Freitag, 19. Januar 2018
Editorial | 24. August 2017

Was für ein Schock!

Hurra, die Unterschriften sind noch da! – Foto: Kronenberg

Da müssen wir von der Homepage der Marburger Grünen erfahren, dass unser Verlag durch einen „Geheimdeal“ von OB Tommi Spies verkauft worden sein soll – um Einflussnahme auf unsere Berichterstattung zu nehmen.

Was für eine entsetzliche Vorstellung! Wo wir Mitarbeiter des Marbuch Verlags doch bisher der festen Überzeugung waren, im Zuge eines Generationen­wech­sels unser kleines Unternehmen von unseren Alt-Geschäftsführern mehr­heitlich übernommen zu haben. Nach dem Motto: „Wir kaufen den Laden selbst.“

Haben wir gutgläubige Trottel uns linken lassen? Haben wir am Ende den Ver­trag mit Zaubertinte unterschrieben, die sich selbst auflöst?

Puh, ein Blick in die Unterlagen sorgt für Erleichterung: Die Unterschriften sind noch da, der Verlag ist weiterhin in Mitarbeiterhand – wir bleiben unabhängig und kritisch wie bisher. Und veranstalten mit viel Herzblut (und wenig Honorar) selbstverständlich auch weiter „3 Tage Marburg“, das von unserem Verlag ins Leben gerufene und inzwischen größte Stadtfest in der Region.

Liebe Marburger Grüne, wir honorieren euren Ansatz, mit einem Aufreger etwas Pep in den sich müde dahinschleppenden Wahlkampf zu bringen. Aber nächstes Mal versucht es doch bitte, bitte mit Fakten statt mit Fake News. Ihr seid doch besser als Trump, oder? Wir glauben an euch!

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Privat
Dylan's Dream

Die international be­setz­te Band Dylan's Dream mit sieben er­fahre­nen Musikern versteht es, unter dem Motto "times are changing" das große künst­lerische Lebens­werk Bob Dylans – Literatur-Nobel­preis­träger 2017 – mit eigener Hand­schrift und in­di­vi­du­ellen Inter­pre­tationen eindrucksvoll zu präsen­tieren und ein generationen­über­greifendes Publikum zu be­geistern.
Fr 19.1. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Tipp der Woche

Foto: Nico
Semsrott
Nico Semsrott

"Freude ist nur ein Mangel an Information", findet der Träger des Klein­kunst­preises 2017 Nico Semsrott, der wohl traurigste Komiker der Welt. Kein Wunder, versucht er doch verzweifelt, die wichtigsten Fragen des Lebens zu beantworten. Die Presse behauptet dennoch, dass Semsrott etwas vom Lustigsten ist, was die deutschsprachige Kabarettszene momentan zu bieten hat. Auf jeden Fall ist das, was der Mann mit der Kapuze da auf der Bühne treibt: einzigartig, intelligent und relevant.
Do 25.1. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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