Dienstag, 22. August 2017
Editorial | 13. April 2017

Zeichen setzen

Eindrückliche Bilder im Marburger Rathaus – Bild: Dominique Fury

Ein Plakat ist von Kugeln durchlöchert, auf anderen drohen Vermummte mit Waffen, tanzen engumschlungen Skelette. Eindrückliche Bilder im Marburger Rathaus, die für überregionale Aufmerksamkeit sorgen, wird die am Sonntag eröffnete Ausstellung "Ba-Ta-Clan" doch erstmals außerhalb von Paris gezeigt.

Die Künstler verarbeiten in ihren Bildern das islamistische Attentat auf das Pariser Kulturzentrum Bataclan mit 90 Toten und 200 Verletzten. Trauma, Trotz, Trauer und Trost, behandeln die Werke und noch viel mehr: Soll die Ausstellung doch auch ein Plädoyer gegen Hass und Intoleranz – und für das Leben sein.

Der 92-jährige Publizist Alfred Grosser, als Redner zur Eröffnung angereist, bringt es auf den Punkt: Um Rechtspopulisten nicht in die Hände zu spielen sei differenziertes Denken gefragt, sagt Grosser. Und lobt die Aufnahme der Flüchtlinge in Deutschland. Menschen auf der Flucht müsse geholfen werden, gleich welcher Religionsgemeinschaft sie angehören. Stimmt.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: KFZ
Klunni und Kleo

Immer zu spät und niemals am richtigen Ort: Klunni und Kleo verpatzen jede Verabredung, weil es mit der Pünktlichkeit und dem Orientierungssinn nicht weit her ist. Zu zweit geloben sie Besserung – scheinen doch alle anderen diese Disziplinen mühelos zu beherrschen. Doch auch gemeinsam lässt sich kein Plan – wie vorgenommen – in die Tat umsetzen und der folgende Sommer wird chaotisch. So stolpern sie von einem Missgeschick zum nächsten, entdecken aber ganz unerwartet wundersame Dinge wie den fünfstrahligen Lofotenbär und ihr Talent zum Fliegen. Eine Geschichte über tickende Schuhe, gebügelte Straßen- karten und dem Glück, gemeinsam zu scheitern ... Bilderbuchkino "Ein Sommer mit Klunni und Kleo" von Sara Bertsche – auch für Grundschulkinder – am
Di 22.8. | 16.15 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Q
Robert Oberbeck

Gitarre und Gesang: mit der klassischen Lieder­macher/Song­writer-Aus­rüs­tung und einer Stim­me zwischen Spring­steen und Glen Hansard, bestreitet Robert Oberbeck seine Konzerte mit Bekanntem, Unbekanntem und Songs aus der eigenen Feder. Seine Lieder werfen einem un­ver­wechsel­baren Blick auf die Welt und Marburg und die Menschen dort; dies tut er, wie man es von ihm kennt, mit res­pekt­voller, kraft­voller, be­rühren­der und direkter Stimme und Sprache, das Ganze verpackt in einen Mix aus Folk, Rock und Country.
Mi 23.8. | 21 Uhr | Marburg | Q
 
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