Freitag, 19. Oktober 2018
Editorial | 24. August 2017

Was für ein Schock!

Hurra, die Unterschriften sind noch da! – Foto: Kronenberg

Da müssen wir von der Homepage der Marburger Grünen erfahren, dass unser Verlag durch einen „Geheimdeal“ von OB Tommi Spies verkauft worden sein soll – um Einflussnahme auf unsere Berichterstattung zu nehmen.

Was für eine entsetzliche Vorstellung! Wo wir Mitarbeiter des Marbuch Verlags doch bisher der festen Überzeugung waren, im Zuge eines Generationen­wech­sels unser kleines Unternehmen von unseren Alt-Geschäftsführern mehr­heitlich übernommen zu haben. Nach dem Motto: „Wir kaufen den Laden selbst.“

Haben wir gutgläubige Trottel uns linken lassen? Haben wir am Ende den Ver­trag mit Zaubertinte unterschrieben, die sich selbst auflöst?

Puh, ein Blick in die Unterlagen sorgt für Erleichterung: Die Unterschriften sind noch da, der Verlag ist weiterhin in Mitarbeiterhand – wir bleiben unabhängig und kritisch wie bisher. Und veranstalten mit viel Herzblut (und wenig Honorar) selbstverständlich auch weiter „3 Tage Marburg“, das von unserem Verlag ins Leben gerufene und inzwischen größte Stadtfest in der Region.

Liebe Marburger Grüne, wir honorieren euren Ansatz, mit einem Aufreger etwas Pep in den sich müde dahinschleppenden Wahlkampf zu bringen. Aber nächstes Mal versucht es doch bitte, bitte mit Fakten statt mit Fake News. Ihr seid doch besser als Trump, oder? Wir glauben an euch!

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Martin
Hutchinson
Martin Hutchinson

Singer/Songwriter Martin Hutchinson stammt aus einer musikalischen Familie im irischen County Kildare. Schon in jungen Jahren spielte er in der Familienband zunächst Akkordeon, dann zunehmend Gitarre. Später zog es ihn in die irische Folk- und Rockszene nach Dublin, bis er schließlich zunächst nach London aus­wan­derte. Heute lebt der Musiker in Utrecht, regelmäßig zieht es ihn aber zurück nach Irland, wo er immer wieder Inspiration für neue Songs findet. Seine Spiel auf der Stahlsaitengitarre ist geprägt durch ein klares Fingerpicking und bluesige Slides. Amerikanische Blueseinflüsse verbindet er mühelos mit irischer Folktradition. Seine warme, prägnante Stimme erlaubt Vergleiche, beispielsweise mit der Folklegende Christy Moore. Auf der Bühne gewinnt Martin Hutchinson sein Publikum schnell mit Charme und augenzwinkerndem Humor.
Fr 19.10. | 20 Uhr | Marburg | TurmCafé
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
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