Dienstag, 11. Dezember 2018
Editorial | 13. September 2018

Das Thema Mobilität

"Wähle die Sicherheit!" – Foto: Pixabay

... lässt uns nicht los. Hatten wir hier in den letzten beiden Ausgaben die Extreme Rüpelraser (schnell + laut) und Tigerschnegel (langsam + leise) vorgestellt, so müssen wir nun den V8-Radarwarner (bizarr und merkbefreit) bekanntmachen. Die Werbung für besagtes Gerät flatterte uns unaufgefordert und an sämtlichen Filtern vorbei in den E-Mail-Kasten, und worum es geht, soll schlicht – und das meine ich wörtlich – für sich selbst sprechen:

"Kein Spaß: Die deutschen Polizisten bestrafen einen streng, wenn es um Ge­schwin­dig­keits­über­tretung geht. Wenn du unvorsichtig bist kannst du nicht nur eine hohe Strafe bekommen, sondern auch dein Führerschein kann für 3 Mo­na­te entzogen werden."

Weiter: "Die Blitzer messen häufig die Geschwindigkeit so versteckt, dass sie nur schwer bemerkt werden können. Immer wieder nach lauernden Radar­ge­räten zu suchen kann sehr frustrierend sein."

Aber: "Genug von der Furcht! Du sollst die neueste Generation der Radar­warner kennen lernen, und schütze dich vor brutalen Bußgeldern!"

Denn: "Fahre ohne Stress! Du brauchst nicht mehr Angst vor Geschwindig­keits­kon­trolle zu haben. Wenn du einen V8 hast, kannst du sofort das Tempo reduzieren, wenn es nötig ist, so kannst du stressfrei und ruhig fahren."

Also: "Wähle die Sicherheit! Warum würdest du deinen Führerschein riskieren, wenn du mit dem V8 Radarwarner zuverlässigen Schutz genießen kannst?" Und das Beste: "Er hat sogar Stadt-und Autobahn-Modus. So kannst du immer den optimalsten Alarm einstellen."

Schwer zu toppen, findet

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Janine
Guldener
Andreas Rebers

Onkel Andi kommt, um mit dem Publikum Weihnachten zu feiern. Und er kommt nicht allein. Und Andreas Rebers bringt viele Freunde mit: den niedersächsischen Fliesenleger, Frau Flüchtling aus Syrien, Paddy O'Shonassey aus Irland und jede Menge Clowns, die uns das Leben schwer machen wollen. Aber es sollen auch selbst geschriebene Weihnachtslieder ge­schmet­tert werden, an die Kunst der Fuge von J.S. Bach er­in­nert und gute Fragen gestellt: Warum gibt es im Christentum nur Be­sche­rung und keine Beschneidung? Stimmt es, dass Salafisten in Deutschland Weih­nachts­geld bekommen und es sogar annehmen, ohne, dass sie sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen? Was wollen die Deutschen an den Feier­tagen wirklich? Weihnachten, das ist das Fest der Liebe, aber es wird eben auch zum Showdown für Junggesellen und Kleinfamilien, die sich in der Welt des Konsums nicht mehr zurechtfinden. Hier hilft oft nur ein gut gemachter Exor­zis­mus, und genau der wird an diesem Abend stattfinden. "Weihnachten mit Onkel Andi", eine kabarettistische Betrachtung des Weihnachtsfestes, wird beschert
Di 11.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Tim Ilskens
Jan Weiler

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Be­geis­te­rungs­fähig­keit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Natürlich spielt im dritten Teil von Jan Weilers Pubertier-Saga "Und ewig schläft das Pubertier" die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Haut­un­reinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese ver­fluch­te Pubertät eigentlich aufhört ...
Mi 12.12. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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