Dienstag, 11. Dezember 2018
Editorial | 25. Januar 2018

Umsatteln

Ende Februar wird die Brücke gesperrt – Foto: Georg Kronenberg

In einem Monat wird's ernst: Am 26. Februar beginnen die Bauarbeiten an der Weidenhäuser Brücke – die dafür bis Ende Oktober Anfang November komplett gesperrt wird.

Der Grund: Durch die Verkehrsbelastung und mit dem Tauwasser ein­dringen­des Salz ist die 1891/92 erbaute historische Sand­stein­brücke marode und muss dringend saniert werden.

Die Vollsperrung, die laut Stadt die Bauzeit reduzieren und mindestens eine halbe Million Euro gegenüber einer teilweisen Sperrung sparen soll, ist zwei­fel­los eine Herausforderung für den innerstädtischen Verkehr. Aber auch eine Chance: kann doch jeder überprüfen, ob er nicht auch mit dem Rad oder zu Fuß ähnlich schnell – oder sogar schneller als mit dem Auto durch die Innenstadt kommt. Vom in Bahnhofsnähe gelegenen Expressbüro etwa ist man flugs per pedes beim Termin im Stadtzentrum. Wer auf's Auto verzichtet, hat auch gleich noch etwas für seine Bewegung getan.

Womit wir beim nächsten Thema wären: Tipps, wie man nach der Winterzeit wieder richtig in Schwung kommt, gibt's im Fitness-Sonderteil unserer aktuellen Ausgabe.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Janine
Guldener
Andreas Rebers

Onkel Andi kommt, um mit dem Publikum Weihnachten zu feiern. Und er kommt nicht allein. Und Andreas Rebers bringt viele Freunde mit: den niedersächsischen Fliesenleger, Frau Flüchtling aus Syrien, Paddy O'Shonassey aus Irland und jede Menge Clowns, die uns das Leben schwer machen wollen. Aber es sollen auch selbst geschriebene Weihnachtslieder ge­schmet­tert werden, an die Kunst der Fuge von J.S. Bach er­in­nert und gute Fragen gestellt: Warum gibt es im Christentum nur Be­sche­rung und keine Beschneidung? Stimmt es, dass Salafisten in Deutschland Weih­nachts­geld bekommen und es sogar annehmen, ohne, dass sie sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen? Was wollen die Deutschen an den Feier­tagen wirklich? Weihnachten, das ist das Fest der Liebe, aber es wird eben auch zum Showdown für Junggesellen und Kleinfamilien, die sich in der Welt des Konsums nicht mehr zurechtfinden. Hier hilft oft nur ein gut gemachter Exor­zis­mus, und genau der wird an diesem Abend stattfinden. "Weihnachten mit Onkel Andi", eine kabarettistische Betrachtung des Weihnachtsfestes, wird beschert
Di 11.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Tim Ilskens
Jan Weiler

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Be­geis­te­rungs­fähig­keit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Natürlich spielt im dritten Teil von Jan Weilers Pubertier-Saga "Und ewig schläft das Pubertier" die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Haut­un­reinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese ver­fluch­te Pubertät eigentlich aufhört ...
Mi 12.12. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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