Woche

Foto: Sven
Gebert
Dirk Schäfer

Bereits über ein­hun­dert­mal war Dirk Schäfers Jacques-Brel-Abend "Doch davon nicht genug" bundes­weit zu sehen. Die Presse feierte das Programm als Gesamt­kunst­werk und als kultu­relles Gross­er­eig­nis. Die Zusammen­arbeit mit seinen Musikern Karsten Schnack (Akkordeon), Wolfram Nerlich (Kontra­bass) und Ferdi­nand von See­bach (Piano) wurde oft als kon­genial beschrieben. Große Auf­merk­sam­keit erregen auch immer wieder Dirk Schäfers neue Brel-Über­setzungen. Die Hälfte der Chansons singt er an diesem Abend in Deutsch und die andere Hälfte in Original­sprache, wobei der Schau­spieler und Sänger die fran­zö­sischen Stücke szenisch mit deutschen Über­leitungen vorbereitet.
Do 26.7. | 20.30 Uhr | Wetzlar | Rosengärtchen
 
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