Montag, 25. September 2017
Editorial | 22. Juni 2017

Heißes Programm

Hanflabyrinth in Niederweimar – Foto: Motives

Der Sommer ist da – und nicht zu knapp. Und voilà, der Marburger Ver­an­stal­tungs­kalender hat das genau zu den Temperaturen passende Programm: Papa Legba's Blues Lounge lädt mit der idealen Musik zum warmen Klima am Freitag auf der Waldbühne am Spiegelslustturm ein.

Wenn es kühler wird am späteren Freitagabend lohnt sich eine kunstsinniger Bummel durch die Stadt: Bei der Langen Nacht der Kunst gibt es bis 24 Uhr Vernissagen, Lesungen, Mitmachangebote, Live-Musik, Filme, Vorträge in den Galerien und Ausstellungsräumen.

Auf den Lahnwiesen findet vom 22. bis 25. Juni das Bildungsfest statt und am 25. eröffnet bei prognostiziertem Sonnenschein das Hanflabyrinth in Nieder­weimar.

Und sollte es jemandem Sonntagnachmittag draußen zu warm sein: In der Universitätskirche präsentieren der Marburger Konzertchor und Virtuosi Brunenses um 17 Uhr ein Bach-Programm, während die Junge Marburger Philharmonie in der Lutherischen Pfarrkirche ihr Semester­abschluss­konzert gibt.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Eke
Miedaner
Sunil Mann

Am Grab seines Vaters lernt Detektiv Vijay Kumar die seltsame Franziska Zehnder kennen. Sie ist auf der Suche nach Gaudenz Pfister, und Vijay findet heraus, dass dieser nach seiner Scheidung auf der Straße lebt – dabei hätte der Ex-Banker genug Geld für einen Neuanfang haben müssen. Dann überschlagen sich die Ereignisse ... Sunil Mann wurde als Sohn indischer Einwanderer im Berner Oberland geboren. Die Studiengänge Psychologie und Germanistik brach er erfolgreich ab. Zahlreiche seiner Kurzgeschichten wurden ausgezeichnet, und für sein Romandebüt "Fangschuss" wurde er mit dem Zürcher Krimipreis geehrt. Der Autor liest aus seinem aktuellen Roman "Gossenblues" am
Mo 25.9. | 20 Uhr | Marburg | TTZ
 
Tipp der Woche

Foto: Waggon-
halle
Max Goldt

Nach "Für Nächte am offenen Fenster" (2003), dem großen Band, der Max Goldts prachtvollste Texte bis zum Jahr 2002 enthält, versammelt sich hier das Schönste, Komischste und Erstaunlichste, das Max Goldt in den Jahren von 2003 bis 2014 schrieb und vorlas. Es ist einzigartig, wie Max Goldt höchste literarische Stilistik, satirische Schärfe, Gedankentiefe und Komik verbindet. "Max Goldt schreibt heute das schönste Deutsch aller jüngeren Autoren ... Die Heiterkeit und Stille, die diese Sprache ihren Lesern schenkt, liegt nicht nur im Humor; ebenso in einem freundlichen Abstandnehmen von den Aufdringlichkeiten einer Wirklichkeit, an der man sich besser seitlich vorbeidrückt." (Gustav Seibt) "Lippen abwischen und lächeln" heißt es
Mi 27.9. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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