Dienstag, 11. Dezember 2018
Thema der Woche | 30. August 2018

Deutsch-peruanisches Theaterprojekt

"Arena y Esteras" bei der Kinderkulturkarawane
Foto: Kinderkulturkarawane

Die Marburger Martin-Luther-Schule bekommt weit gereiste Gäste: Vom 15. bis 22.9. kommen sechs Jugendliche aus Peru an die Schule, um gemeinsam mit Marburger Schülerinnen und Schülern an einem Theaterprojekt zu arbeiten. Das Ergebnis werden sie am vorletzten Tag ihres Besuches in der Waggonhalle aufführen. Die Jugendlichen entwickeln das Stück gemeinsam nach einer Woche Ideen- und Themenfindung. Dass es bunt, kreativ und akrobatisch wird, steht fest. Der junge Besuch aus Peru gehört einem Theater-und Zirkusprojekt an, das sich "Arena y Esteras" nennt und wird von einer pädagogischen Leitung begleitet. "Arena y Esteras" bedeutet "Sand und Strohmatten", denn die Gruppe stammt aus einem Vorort der peruanischen Hauptstadt Lima, der in einem Wüstengebiet liegt – mit Sand und Hütten aus Strohmatten. Dort verbinden Künstler und Pädagogen in ihrer Arbeit Theater und Zirkus mit sozialen und politischen Interessen. "Die Kunst will den ansässigen Menschen eine Perspektive geben und ihnen als Anstoß dienen – als Anstoß, selbst aktiv zu werden und sich nicht bloß zu fügen und als Anstoßeigene, kreative Kräfte zu erkennen, die wiederum die Gemeinschaft fördern und auf die eigene soziale Verantwortung und Würde abzielen." Zentral für künstlerisches Selbst­ver­ständnis der Truppe sind die Menschenrechte, die Gleichberechtigung der Geschlechter und den Respekt vor der Schöpfung.

Über den Hamburger Verein "Kinderkulturkarawane" findet "Arena y Esteras" dieses Jahr seinen Weg nach Marburg. Die "Kinderkulturkarawane" lädt jedes Jahr Jugendkulturgruppen aus dem globalen Süden ein, um ihnen in Europa eine Bühne zu bieten und sie mit Gleichaltrigen in Kontakt zu bringen. Dem Verein geht es darum, über die Kunst einen gleichberechtigten Dialog zwischen den jungen Menschen zu schaffen, sie Gemeinsamkeiten entdecken, globale Zusammenhänge verstehen und sich gegenseitig, trotz aller Unterschiede, auf Augenhöhe begegnen zu lassen. Gefördert durch den Marburger Weltladen und dank der Vorbereitungen einer AG an der Martin-Luther-Schule steht dem Besuch von "Arena y Esteras" nicht mehr viel im Weg und man darf gespannt sein, was dem Publikum am Freitag, 21.9. um 20.00 in der Waggonhalle geboten wird.

pe/red

Tipp des Tages

Foto: Janine
Guldener
Andreas Rebers

Onkel Andi kommt, um mit dem Publikum Weihnachten zu feiern. Und er kommt nicht allein. Und Andreas Rebers bringt viele Freunde mit: den niedersächsischen Fliesenleger, Frau Flüchtling aus Syrien, Paddy O'Shonassey aus Irland und jede Menge Clowns, die uns das Leben schwer machen wollen. Aber es sollen auch selbst geschriebene Weihnachtslieder ge­schmet­tert werden, an die Kunst der Fuge von J.S. Bach er­in­nert und gute Fragen gestellt: Warum gibt es im Christentum nur Be­sche­rung und keine Beschneidung? Stimmt es, dass Salafisten in Deutschland Weih­nachts­geld bekommen und es sogar annehmen, ohne, dass sie sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen? Was wollen die Deutschen an den Feier­tagen wirklich? Weihnachten, das ist das Fest der Liebe, aber es wird eben auch zum Showdown für Junggesellen und Kleinfamilien, die sich in der Welt des Konsums nicht mehr zurechtfinden. Hier hilft oft nur ein gut gemachter Exor­zis­mus, und genau der wird an diesem Abend stattfinden. "Weihnachten mit Onkel Andi", eine kabarettistische Betrachtung des Weihnachtsfestes, wird beschert
Di 11.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Tim Ilskens
Jan Weiler

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Be­geis­te­rungs­fähig­keit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Natürlich spielt im dritten Teil von Jan Weilers Pubertier-Saga "Und ewig schläft das Pubertier" die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Haut­un­reinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese ver­fluch­te Pubertät eigentlich aufhört ...
Mi 12.12. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Aktuelles Heft
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.
 
Kulturtipps 2018
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.
 
Ausgehen & Einkaufen
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.