Dienstag, 11. Dezember 2018
Editorial | 2. August 2018

Hirnfrost

Lieblingsplatz – Foto: Kronenberg

Gefühlt jeden Tag aufs Neue kündigt die Wettervorhersage den heißesten Tag des Jahres an. Jetzt ein kühles Eis, sollte man meinen. Doch Vorsicht: Durch kaltes Speiseeis bekommt man zwar keine Bauchschmerzen, wie oft fälschlicher Weise behauptet wird. Denn das Eis wird bereits im Mund auf bis zu 12 Grad Celsius aufgewärmt und hat etwa 20 Grad, wenn es den Magen erreicht.

Aber: Das leckere Eis kann stattdessen Kältekopfschmerzen auslösen. Verursacht wird der auch als "Ice-cream headache" oder "Hirnfrost" bekannte Schmerz durch den vom Eis erzeugten Kältereiz am Gaumen. Dadurch können die Muskeln und Gefäße im Kopf verkrampfen – und zwar umso stärker, je kälter es ist.

Die höchste Temperatur, die in Deutschland seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 gemessen wurde, beträgt übrigens 40,3 Grad Celsius. Dieser Wert wurde am 7. August 2015 im fränkischen Kitzingen erreicht.

Schau'n wir mal, ob der Rekord auch nächste Woche noch Bestand hat ...

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Janine
Guldener
Andreas Rebers

Onkel Andi kommt, um mit dem Publikum Weihnachten zu feiern. Und er kommt nicht allein. Und Andreas Rebers bringt viele Freunde mit: den niedersächsischen Fliesenleger, Frau Flüchtling aus Syrien, Paddy O'Shonassey aus Irland und jede Menge Clowns, die uns das Leben schwer machen wollen. Aber es sollen auch selbst geschriebene Weihnachtslieder ge­schmet­tert werden, an die Kunst der Fuge von J.S. Bach er­in­nert und gute Fragen gestellt: Warum gibt es im Christentum nur Be­sche­rung und keine Beschneidung? Stimmt es, dass Salafisten in Deutschland Weih­nachts­geld bekommen und es sogar annehmen, ohne, dass sie sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen? Was wollen die Deutschen an den Feier­tagen wirklich? Weihnachten, das ist das Fest der Liebe, aber es wird eben auch zum Showdown für Junggesellen und Kleinfamilien, die sich in der Welt des Konsums nicht mehr zurechtfinden. Hier hilft oft nur ein gut gemachter Exor­zis­mus, und genau der wird an diesem Abend stattfinden. "Weihnachten mit Onkel Andi", eine kabarettistische Betrachtung des Weihnachtsfestes, wird beschert
Di 11.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Tim Ilskens
Jan Weiler

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Be­geis­te­rungs­fähig­keit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Natürlich spielt im dritten Teil von Jan Weilers Pubertier-Saga "Und ewig schläft das Pubertier" die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Haut­un­reinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese ver­fluch­te Pubertät eigentlich aufhört ...
Mi 12.12. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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