Samstag, 25. März 2017
Editorial | 5. Januar 2017

Gehaltvoll

Reformationsstadt Marburg: Vorzeigegemeinde von Landgraf Philipp
Foto: Kronenberg

2017 ist Lutherjahr, die evangelische Kirche feiert Martin Luthers Thesen­anschlag in Wittenberg 1517 und damit 500 Jahre Reformation. Der Handel unterstützt das nach Kräften: Es gibt Luthersocken, einen Playmobil-Luther, Lutherbrot, Lutherbier, Luther-Nudeln, Luther-Brillenputztücher und Luther-Kuchen mit einer speziellen Luther-Schablone zum Verzieren des Kuchens mit Puderzucker. Auch Luther-Lutscher und Lutherbonbons sind im Angebot. Letztere werden beworben als originelle Idee, den Reformationstag wieder ins Gespräch zu bringen: "Mit dem Lutherbonbon können Christen etwas Süßes geben und gleichzeitig an die Bedeutung dieses Datums als Reformationstag erinnern."

Weit gehaltvoller widmet sich Marburg 2017 dem Jubiläum. Immerhin hat der in Marburg residierende Landgraf Philipp der Großmütige in Hessen die Reformation eingeführt, Marburg zu seiner evangelischen Vorzeigegemeinde gemacht und hier die älteste noch bestehende protestantische Universität gegründet. Außerdem initiierte er 1529 das Marburger Religionsgespräch von Luther und Zwingli.

Zu den vielen Veranstaltungen im Marburger Lutherjahr gehört das hoch­karätige Marburger Ökumenegespräch im Januar, ab März ein künstlerisches Fahnenprojekt sowie im Juni eine Zeitreise zur Reformationszeit. Weitere Highlights werden eine Reformationsausstellung im Schloss und die "Luther"-Theateraufführung im Sommer auf dem Marktplatz.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Lutherische
Pfarrkirche
Reformation

Fastenbruch und Freiheit – Musik zum Reformationsjubiläum: Zu einem ganz besonderen Konzert laden Ulrike Andersen (Alt), Harry White (Alt-Saxophon) und Edward Rushton (Klavier). Die Zürcher spielen Werke von Karin Rehnqvist, J.S. Bach, Jacob van Eyck und vor allem die Kantate "Geist und Wurst" von Edward Rushton über das Zürcher Fastenbrechen von 1522.
Sa 25.3. | 19 Uhr | Marburg | Lutherische Pfarrkirche
 
Tipp der Woche

Foto: Poppe
Mari Boine

Ihre auf der tradi­tio­nel­len samischen Volks­musik aufbauenden Lieder verbindet Mari Boine stets mit Ele­men­ten zeit­ge­nös­si­scher Musik, wobei das Spektrum im Laufe ihrer 25-jährigen Karriere von Pop und Rock über Jazz und Weltmusik bis hin zu elektronischer Musik reicht. "See the Woman" offenbart neue Facetten der Norwegerin: ein melan­cho­li­scher, sphärischer Pop-Sound trifft auf ein anspruchsvolles lyrisches Konzept.
Mi 29.3. | 20.30 Uhr | Marburg | KFZ
 
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