Freitag, 19. Oktober 2018
Editorial | 30. August 2018

In den letzten

Das ist der wahre Boss – Foto: Pixabay

... Zuckungen liegt dieser fette Hochsommer, und bevor er, zum hoffentlich goldenen Spätling verjüngt, eine erschlankte Wiederauferstehung begeht, sei nochmal darauf hingewiesen, dass mit seinem Gefolge nicht nur eitel Sonnen­schein einherging.

Riesenzecken und Algenalarm, einen zweimaligen Wassereinbruch und heiß­gelaufene Heavy-Duty-Ventilatoren vermerkt die Chronik. Ganz besonders auch die Wiederkehr des manipulierten Auspuffs. Denn ob Balkon, Straßencafé oder Lieblingskneipe bei offener Tür: Kaum ein innerstädtischer Rückzugsort war und ist gefeit vor den lästigen Lärm-Emissionen aufgemotzter motorisierter Zwei- und Vierrädler, die in den endlich lauen Abendstunden, vorzugsweise den Bereich von Biegen- und Deutschhausstraße zur exklusiven Dröhnmeile erklären. Und, mit einem Affenzahn, ihr brüllendes Vehikel durch die abend­lichen Straßen­schluchten unseres Kiezes treten.

An diejenigen, die es betrifft: Leute, das beeindruckt hier wirklich Niemanden. Das ist lästig und nervt. Und sowas von peinlich. Also, was soll das Ganze? Was habt Ihr nur für eine Selbstwahrnehmung?

Fragt sich ein ziemliche ratloser

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Martin
Hutchinson
Martin Hutchinson

Singer/Songwriter Martin Hutchinson stammt aus einer musikalischen Familie im irischen County Kildare. Schon in jungen Jahren spielte er in der Familienband zunächst Akkordeon, dann zunehmend Gitarre. Später zog es ihn in die irische Folk- und Rockszene nach Dublin, bis er schließlich zunächst nach London aus­wan­derte. Heute lebt der Musiker in Utrecht, regelmäßig zieht es ihn aber zurück nach Irland, wo er immer wieder Inspiration für neue Songs findet. Seine Spiel auf der Stahlsaitengitarre ist geprägt durch ein klares Fingerpicking und bluesige Slides. Amerikanische Blueseinflüsse verbindet er mühelos mit irischer Folktradition. Seine warme, prägnante Stimme erlaubt Vergleiche, beispielsweise mit der Folklegende Christy Moore. Auf der Bühne gewinnt Martin Hutchinson sein Publikum schnell mit Charme und augenzwinkerndem Humor.
Fr 19.10. | 20 Uhr | Marburg | TurmCafé
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
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