Freitag, 19. Oktober 2018
Editorial | 2. August 2018

Hirnfrost

Lieblingsplatz – Foto: Kronenberg

Gefühlt jeden Tag aufs Neue kündigt die Wettervorhersage den heißesten Tag des Jahres an. Jetzt ein kühles Eis, sollte man meinen. Doch Vorsicht: Durch kaltes Speiseeis bekommt man zwar keine Bauchschmerzen, wie oft fälschlicher Weise behauptet wird. Denn das Eis wird bereits im Mund auf bis zu 12 Grad Celsius aufgewärmt und hat etwa 20 Grad, wenn es den Magen erreicht.

Aber: Das leckere Eis kann stattdessen Kältekopfschmerzen auslösen. Verursacht wird der auch als "Ice-cream headache" oder "Hirnfrost" bekannte Schmerz durch den vom Eis erzeugten Kältereiz am Gaumen. Dadurch können die Muskeln und Gefäße im Kopf verkrampfen – und zwar umso stärker, je kälter es ist.

Die höchste Temperatur, die in Deutschland seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 gemessen wurde, beträgt übrigens 40,3 Grad Celsius. Dieser Wert wurde am 7. August 2015 im fränkischen Kitzingen erreicht.

Schau'n wir mal, ob der Rekord auch nächste Woche noch Bestand hat ...

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Martin
Hutchinson
Martin Hutchinson

Singer/Songwriter Martin Hutchinson stammt aus einer musikalischen Familie im irischen County Kildare. Schon in jungen Jahren spielte er in der Familienband zunächst Akkordeon, dann zunehmend Gitarre. Später zog es ihn in die irische Folk- und Rockszene nach Dublin, bis er schließlich zunächst nach London aus­wan­derte. Heute lebt der Musiker in Utrecht, regelmäßig zieht es ihn aber zurück nach Irland, wo er immer wieder Inspiration für neue Songs findet. Seine Spiel auf der Stahlsaitengitarre ist geprägt durch ein klares Fingerpicking und bluesige Slides. Amerikanische Blueseinflüsse verbindet er mühelos mit irischer Folktradition. Seine warme, prägnante Stimme erlaubt Vergleiche, beispielsweise mit der Folklegende Christy Moore. Auf der Bühne gewinnt Martin Hutchinson sein Publikum schnell mit Charme und augenzwinkerndem Humor.
Fr 19.10. | 20 Uhr | Marburg | TurmCafé
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
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