... zuviele Noten. Zuviele Worte. Zuviel Talkshow-Gequassel, zuviel Radio-Gequatsche. Zuviel Dummgeschreibsel. Zuviel Rap. Sprechmüllhalden. Redundanzkloaken. Silbenschrott.
Manchmal wünschte man sich, wenn so der Herbststurm sein läuterndes Tag-und Nachtwerk im welken Blätterwald verrichtet, dass alljährlich eine Art Verbalterminator durchs Land fegte. Unerbittlich seine singende Sense durch den hohlen Röhricht der Worthülsen führte. Und nichts hinter sich ließe als Schneisen seliger Sprachlosigkeit. ------ In denen schon bald die ersten Wortkeimlinge ihre Würzelchen schlagen.
Zart zunächst und durchaus bedeutsam. Sich mehren und mehren. Bis dann daraus wieder faulig schillernde Sumpfsilbenblüten treiben. Und schließlich das Land erneut vom undurchdringlichen BlaBla-Dschungel überwuchert ist.
Aber das sind nur so Gedanken. Wenn der Herbststurm fällt. Und die Blätter pfeifen ...