Dienstag, 23. Oktober 2018
Thema der Woche | 18. Januar 2018

56 Regalkilometer Bücher

Universitätsbibliothek zieht um

630 Buchmeter waren für den ersten Tag geplant. Am Montag hat der Bücher­umzug von der alten UB in die neue Universitätsbibliothek am Pilgrimstein be­gon­nen. Es ist der wohl größte Umzug einer Bibliothek in Deutschland in diesem Jahr: 3,2 Millionen Bücher, Zeitschriften und anderen Medien gehen innerhalb der nächsten drei Monate auf die Reise. Am Ende des von einer auf Bibliotheken spezialisierten Logistikfirma durchgeführten Umzugs werden 56 Regalkilometer Bücher ihren Ort gewechselt haben. Buchrücken an Buchrücken aufgereiht ergäbe das eine Strecke von Marburg bis nach Butzbach.

Zehn bisherige Bibliotheksstandorte – die bisherige UB sowie neun Fach­be­reichs­bib­lio­the­ken – sind dann unter einem Dach in der neuen, rund 110 Millionen Euro teueren Universitätsbibliothek zusammengeführt. Mehr als 80 Mitarbeiter ziehen ebenso an ihre neue Arbeitsplätze in der grundlegend sanierten Hautklinik, dem neuen Ver­wal­tungs­ge­bäu­de der Universitäts­bibliothek, um.

"Die neue Universitätsbibliothek ist der wichtigste Baustein für den Campus Firmanei", sagt Uni-Präsidentin Katharina Krause. "Mit dem Umzug wachsen Universität und Stadt auf dem Campus eng zusammen."

Die UB zieht im laufenden Betrieb um: "Für uns ist es besonders wichtig, dass die Nutzerinnen und Nutzer auch während des Umzugs möglichst gut an die benötigte Literatur gelangen", sagt Dr. Andrea Wolff-Wölk, Direktorin der UB.

Schließlich seien die UB und die Fachbereichsbibliotheken zum Ende des Se­mes­ters besonders frequentiert, weil viele Studierende Hausarbeiten schrieben.

Das erste Buch, das am Montagvormittag in die neue UB eingezogen ist, hat den Titel "Die Republik der Gelehrten, oder allegorische und kritische Be­schrei­bung der Künste und Wissenschaften". Dabei handelt es sich um die Über­setzung eines Werkes von Diego Saavedra Fajardo, Ritter des St. Jakobs-Ordens und Gesandter Philipp des Vierten, König von Spanien, bei der Friedens­ver­sammlung in Münster zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges. Die Über­setzung fertigte der Leipziger Professor Johannes Erhard Kappens im Jahr 1748 an.

Das Buch gehört zum historischen Altbestand der UB. Dieser Bestand wird auch im Neubau wieder in einem geschlossenen Magazin aufgestellt. Die Bücher wurden vor dem Transport umfangreich konservatorisch vorbehandelt: Sie wurden mit Hilfe spezieller "Buchstaubsauger" gereinigt und besonders wert­volle oder beschädigte Exemplare wurden in spezielle Schutzkartons verpackt. Das Team der UB-Restaurierungswerkstatt bereitete so fast 8.000 Bände für den Transport vor.

Alle Umzugstermine der einzelnen Bibliotheken, sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Studierende unter www.uni-marburg.de/bis/neubau

kro/pe

Tipp des Tages

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
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