Montag, 25. September 2017
Editorial | 1. Juni 2017

Wie in jedem Jahr

Mahlmühlentechnik, ohmgetrieben – Foto: Privat

... feiert auch 2017 die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlen­erhaltung DGM e.V. den Deutschen Mühlentag – und zwar am Pfingstmontag, dem 5. Juni. Aus diesem Anlass öffnet auch die Brücker Mühle, am Fuße der Amöneburg gelegen, ihre Tore, wie über 1000 weitere Wind- und Wasser­mühlen im gesamten Bundesgebiet, und lädt zum Mühlenfest. Das seit 1248 arbeitende Kultur- und Industriedenkmal ist die letzte noch funktionstüchtige Mahlmühle an der Ohm. Sie zeigt eindrucksvoll, wie über die Kraft des Wassers mit Hilfe von Transmissionen verschiedenste Maschinen in Gang gesetzt werden, um Getreide zu reinigen, zu überheben und zu vermahlen.

Alle fünf Stockwerke können bei laufender Mühle besichtigt werden. In der Mühle kann man auch die Fortschritte des Einbaus der alten Mahlsteine bewundern, zwischen denen ab Herbst, pünktlich zum Deutschen Denkmaltag, nach alter Tradition, Rauhroggen, Buchweizen, Emmer, und Einkorn, ur­sprüng­liche Getreidesorten, angebaut in Oberhessen, wieder zu Mehl gemahlen werden sollen. Die Ölmühle wird hochwertige kaltgepresste Bio-Speiseöle herstellen, und auch die historische Turbinenanlage von 1903 kann besichtigt werden.

Die Brücker Mühle ist Pfingstmontag von 11.00 bis 18.00 für große und kleine Besucher geöffnet, Infos zum vielfältigen Programm gibt's unter 06422/850864, www.brueckermuehle.de oder bei Facebook.

Finden wir gut, empfehlen wir deshalb gerne.

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Eke
Miedaner
Sunil Mann

Am Grab seines Vaters lernt Detektiv Vijay Kumar die seltsame Franziska Zehnder kennen. Sie ist auf der Suche nach Gaudenz Pfister, und Vijay findet heraus, dass dieser nach seiner Scheidung auf der Straße lebt – dabei hätte der Ex-Banker genug Geld für einen Neuanfang haben müssen. Dann überschlagen sich die Ereignisse ... Sunil Mann wurde als Sohn indischer Einwanderer im Berner Oberland geboren. Die Studiengänge Psychologie und Germanistik brach er erfolgreich ab. Zahlreiche seiner Kurzgeschichten wurden ausgezeichnet, und für sein Romandebüt "Fangschuss" wurde er mit dem Zürcher Krimipreis geehrt. Der Autor liest aus seinem aktuellen Roman "Gossenblues" am
Mo 25.9. | 20 Uhr | Marburg | TTZ
 
Tipp der Woche

Foto: Waggon-
halle
Max Goldt

Nach "Für Nächte am offenen Fenster" (2003), dem großen Band, der Max Goldts prachtvollste Texte bis zum Jahr 2002 enthält, versammelt sich hier das Schönste, Komischste und Erstaunlichste, das Max Goldt in den Jahren von 2003 bis 2014 schrieb und vorlas. Es ist einzigartig, wie Max Goldt höchste literarische Stilistik, satirische Schärfe, Gedankentiefe und Komik verbindet. "Max Goldt schreibt heute das schönste Deutsch aller jüngeren Autoren ... Die Heiterkeit und Stille, die diese Sprache ihren Lesern schenkt, liegt nicht nur im Humor; ebenso in einem freundlichen Abstandnehmen von den Aufdringlichkeiten einer Wirklichkeit, an der man sich besser seitlich vorbeidrückt." (Gustav Seibt) "Lippen abwischen und lächeln" heißt es
Mi 27.9. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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