Montag, 25. September 2017
Editorial | 24. August 2017

Was für ein Schock!

Hurra, die Unterschriften sind noch da! – Foto: Kronenberg

Da müssen wir von der Homepage der Marburger Grünen erfahren, dass unser Verlag durch einen „Geheimdeal“ von OB Tommi Spies verkauft worden sein soll – um Einflussnahme auf unsere Berichterstattung zu nehmen.

Was für eine entsetzliche Vorstellung! Wo wir Mitarbeiter des Marbuch Verlags doch bisher der festen Überzeugung waren, im Zuge eines Generationen­wech­sels unser kleines Unternehmen von unseren Alt-Geschäftsführern mehr­heitlich übernommen zu haben. Nach dem Motto: „Wir kaufen den Laden selbst.“

Haben wir gutgläubige Trottel uns linken lassen? Haben wir am Ende den Ver­trag mit Zaubertinte unterschrieben, die sich selbst auflöst?

Puh, ein Blick in die Unterlagen sorgt für Erleichterung: Die Unterschriften sind noch da, der Verlag ist weiterhin in Mitarbeiterhand – wir bleiben unabhängig und kritisch wie bisher. Und veranstalten mit viel Herzblut (und wenig Honorar) selbstverständlich auch weiter „3 Tage Marburg“, das von unserem Verlag ins Leben gerufene und inzwischen größte Stadtfest in der Region.

Liebe Marburger Grüne, wir honorieren euren Ansatz, mit einem Aufreger etwas Pep in den sich müde dahinschleppenden Wahlkampf zu bringen. Aber nächstes Mal versucht es doch bitte, bitte mit Fakten statt mit Fake News. Ihr seid doch besser als Trump, oder? Wir glauben an euch!

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Eke
Miedaner
Sunil Mann

Am Grab seines Vaters lernt Detektiv Vijay Kumar die seltsame Franziska Zehnder kennen. Sie ist auf der Suche nach Gaudenz Pfister, und Vijay findet heraus, dass dieser nach seiner Scheidung auf der Straße lebt – dabei hätte der Ex-Banker genug Geld für einen Neuanfang haben müssen. Dann überschlagen sich die Ereignisse ... Sunil Mann wurde als Sohn indischer Einwanderer im Berner Oberland geboren. Die Studiengänge Psychologie und Germanistik brach er erfolgreich ab. Zahlreiche seiner Kurzgeschichten wurden ausgezeichnet, und für sein Romandebüt "Fangschuss" wurde er mit dem Zürcher Krimipreis geehrt. Der Autor liest aus seinem aktuellen Roman "Gossenblues" am
Mo 25.9. | 20 Uhr | Marburg | TTZ
 
Tipp der Woche

Foto: Waggon-
halle
Max Goldt

Nach "Für Nächte am offenen Fenster" (2003), dem großen Band, der Max Goldts prachtvollste Texte bis zum Jahr 2002 enthält, versammelt sich hier das Schönste, Komischste und Erstaunlichste, das Max Goldt in den Jahren von 2003 bis 2014 schrieb und vorlas. Es ist einzigartig, wie Max Goldt höchste literarische Stilistik, satirische Schärfe, Gedankentiefe und Komik verbindet. "Max Goldt schreibt heute das schönste Deutsch aller jüngeren Autoren ... Die Heiterkeit und Stille, die diese Sprache ihren Lesern schenkt, liegt nicht nur im Humor; ebenso in einem freundlichen Abstandnehmen von den Aufdringlichkeiten einer Wirklichkeit, an der man sich besser seitlich vorbeidrückt." (Gustav Seibt) "Lippen abwischen und lächeln" heißt es
Mi 27.9. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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