Dienstag, 23. Oktober 2018
Editorial | 22. März 2018

Hart

Apfel Messer Karos – Foto: Michael Arlt

... ist der Zahn der Bisamratte, doch härter ist unser neuer Lieblingsapfel. Der hört auf den Namen wahlweise einer ursprünglich afro­amerikanischen Musik­kultur oder eines unaussprechlichen Wortungeheuers – wohl aus dem Necro­nomicon –, und selbst der solide, nicht-rostfreie Kohlenstoffstahl der Klinge meines französischen Klappmessers, die üblicherweise jeden Haifischzahn alt und stumpf aussehen lässt und deren Schärfe diejenige der infernalischen Chili-Sorte "Dragon's Breath" (2,48 Millionen Scoville) zur schonkostlichen Morgengabe hinabwürdigt, kommt der renitenten Resilienz dieses Kern­obst­gewächses nicht bei, das sich in kriegerischeren Zeiten als Kanonenkugelersatz zum gefürchteten Ricochet- oder Prellschuss mit mehr­fachen Aufschlägen angeboten, das als Abrollhilfe den Stapellauf des dereinst größten Dampf­seglers der Welt, der Great Eastern, wohl pünktlich vonstatten gehen gelassen hätte, und dessen abnorme Dichte eine handgreifliche Idee von den Ver­hält­nissen zu vermitten mag, wie sie im Innern der schwersten Neu­tronen­sterne walten.

O rosenwangiger Favorit von Wieland und Vulkan, wie Dir nur beikommen?

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
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