Dienstag, 23. Oktober 2018
Editorial | 11. Mai 2017

Was soll

Mal was Schönes – Foto: Michael Arlt

... man sagen? Wenn du, lieber Leser, liebe Leserin, dies Blatt zur Hand hast und genau jetzt der 12. Mai ist, gedenkt man heute rund um den Globus einerseits des Chronischen Erschöpfungssyndroms. Und begeht gleich­zeitig/anderer­seits, zur Feier des Geburtstages der großen Florence Nightin­gale, den International Nurse Day, den weltweiten Tag der Pflege, nebst dem dazugehörigen Personal. Bin ich nun Schelm, der sich, wenn schon nicht böses, so doch etwas gründlich schiefgelaufenes dabei denkt?

Die Kommission zur Findung und Einhaltung der sinnvollen Reihenfolge von Feier- und Gedenktagen muss wohl gehörig einen im Tee gehabt haben. So wundert es wenig, wenn tags drauf, sprich am 13. des Wonnemonats, zum Internationalen Tag des Cocktails an die Theken gerufen wird, und von Bagdad bis Buenos Aires die Zecher der Welt darin übereinkommen, wenigstens 24 Stunden lang ein einig Volk von Brüdern zu sein. Dass in der Folge Familie (15.), Kriegsdienstverweigerer (auch 15.) und Homosexuelle (17.) mit jeweils eigenem Aktionstag ins Blickfeld rücken – kaum hoch genug ist's zu preisen. Und dass man sich nicht nur im Briefmarkenparadies Aserbaidschan über den Welt­fern­meldetag (17.) freut, wie auch der Welt-Hypertonie-Tag (17.) durchaus seine Berechtigung hat – bittesehr, bittegern.

Aber der schiefe Dreiklang Suff/Pflege/Erschöpfung ist und bleibt in dieser Woche ein merkwürdiges Mysterium.

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
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