Dienstag, 22. August 2017
Editorial | 20. April 2017

Jammerlappen

Miese Studienbedingungen ... – Foto: Kronenberg

Das Sommersemester ist gestartet, die Gedanken kreisen um Kurse, Lektüre­tests, die geschrieben werden müssen, um überhaupt Zutritt zum Kurs zu erhalten, oder darüber, dass man zu wenig "Ferien" hatte. Aber halt: das ist Jammern auf hohem Niveau.

Wir beklagen uns oft darüber, dass die Dozenten scheiße sind, dass das Angebot an Exportmodulen nicht umfangreich genug ist. Aber wenn wir mal ehrlich sind, wir würden uns auch darüber aufregen, wenn alles so wäre, wie wir jetzt wollen. Deshalb verstehe ich als Bachelor-Absolventin manchmal den Sinn des Meckerns nicht. Ich will mich hier nicht als Moralpredigerin hinstellen – ich bin im Jammern und Meckern keine Ausnahme – aber vielleicht sollten wir alle dankbar dafür sein, dass wir studieren können.

Denn leider ist es immer noch so, dass sich ein Studium nur die leisten können, die nicht am Hungertuch nagen. Viele andere, die es gerne wollen, aber finanziell nicht stemmen können, fallen immer noch durch das System. Und das ist einfach nur schade. Also lasst uns einen Moment dankbar für all dies sein, lasst das Jammern und uns einfach zufrieden sein. Morgen ist auch noch ein Tag zum Meckern.

Christina Schmid

Tipp des Tages

Foto: KFZ
Klunni und Kleo

Immer zu spät und niemals am richtigen Ort: Klunni und Kleo verpatzen jede Verabredung, weil es mit der Pünktlichkeit und dem Orientierungssinn nicht weit her ist. Zu zweit geloben sie Besserung – scheinen doch alle anderen diese Disziplinen mühelos zu beherrschen. Doch auch gemeinsam lässt sich kein Plan – wie vorgenommen – in die Tat umsetzen und der folgende Sommer wird chaotisch. So stolpern sie von einem Missgeschick zum nächsten, entdecken aber ganz unerwartet wundersame Dinge wie den fünfstrahligen Lofotenbär und ihr Talent zum Fliegen. Eine Geschichte über tickende Schuhe, gebügelte Straßen- karten und dem Glück, gemeinsam zu scheitern ... Bilderbuchkino "Ein Sommer mit Klunni und Kleo" von Sara Bertsche – auch für Grundschulkinder – am
Di 22.8. | 16.15 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Q
Robert Oberbeck

Gitarre und Gesang: mit der klassischen Lieder­macher/Song­writer-Aus­rüs­tung und einer Stim­me zwischen Spring­steen und Glen Hansard, bestreitet Robert Oberbeck seine Konzerte mit Bekanntem, Unbekanntem und Songs aus der eigenen Feder. Seine Lieder werfen einem un­ver­wechsel­baren Blick auf die Welt und Marburg und die Menschen dort; dies tut er, wie man es von ihm kennt, mit res­pekt­voller, kraft­voller, be­rühren­der und direkter Stimme und Sprache, das Ganze verpackt in einen Mix aus Folk, Rock und Country.
Mi 23.8. | 21 Uhr | Marburg | Q
 
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