Samstag, 21. Juli 2018
Thema der Woche | 5. Juli 2018

Musik, Märkte und mehr

Drei Tage Superstimmung bei Mittelhessens größtem Fest von Freitag, 6. bis Sonntag, 8. Juli – Foto: Softeis

Rock, Pop, Jazz, Klassik, Weltmusik, Sport & jede Menge Spaß: Das 21. Stadt­fest "3 Tage Marburg" bietet 2018 wieder einmal ein Programm der Superlative. Bei der größten Veranstaltung des Jahres in Mittelhessen geben sich vom 6. bis zum 8. Juli über 1000 Musiker, Akrobaten, Tänzer, Sportler auf neun Bühnen ein Stelldichein. Da ist für nahezu jeden Musikgeschmack etwas dabei, es gibt ein spektakuläres Höhenfeuerwerk, ein abwechslungsreiches Kinderprogramm, das größte Drachenbootrennen der Region und andere Sporthighlights mehr. Rund 60 Bands, Künstlergruppen und Solokünstler spielen beim vom Marburger Stadtmagazin EXPRESS veranstalteten Stadtfest für jung und alt auf neun Bühnen – im lauschigen Schlosspark, den malerischen Fachwerkgassen der Altstadt und am quirligen Lahnufer. Auf sechs Märkten bieten rund 300 Kunst­hand­werker, Trödel- und Krammarkthändler ihre Waren ebenso an wie Gastro­nomen kulinarischen Leckerbissen. Auf der neugestalteten Neuwagen-Aus­stel­lung "Marburg Mobil" am Lahnufer stellen samstags sowie am verkaufsoffenen Sonntag sechs Autohäuser rund 60 Fahrzeuge zwölf verschiedener Marken aus.

Beim großen Kinderprogramm am Sonntag im Schlosspark präsentiert der magische Entertainer The Phantasy eine zauberhafte Show für die ganze Familie – und setzt dabei scheinbar mühelos die Naturgesetze außer Kraft. Kinder­lieder­sänger Martin Pfeiffer lädt zur Kinderlieder-Party, und der zaubernde Jongleur Sune Pedersen beeindruckt mit Comedy und Artistik. Das brillante Höhenfeuerwerk des Phönixx-Feuertheaters beleuchtet den nächtlichen Himmel über der Stadt am Freitag um 23.00 Uhr zu musikalischen Klassik-Highlights, dargeboten von der Jungen Marburger Philharmonie auf der Volksbank-Frei­licht­bühne. Dieser traditionelle Abschluss des Klassik-Konzertabends im Schloss­park ist weit über Marburg hinaus zu sehen.

Die legendäre Marburger Hardrock-Formation Softeis, die dieses Jahr ihr 40. Bühnenjubiläum feiert, ist Headliner am Samstag ab 22.00 Uhr auf der Volks­bank-Freilichtbühne im Schlosspark. Auf der Marktplatzbühne laden die Musiker von Wolle PUR am Samstagabend ab 22.00 Uhr zur wilden Reise durch ein Schlager- & Rockabenteuerland ein, auf einem "Highway to Hell", der die unendlichen Weiten zwischen Wolfgang Petry und PUR erkundet.

Der Pharmaserv-Drachenbootcup auf der Lahn ist die sportliche Attraktion des Festes. Nicht allein Schnelligkeit zählt hier, auch die beste Verkleidung wird belohnt mit dem "dm-drogerie markt Kostümpokal". Beim "3TM"-Parteien­rennen paddeln am Samstag ab 10.00 Uhr Lokalpolitiker von SPD, CDU, Grünen und FDP um die Wette. Bei der "3TM"-Tombola locken zahlreiche kleine und große Preise. Hauptgewinn ist ein Kleinwagen. Gewinnkarten sind kostenlos an allen "3TM"-Infoständen und in zahlreichen Marburger Geschäften erhältlich.

Das Stadtfest "3 Tage Marburg" findet seinen krönenden Abschluss mit dem Konzert von Echo-Jazzpreisträger Sebastian Studnitzky am Sonntag, 8. Juli, um 19.00 Uhr in der Lutherischen Pfarrkirche. Der vielseitige Künstler, der als Wanderer zwischen den Genres Jazz, Klassik und Elektro bekannt ist, musiziert nicht nur als Trompeter sondern auch als Pianist auf internationalem Top-Niveau.

Von einem Streichquartett begleitet, zeigt der Ausnahmemusiker bei seinem Projekt "MEMENTO – orchestral experience" in der Lutherischen Pfarrkirche faszinierend emotionales Spiel an Trompete und Klavier: Musik, zu kantig für Pop, zu emotional für Jazz, zu üppig für Elektro, zu groovig für Avant­garde ...

Das Stadtfest wird am Freitag, 6. Juli, um 18.00 Uhr auf dem Marburger Marktplatz mit Fassbieranstich und Freigetränkeausschank vom Veranstalter EXPRESS zusammen mit Oberbürgermeister Thomas Spies eröffnet. Alle Bühnen­ver­an­staltungen bis auf das freitägliche Klassik-Benefizkonzert auf der Volksbank-Freilichtbühne und das sonntägliche Abschlusskonzert in der Lutherischen Pfarrkirche sind kostenlos. Ausführliche Programminfos unter www.marbuch-verlag.de/3tm/

red

Tipp des Tages

Foto: Hasret
Sahin
Kontrabass

Er ist Musiker im Staatsorchester und spielt das unhandlichste Instrument, das man sich vorstellen kann: den Kontrabass. Das scheußlichste und plumpeste Instrument, das je erfunden wurde. Dass er ihn liebt, kann man nicht behaupten. Er übt auch nicht, bei acht Kontrabässen ist es eh wurscht, was der einzelne spielt. Und als "Tutti-Schwein" am dritten Pult steht er ohnehin ganz hinten in der Orchester-Hackordnung. Wagner steht er skeptisch gegenüber, und Jazz lehnt er sowieso ab. Außerdem hat er seit zwei Jahren keine Frau mehr gehabt, und schuld ist der Kontrabass. Und so sitzt er allein in seinem schallisolierten Akustikzimmer, trinkt ein paar Bier gegen den Feuchtigkeitsverlust und hadert mit sich, dem Orchester, der Welt und diesem Monstrum von Instrument. Aber da ist noch Sarah, die junge, neue Mezzosopranistin, in die er sich unsterblich verliebt hat ...
Sa 21.7. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Tipp der Woche

Foto: Sven
Gebert
Dirk Schäfer

Bereits über ein­hun­dert­mal war Dirk Schäfers Jacques-Brel-Abend "Doch davon nicht genug" bundes­weit zu sehen. Die Presse feierte das Programm als Gesamt­kunst­werk und als kultu­relles Gross­er­eig­nis. Die Zusammen­arbeit mit seinen Musikern Karsten Schnack (Akkordeon), Wolfram Nerlich (Kontra­bass) und Ferdi­nand von See­bach (Piano) wurde oft als kon­genial beschrieben. Große Auf­merk­sam­keit erregen auch immer wieder Dirk Schäfers neue Brel-Über­setzungen. Die Hälfte der Chansons singt er an diesem Abend in Deutsch und die andere Hälfte in Original­sprache, wobei der Schau­spieler und Sänger die fran­zö­sischen Stücke szenisch mit deutschen Über­leitungen vorbereitet.
Do 26.7. | 20.30 Uhr | Wetzlar | Rosengärtchen
 
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