Samstag, 29. April 2017
Editorial | 5. Januar 2017

Gehaltvoll

Reformationsstadt Marburg: Vorzeigegemeinde von Landgraf Philipp
Foto: Kronenberg

2017 ist Lutherjahr, die evangelische Kirche feiert Martin Luthers Thesen­anschlag in Wittenberg 1517 und damit 500 Jahre Reformation. Der Handel unterstützt das nach Kräften: Es gibt Luthersocken, einen Playmobil-Luther, Lutherbrot, Lutherbier, Luther-Nudeln, Luther-Brillenputztücher und Luther-Kuchen mit einer speziellen Luther-Schablone zum Verzieren des Kuchens mit Puderzucker. Auch Luther-Lutscher und Lutherbonbons sind im Angebot. Letztere werden beworben als originelle Idee, den Reformationstag wieder ins Gespräch zu bringen: "Mit dem Lutherbonbon können Christen etwas Süßes geben und gleichzeitig an die Bedeutung dieses Datums als Reformationstag erinnern."

Weit gehaltvoller widmet sich Marburg 2017 dem Jubiläum. Immerhin hat der in Marburg residierende Landgraf Philipp der Großmütige in Hessen die Reformation eingeführt, Marburg zu seiner evangelischen Vorzeigegemeinde gemacht und hier die älteste noch bestehende protestantische Universität gegründet. Außerdem initiierte er 1529 das Marburger Religionsgespräch von Luther und Zwingli.

Zu den vielen Veranstaltungen im Marburger Lutherjahr gehört das hoch­karätige Marburger Ökumenegespräch im Januar, ab März ein künstlerisches Fahnenprojekt sowie im Juni eine Zeitreise zur Reformationszeit. Weitere Highlights werden eine Reformationsausstellung im Schloss und die "Luther"-Theateraufführung im Sommer auf dem Marktplatz.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Privat
Africa greets Marburg

Nachdem das deutsch-afrikanische Kulturfestival Africa greets Marburg 2016 eine Pause eingelegt hat, findet es 2017 wieder statt. Neu ist in diesem Jahr ein buntes Kinderprogramm mit Zöpfeflechten, Mal- und Bastelaktionen und Kinderschminken. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt der Benefizveranstaltung neben original afrikanischem Essen, einem Afro-Markt und einer Modenschau mit farbenfroher afrikanischer Kleidung auf afrikanischer Musik. Außer den altbekannten Musikern Sir Mystic & African Best (Foto), Rising Fire (ehemals No Tears/Takwe Misozi) sowie dem Kimba Djembé Orchestra tritt diesmal der Amani-Gospelchor auf. Mit dem Erlös des Festivals 2017 wird ein Saatgutprojekt der Allianzmission e.V. in Mali unterstützt.
Sa 29.4. | 16 Uhr | Marbach | Bürgerhaus
 
Tipp der Woche

Foto: KFZ
Manilla Road

Wenige Bands tragen den Namen Kultband so sehr zu Recht wie Manilla Road aus Wichita, Kansas. Die Truppe um Mark "The Shark" Shelton feiert 2017 nicht nur ihren 40. Geburtstag, sondern auch das 30. Wiegenfest ihres Klassikers "Mystification", und trotz eines beeindruckenden Gesamtwerks, weltweiter Touren und begeisterter Fans und Größen der Metalszene ist die Band immer ein Geheimtipp geblieben. Das hat sie jedoch nicht davon abgehalten, in den letzten Jahren unermüdlich den Globus zu bereisen und Klassiker und neue Songs live zu zelebrieren, frei nach dem Motto ,Heavy Metal To The World'. Genregerechter Support kommt von der Gießener Metal-Nachwuchshoffnung Blizzen.
Di 2.5. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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