Montag, 10. Dezember 2018
Editorial | 31. Mai 2018

Kunst am laufenden Meter

Wer einen Kandinsky oder Klee mit nach Hause nehmen möchte, kann sich das schönste Stück in der "Nacht der Kunst" abschneiden
Foto: Gabriele Neumann

Einen Kandinsky zerschnipseln, aus einem Bild von Paul Klee eine Tasche nähen oder aus einem Kunstwerk von Yves Klein eine Tischdecke basteln – in Marburg kein Problem. Kandinsky, Klein, Klee, und andere namhafte Künstler gibt's zum Quadratmeterpreis von schlappen zehn Euro in der "Nacht der Kunst" am 22. Juni.

Haltbar ist die Kunst zum Schnäppchenpreis außerdem. Immerhin bestehen die Werke aus strapazierfähigen Gewebe, das noch bis vor wenigen Tagen als Ban­ner mit den Motiven der Kunstwerke den Bauzaun vor dem Kunstmuseum in der Biegenstraße zierte.

Jetzt ist der Bauzaun weg. Die Arbeiten gehen voran. Nach siebenjähriger denk­malgerechter Renovierung soll das Museum für Bildende Kunst im Herbst wieder seine Türen öffnen. Und die Uni sammelt noch fleißig Spenden für ihr Gebäude.

Von den erhofften 1,25 Millionen Euro für die teuere Renovierung wurden laut Hochschule bis jetzt rund 860.000 Euro eingeworben.

Dank der Spendenbereitschaft der Marburger habe ein Großteil der Räume bereits saniert werden können, freut sich Museumsleiter Christoph Otterbeck. Für einige, wenige Ausstellungssäle fehle aber noch aber Geld.

Also ran an die Kunstbanner.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

© Warner Bros.
100 Dinge

Die Freunde Paul und Toni sind beide nach technischen Geräten, Accessoires und Kleidung süchtig. Dann veranstalten sie einen Wettstreit, wer länger ohne materiellen Besitz auskommt. Und werden mit existenziellen Fragen konfrontiert, die ihnen vorher nicht in den Sinn kamen. Film von Florian David Fitz.
Mo 10.12. | 20 Uhr | Marburg | Cineplex
 
Tipp der Woche

Foto: Tim Ilskens
Jan Weiler

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Be­geis­te­rungs­fähig­keit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Natürlich spielt im dritten Teil von Jan Weilers Pubertier-Saga "Und ewig schläft das Pubertier" die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Haut­un­reinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese ver­fluch­te Pubertät eigentlich aufhört ...
Mi 12.12. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Aktuelles Heft
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.
 
Kulturtipps 2018
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.
 
Ausgehen & Einkaufen
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.