Dienstag, 11. Dezember 2018
Editorial | 18. Januar 2018

Buch mit Zukunft

"Die gelehrte Republik" von Diego Saavedra Fajardo führt in Marburgs Zukunft – Foto: Christina Mühlenkamp

Als erstes Buch ist "Die gelehrte Republik" in die neue Marburger Unibibliothek eingezogen. Eigentlich Zufall, weil das Buch an erster Stelle in dem Regal stand, mit dem die Umzugsfirma begonnen hat. Aber auch ein ziemlich passender Titel für den Start des UB-Umzugs in einer traditionsreichen Hochschulstadt, über die häufig gesagt wird "Marburg hat keine Universität, Marburg ist eine!"

Der Umzug der rund 3,2 Millionen Bücher, Zeitschriften und anderen Medien in die neue UB ist nicht nur der wohl größte Bibliotheksumzug in Deutschland in diesem Jahr, sondern auch maßgeblich für die Zukunft des gelehrten Marburgs. Schließlich soll die 110 Millionen Euro teure neue UB am Pilgrim­stein das Herz des Campus Firmanei bilden, des geistes- und gesell­schafts­wissen­schaft­lichen Zentrums der Marburger Uni.

Die Uni verspricht sich von der räumlichen Konzentration der unter­schied­li­chen Disziplinen Impulse für die wissenschaftliche Arbeit. Die Stadt erwartet eine Aufwertung des Stadteils, nachdem die früher hier beheimatete Kliniken auf die Lahnberge gezogen sind.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Janine
Guldener
Andreas Rebers

Onkel Andi kommt, um mit dem Publikum Weihnachten zu feiern. Und er kommt nicht allein. Und Andreas Rebers bringt viele Freunde mit: den niedersächsischen Fliesenleger, Frau Flüchtling aus Syrien, Paddy O'Shonassey aus Irland und jede Menge Clowns, die uns das Leben schwer machen wollen. Aber es sollen auch selbst geschriebene Weihnachtslieder ge­schmet­tert werden, an die Kunst der Fuge von J.S. Bach er­in­nert und gute Fragen gestellt: Warum gibt es im Christentum nur Be­sche­rung und keine Beschneidung? Stimmt es, dass Salafisten in Deutschland Weih­nachts­geld bekommen und es sogar annehmen, ohne, dass sie sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen? Was wollen die Deutschen an den Feier­tagen wirklich? Weihnachten, das ist das Fest der Liebe, aber es wird eben auch zum Showdown für Junggesellen und Kleinfamilien, die sich in der Welt des Konsums nicht mehr zurechtfinden. Hier hilft oft nur ein gut gemachter Exor­zis­mus, und genau der wird an diesem Abend stattfinden. "Weihnachten mit Onkel Andi", eine kabarettistische Betrachtung des Weihnachtsfestes, wird beschert
Di 11.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Tim Ilskens
Jan Weiler

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Be­geis­te­rungs­fähig­keit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Natürlich spielt im dritten Teil von Jan Weilers Pubertier-Saga "Und ewig schläft das Pubertier" die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Haut­un­reinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese ver­fluch­te Pubertät eigentlich aufhört ...
Mi 12.12. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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