Montag, 25. September 2017
Editorial | 10. August 2017

Vorhang auf

"Crossing Over" bringt den Sommer zurück – Foto: Privat

Sommerloch? Nix los? Sowas gibt's in Marburg nicht.

Als erste europäische Musiker haben die Kieler Georg Schroeter und Marc Breit­felder die International Blues Challenge in Memphis, Tennessee gewonnen. Am Freitag treten die Ausnahmemusiker auf der Waldbühne am Spiegels­lust­turm auf.

In der Waggonhalle präsentiert Gastgeber Juno seinen Gäste derweil bei der 37. Auflage des Sommervarietés ausgefeilte Akrobatik, Jonglage und Artistik.

Sinnliche Abende mit Poesie von Fontane, Goethe, Heine, Morgenstern, Rilke, Ringelnatz und weiteren Klassikern deutscher Lyrik verspricht das Projekt "Sommernachtstraum" vom 15. bis 17.8. am Spiegelslustturm und vom 18. bis 20.8. im Stadtwald. Die Formation "Crossing Over" um Bassist Peter Herrmann holt schließlich am Freitag in der nahen Burgruine Staufenberg mit "funky World­music" den Sommer zurück. Versprochen.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Eke
Miedaner
Sunil Mann

Am Grab seines Vaters lernt Detektiv Vijay Kumar die seltsame Franziska Zehnder kennen. Sie ist auf der Suche nach Gaudenz Pfister, und Vijay findet heraus, dass dieser nach seiner Scheidung auf der Straße lebt – dabei hätte der Ex-Banker genug Geld für einen Neuanfang haben müssen. Dann überschlagen sich die Ereignisse ... Sunil Mann wurde als Sohn indischer Einwanderer im Berner Oberland geboren. Die Studiengänge Psychologie und Germanistik brach er erfolgreich ab. Zahlreiche seiner Kurzgeschichten wurden ausgezeichnet, und für sein Romandebüt "Fangschuss" wurde er mit dem Zürcher Krimipreis geehrt. Der Autor liest aus seinem aktuellen Roman "Gossenblues" am
Mo 25.9. | 20 Uhr | Marburg | TTZ
 
Tipp der Woche

Foto: Waggon-
halle
Max Goldt

Nach "Für Nächte am offenen Fenster" (2003), dem großen Band, der Max Goldts prachtvollste Texte bis zum Jahr 2002 enthält, versammelt sich hier das Schönste, Komischste und Erstaunlichste, das Max Goldt in den Jahren von 2003 bis 2014 schrieb und vorlas. Es ist einzigartig, wie Max Goldt höchste literarische Stilistik, satirische Schärfe, Gedankentiefe und Komik verbindet. "Max Goldt schreibt heute das schönste Deutsch aller jüngeren Autoren ... Die Heiterkeit und Stille, die diese Sprache ihren Lesern schenkt, liegt nicht nur im Humor; ebenso in einem freundlichen Abstandnehmen von den Aufdringlichkeiten einer Wirklichkeit, an der man sich besser seitlich vorbeidrückt." (Gustav Seibt) "Lippen abwischen und lächeln" heißt es
Mi 27.9. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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