"Baue selbst ein geometrisches Modell! Erkläre die darin steckende Mathematik!" Mit diesen beiden Aufgaben im Uniseminar "Geometrische Modelle" für Lehramtsstudierende fing alles an.
Die Modelle, die die angehenden Lehrer herstellten, waren so schön, dass für ihren Mathematikprofessor Albrecht Beutelspacher schnell klar war: "Das müssen auch andere sehen."
Acht Studentinnen arbeiteten ein halbes Jahr lang weiter an den Modellen und konzipierten zusammen mit Prof. Beutelspacher die erste Ausstellung "Mathematik zum Anfassen".
Am 21. Februar 1994 wurde die Ausstellung an der Universität Gießen eröffnet. Die Schau wurde zur Keimzelle für das weltweit erste mathematische Mitmachmuseum, das Mathematikum in Gießen und für viele Entwicklungen in ganz Deutschland zur Popularisierung der Mathematik.
20 Jahre später, am Freitag, 21. Februar 2014, unternimmt Mathematikums-Leiter Albrecht Beutelspacher zusammen mit ehemaligen Studierenden aus seinem Proseminar "Geometrische Modelle" eine Zeitreise zu den Anfängen des Mathematikums. Dabei werden Exponate, Fotos und Erinnerungen an die erste Ausstellung präsentiert und es wird der Frage nachgegangen, wie aus der kleinen Schau im Gießener Philosophikum II eine Institution wie das Mathematikum werden konnte.