Donnerstag, 14. Dezember 2017
Editorial | 13. April 2017

Zeichen setzen

Eindrückliche Bilder im Marburger Rathaus – Bild: Dominique Fury

Ein Plakat ist von Kugeln durchlöchert, auf anderen drohen Vermummte mit Waffen, tanzen engumschlungen Skelette. Eindrückliche Bilder im Marburger Rathaus, die für überregionale Aufmerksamkeit sorgen, wird die am Sonntag eröffnete Ausstellung "Ba-Ta-Clan" doch erstmals außerhalb von Paris gezeigt.

Die Künstler verarbeiten in ihren Bildern das islamistische Attentat auf das Pariser Kulturzentrum Bataclan mit 90 Toten und 200 Verletzten. Trauma, Trotz, Trauer und Trost, behandeln die Werke und noch viel mehr: Soll die Ausstellung doch auch ein Plädoyer gegen Hass und Intoleranz – und für das Leben sein.

Der 92-jährige Publizist Alfred Grosser, als Redner zur Eröffnung angereist, bringt es auf den Punkt: Um Rechtspopulisten nicht in die Hände zu spielen sei differenziertes Denken gefragt, sagt Grosser. Und lobt die Aufnahme der Flüchtlinge in Deutschland. Menschen auf der Flucht müsse geholfen werden, gleich welcher Religionsgemeinschaft sie angehören. Stimmt.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Igor
Patierovic
Hamburg Blues Band

Seit über fünf­und­dreißig Jahren tourt die Hamburg Blues Band immer wieder mit anderen Gast­musikern. Aktuell werden die Blues­rocker von der Reeper­bahn begeleitet von der "Queen of Rock from Scotland" Maggie Bell (Stone The Crows, Rod Stewart, Eric Burdon) und dem jungen Ausnahme­talent an der Gitarre Krissy Matthews, der schon als Zwölf­jäh­riger mit John Mayall auf der Bühne stand. Special Guest ist Rock­le­gen­de Chris Farlowe mit seinen unnach­ahm­lichen Blues­arien. Wer einen großen Sänger, der Rock- und Blues­ge­schichte geschrieben hat, live erleben möchte, sollte hingehen, zuschauen, zuhören und genießen.
Do 14.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Thomas
Willemsen
Stoppok

Auf seiner alljährlichen Vorweihnachtstour quer durch die Republik zaubert Stoppok den Menschen ein echtes Leuchten in die Augen und liefert das sinnliche Gegenprogramm mit Herzblut statt Lebkuchenherzen. Was einst als einmalige Aktion gedacht war, ist inzwischen aus vielen deutschen Städten nicht mehr wegzudenken. Stoppok macht Alltagssprache zu Poesie, die Bilder von berührender Direktheit schafft. In den Songs und in den Konzerten geht es dem ganz und gar nicht stillen Beobachter um Haltung und Werte. Begeleitet wird der Musiker und Entertainer auf der diesjährigen Solo-Tour von der Texanerin Tess Wiley, einer hervorragenden Sängerin und Multiinstrumentalistin.
Mi 20.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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