Dienstag, 23. Oktober 2018
Editorial | 10. Mai 2018

Herrlich

Über den Feldern ist bald Ruh ... – Foto: Pixabay

..., das Ende ist nah! Am Johannistag, dem 24. Juni im Jahre 2018, geht es dem Spargel an den Kragen. Dann wird die schlimme Stange zum letzten Mal gestochen. Und mein leguminoser Lieblingsfeind zieht sich zurück in seine lehmigen Unterstände wie weiland das 4. Großherzoglich Hessische Infanterie-Regiment Prinz Carl Nr. 118 im Trommelfeuer vorm Toten Mann.

Doch im Gegensatz zum Kreideboden der Champagne lassen die Äcker zwischen Aukrug und Bamberg, zwischen Weiterstadt und Kyhna ihre bleichen Bewohner schon in einem Jahr erneut ans fahle Licht der Vorfrühlingssonne streben. Und dann unter hochtrabenden Tituln wie "Schwetzinger Meister­schuss", "Huchels Meisterauslese" oder "Ruhm von Braunschweig" nicht nur die Geschmacksnerven, sondern auch die gut republikanische Gesinnung des Chronisten herausfordern.

Der kontert die anmaßenden Zapfen gerne mit dem Idealkörper der Erbse: Sympathisch bescheiden dimensioniert, hinreißend gefärbt, von Wohl­ge­schmack und unnachahmlicher Textur, harmoniert diese mustergültig mit der Kartoffel und auch der Karotte. Ja, die Erbse heiße ich einen wahrhaft gelungenen Wurf von Mutter Natur.

Aber hör'n Se mir bloß uff mit'n Schparrgl!

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Tipp der Woche

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Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
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