Donnerstag, 19. Juli 2018
Editorial | 2. März 2017

Großes Kino

Marburger Kamerapreis für Luca Bigazzi – Foto: Gianni Fiorito

Über 70 Spielfilme hat Kameramann Luca Bigazzi gedreht. Sein bekanntestes Werk in Deutschland ist vielleicht die Erfolgskomödie "Brot und Tulpen" mit Bruno Ganz.

Am Wochenende wird der Meister der Bildsprache, der mit Stars wie Sean Penn, Michael Caine, Harvey Keitel oder Juliette Binoche gearbeitet hat, mit dem Marburger Kamerapreis ausgezeichnet.

Was ihn bei seiner Arbeit antreibt, berichtet Bigazzi im Interview im Thema der Woche. Und am Samstag und Sonntag bei den Werkstattgesprächen in den Marburger Filmkunsttheatern, wo ausgewählte Werke von ihm gezeigt werden.

Unbedingt hingehen, denn: "Ich denke, dass das Kino eine der wunder­schön­sten von den Menschen erfundenen Ausdrucksformen ist", sagt Bigazzi: "Wenn man richtig darüber nachdenkt, ist es eine von den wenigen Kunstformen, die gemeinsam auf einem Set entsteht und gemeinsam in einem Kinosaal um­ge­setzt wird. Es ist die Verneinung des Individualismus und die Bestätigung, dass die Menschen soziale Wesen sind."

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Lüder
Wohlenberg
Lüder Wohlenberg

"Wird schon wieder!" ist eine satirische Über­lebens­hilfe, 90 Minuten aktuelles Grund­lagen­kabarett in Sachen Opti­mismus. Es werden neue Ein­blicke er­öff­net und über­raschende Aus­wege aus jeder Lebens­lage gezeigt, präsen­tiert von einem ver­sierten Sur­vi­val-Experten: Lüder Wohlen­berg ist Arzt und Kaba­rettist. Er kennt das Gesundheits­system von beiden Seiten der Nadel und weiß, was die Medizin kann und wo sie besser das Skalpell in der Ver­packung stecken lässt. Zahl­reiche Gesund­heits­reformen, zwei Verkehrs­un­fälle und eine Schulter­eck­ge­lenks­spreng­ung haben ihn, den über 2 Meter großen Bühnen­hünen, nicht klein gekriegt. Er hat an ver­schie­denen Krisen­herden sein Süpp­chen gekocht und es immer selber aus­ge­löffelt. Als Fach­arzt für Radio­logie hat Wohlen­berg zudem den nötigen Durch­blick und als zer­ti­fi­zier­ter Not­arzt immer eine Spritze im An­schlag. In seinem neuen Kabarett­programm spricht der Arzt, spottet der Kaba­rettist, und selbst­ver­ständ­lich philosophiert auch wieder Profi­patient Rader­scheid. Wohlen­berg gibt wieder einmal alles. Und dann wird für einen Moment auch alles klar: Der Grund für die Rücken­schmerzen, für die un­er­bitt­liche Digital­anzeige der Waage und sogar für das Leben selbst ...
Do 19.7. | 20.30 Uhr | Wetzlar | Lottehof
 
Tipp der Woche

Foto: Sven
Gebert
Dirk Schäfer

Bereits über ein­hun­dert­mal war Dirk Schäfers Jacques-Brel-Abend "Doch davon nicht genug" bundes­weit zu sehen. Die Presse feierte das Programm als Gesamt­kunst­werk und als kultu­relles Gross­er­eig­nis. Die Zusammen­arbeit mit seinen Musikern Karsten Schnack (Akkordeon), Wolfram Nerlich (Kontra­bass) und Ferdi­nand von See­bach (Piano) wurde oft als kon­genial beschrieben. Große Auf­merk­sam­keit erregen auch immer wieder Dirk Schäfers neue Brel-Über­setzungen. Die Hälfte der Chansons singt er an diesem Abend in Deutsch und die andere Hälfte in Original­sprache, wobei der Schau­spieler und Sänger die fran­zö­sischen Stücke szenisch mit deutschen Über­leitungen vorbereitet.
Do 26.7. | 20.30 Uhr | Wetzlar | Rosengärtchen
 
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