Donnerstag, 14. Dezember 2017
Editorial | 20. April 2017

Jammerlappen

Miese Studienbedingungen ... – Foto: Kronenberg

Das Sommersemester ist gestartet, die Gedanken kreisen um Kurse, Lektüre­tests, die geschrieben werden müssen, um überhaupt Zutritt zum Kurs zu erhalten, oder darüber, dass man zu wenig "Ferien" hatte. Aber halt: das ist Jammern auf hohem Niveau.

Wir beklagen uns oft darüber, dass die Dozenten scheiße sind, dass das Angebot an Exportmodulen nicht umfangreich genug ist. Aber wenn wir mal ehrlich sind, wir würden uns auch darüber aufregen, wenn alles so wäre, wie wir jetzt wollen. Deshalb verstehe ich als Bachelor-Absolventin manchmal den Sinn des Meckerns nicht. Ich will mich hier nicht als Moralpredigerin hinstellen – ich bin im Jammern und Meckern keine Ausnahme – aber vielleicht sollten wir alle dankbar dafür sein, dass wir studieren können.

Denn leider ist es immer noch so, dass sich ein Studium nur die leisten können, die nicht am Hungertuch nagen. Viele andere, die es gerne wollen, aber finanziell nicht stemmen können, fallen immer noch durch das System. Und das ist einfach nur schade. Also lasst uns einen Moment dankbar für all dies sein, lasst das Jammern und uns einfach zufrieden sein. Morgen ist auch noch ein Tag zum Meckern.

Christina Schmid

Tipp des Tages

Foto: Igor
Patierovic
Hamburg Blues Band

Seit über fünf­und­dreißig Jahren tourt die Hamburg Blues Band immer wieder mit anderen Gast­musikern. Aktuell werden die Blues­rocker von der Reeper­bahn begeleitet von der "Queen of Rock from Scotland" Maggie Bell (Stone The Crows, Rod Stewart, Eric Burdon) und dem jungen Ausnahme­talent an der Gitarre Krissy Matthews, der schon als Zwölf­jäh­riger mit John Mayall auf der Bühne stand. Special Guest ist Rock­le­gen­de Chris Farlowe mit seinen unnach­ahm­lichen Blues­arien. Wer einen großen Sänger, der Rock- und Blues­ge­schichte geschrieben hat, live erleben möchte, sollte hingehen, zuschauen, zuhören und genießen.
Do 14.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Thomas
Willemsen
Stoppok

Auf seiner alljährlichen Vorweihnachtstour quer durch die Republik zaubert Stoppok den Menschen ein echtes Leuchten in die Augen und liefert das sinnliche Gegenprogramm mit Herzblut statt Lebkuchenherzen. Was einst als einmalige Aktion gedacht war, ist inzwischen aus vielen deutschen Städten nicht mehr wegzudenken. Stoppok macht Alltagssprache zu Poesie, die Bilder von berührender Direktheit schafft. In den Songs und in den Konzerten geht es dem ganz und gar nicht stillen Beobachter um Haltung und Werte. Begeleitet wird der Musiker und Entertainer auf der diesjährigen Solo-Tour von der Texanerin Tess Wiley, einer hervorragenden Sängerin und Multiinstrumentalistin.
Mi 20.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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