Samstag, 23. Juni 2018
Editorial | 22. März 2018

Hart

Apfel Messer Karos – Foto: Michael Arlt

... ist der Zahn der Bisamratte, doch härter ist unser neuer Lieblingsapfel. Der hört auf den Namen wahlweise einer ursprünglich afro­amerikanischen Musik­kultur oder eines unaussprechlichen Wortungeheuers – wohl aus dem Necro­nomicon –, und selbst der solide, nicht-rostfreie Kohlenstoffstahl der Klinge meines französischen Klappmessers, die üblicherweise jeden Haifischzahn alt und stumpf aussehen lässt und deren Schärfe diejenige der infernalischen Chili-Sorte "Dragon's Breath" (2,48 Millionen Scoville) zur schonkostlichen Morgengabe hinabwürdigt, kommt der renitenten Resilienz dieses Kern­obst­gewächses nicht bei, das sich in kriegerischeren Zeiten als Kanonenkugelersatz zum gefürchteten Ricochet- oder Prellschuss mit mehr­fachen Aufschlägen angeboten, das als Abrollhilfe den Stapellauf des dereinst größten Dampf­seglers der Welt, der Great Eastern, wohl pünktlich vonstatten gehen gelassen hätte, und dessen abnorme Dichte eine handgreifliche Idee von den Ver­hält­nissen zu vermitten mag, wie sie im Innern der schwersten Neu­tronen­sterne walten.

O rosenwangiger Favorit von Wieland und Vulkan, wie Dir nur beikommen?

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Q
Trio Rio

Die Leidenschaft des argentinischen Tangos, der melancholische, pulsierende Rhythmus Brasiliens und ganz viel Spielfreude an der Gitarre vereint das Trio Rio. Der Spannungsreichtum der lateinamerikanischen Gitarrenmusik, in der die Gitarre schon immer eine hervorragende Rolle gespielt hat, ist im Wechsel von Tango- und Milongarhythmen und karibischen Tänzen mit folkloristischer Melodik und den Anklängen zum Jazz sowie populären Stilmitteln begründet. Die von dem Trio vorgestellten Komponisten Barrios Mangore, Jörn Michael Borner, Carlos Gardel, Hermanos Cuccaro, Enrique Rodriguez, Vicente Greco, Angel Villoldo u.v.m. eröffnen dem Zuhörer ein unterhaltsames und anspruchsvolles Repertoire, das eine schier unerschöpfliche Klang- und Ideenvielfalt beinhaltet.
Sa 23.6. | 21 Uhr | Marburg | Q
 
Tipp der Woche

Foto: Fast
Forward Theatre
Impro-Salon

Das Fast Forward Theatre spielt in seinem Impro-Salon eine rasante Abfolge von impro­vi­sierten Theater­szenen, mit un­barm­herzigen Dialog­duellen und um­wer­fen­der Situations­komik. Die Schau­spieler des FFT lassen sich von den Vor­schlä­gen der Zu­schauer inspirieren und garantieren regel­mäßig intelli­gentes und viel­schichtiges Story-Telling.
Do 28.6. | 20 Uhr | Marburg | Cordes (ehemals "Auflauf")
 
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