Dienstag, 11. Dezember 2018
Thema der Woche | 18. Januar 2018

56 Regalkilometer Bücher

Universitätsbibliothek zieht um

630 Buchmeter waren für den ersten Tag geplant. Am Montag hat der Bücher­umzug von der alten UB in die neue Universitätsbibliothek am Pilgrimstein be­gon­nen. Es ist der wohl größte Umzug einer Bibliothek in Deutschland in diesem Jahr: 3,2 Millionen Bücher, Zeitschriften und anderen Medien gehen innerhalb der nächsten drei Monate auf die Reise. Am Ende des von einer auf Bibliotheken spezialisierten Logistikfirma durchgeführten Umzugs werden 56 Regalkilometer Bücher ihren Ort gewechselt haben. Buchrücken an Buchrücken aufgereiht ergäbe das eine Strecke von Marburg bis nach Butzbach.

Zehn bisherige Bibliotheksstandorte – die bisherige UB sowie neun Fach­be­reichs­bib­lio­the­ken – sind dann unter einem Dach in der neuen, rund 110 Millionen Euro teueren Universitätsbibliothek zusammengeführt. Mehr als 80 Mitarbeiter ziehen ebenso an ihre neue Arbeitsplätze in der grundlegend sanierten Hautklinik, dem neuen Ver­wal­tungs­ge­bäu­de der Universitäts­bibliothek, um.

"Die neue Universitätsbibliothek ist der wichtigste Baustein für den Campus Firmanei", sagt Uni-Präsidentin Katharina Krause. "Mit dem Umzug wachsen Universität und Stadt auf dem Campus eng zusammen."

Die UB zieht im laufenden Betrieb um: "Für uns ist es besonders wichtig, dass die Nutzerinnen und Nutzer auch während des Umzugs möglichst gut an die benötigte Literatur gelangen", sagt Dr. Andrea Wolff-Wölk, Direktorin der UB.

Schließlich seien die UB und die Fachbereichsbibliotheken zum Ende des Se­mes­ters besonders frequentiert, weil viele Studierende Hausarbeiten schrieben.

Das erste Buch, das am Montagvormittag in die neue UB eingezogen ist, hat den Titel "Die Republik der Gelehrten, oder allegorische und kritische Be­schrei­bung der Künste und Wissenschaften". Dabei handelt es sich um die Über­setzung eines Werkes von Diego Saavedra Fajardo, Ritter des St. Jakobs-Ordens und Gesandter Philipp des Vierten, König von Spanien, bei der Friedens­ver­sammlung in Münster zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges. Die Über­setzung fertigte der Leipziger Professor Johannes Erhard Kappens im Jahr 1748 an.

Das Buch gehört zum historischen Altbestand der UB. Dieser Bestand wird auch im Neubau wieder in einem geschlossenen Magazin aufgestellt. Die Bücher wurden vor dem Transport umfangreich konservatorisch vorbehandelt: Sie wurden mit Hilfe spezieller "Buchstaubsauger" gereinigt und besonders wert­volle oder beschädigte Exemplare wurden in spezielle Schutzkartons verpackt. Das Team der UB-Restaurierungswerkstatt bereitete so fast 8.000 Bände für den Transport vor.

Alle Umzugstermine der einzelnen Bibliotheken, sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Studierende unter www.uni-marburg.de/bis/neubau

kro/pe

Tipp des Tages

Foto: Janine
Guldener
Andreas Rebers

Onkel Andi kommt, um mit dem Publikum Weihnachten zu feiern. Und er kommt nicht allein. Und Andreas Rebers bringt viele Freunde mit: den niedersächsischen Fliesenleger, Frau Flüchtling aus Syrien, Paddy O'Shonassey aus Irland und jede Menge Clowns, die uns das Leben schwer machen wollen. Aber es sollen auch selbst geschriebene Weihnachtslieder ge­schmet­tert werden, an die Kunst der Fuge von J.S. Bach er­in­nert und gute Fragen gestellt: Warum gibt es im Christentum nur Be­sche­rung und keine Beschneidung? Stimmt es, dass Salafisten in Deutschland Weih­nachts­geld bekommen und es sogar annehmen, ohne, dass sie sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen? Was wollen die Deutschen an den Feier­tagen wirklich? Weihnachten, das ist das Fest der Liebe, aber es wird eben auch zum Showdown für Junggesellen und Kleinfamilien, die sich in der Welt des Konsums nicht mehr zurechtfinden. Hier hilft oft nur ein gut gemachter Exor­zis­mus, und genau der wird an diesem Abend stattfinden. "Weihnachten mit Onkel Andi", eine kabarettistische Betrachtung des Weihnachtsfestes, wird beschert
Di 11.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Tim Ilskens
Jan Weiler

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Be­geis­te­rungs­fähig­keit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Natürlich spielt im dritten Teil von Jan Weilers Pubertier-Saga "Und ewig schläft das Pubertier" die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Haut­un­reinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese ver­fluch­te Pubertät eigentlich aufhört ...
Mi 12.12. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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