Donnerstag, 19. Juli 2018
Editorial | 9. November 2017

Lang ist die

Nein zu Gewalt an Frauen – Nicht nur am 25. November
Foto: Gerd Altmann / Pixelio.de

... Liste der Gedenktage, die der November für uns bereithält. Reicht vom Algerischen zum Osttimorischen Nationalfeiertag (1.11. bzw. 31.11.), rühmt neben den Erfindern (9.11.) die Toiletten (19.11.) und die Hausmusik (22.11.).

Inmitten des bunten Sammelsuriums von erhaben bis skurril ragt ein be­son­de­res Datum: Der 25. November, der "Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen". 1981 zum ersten Mal ausgerufen, erinnert er an die drei Schwestern Mirabal, die im Widerstand gegen die Diktatur in der Domini­ka­ni­schen Republik am 25. November 1960 von Militärangehörigen ermordet wurden. Seit 1999 ist der 25.11. von den UN als offizieller Internationaler Gedenktag anerkannt. Und soll Bewusstsein schaffen.

Beispielsweise für den Tatbestand, dass Frauen im eigenen Heim am ge­fähr­lichsten leben. Weltweit, auch in Deutschland, ist häusliche Gewalt die häufigste Ursache für Verletzungen von Frauen. Studien zufolge wurde jede vierte Frau zwischen 16 und 85 Jahren hierzulande bereits ihr Opfer.

Geschlagen, vergewaltigt, beschimpft oder gedemütigt, fliehen jährlich rund 40.000 Frauen in Frauenhäuser. Kinder sind häufig mit betroffen, wenn Gewalt gegen ihre Mutter ausgeübt wird. Für Frauen ist das Risiko, durch einen Intimpartner Gewalt zu erfahren, höher als das, von einem Fremden tätlich angegriffen zu werden. Dabei gelten Faktoren wie u.a. Bildung, Einkommen oder Alter als bedeutungslos ...

Da liegt mithin einiges im Argen. Machen Sie sich das mal klar, mein Herr – möglichst nicht nur am 25.11.

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Lüder
Wohlenberg
Lüder Wohlenberg

"Wird schon wieder!" ist eine satirische Über­lebens­hilfe, 90 Minuten aktuelles Grund­lagen­kabarett in Sachen Opti­mismus. Es werden neue Ein­blicke er­öff­net und über­raschende Aus­wege aus jeder Lebens­lage gezeigt, präsen­tiert von einem ver­sierten Sur­vi­val-Experten: Lüder Wohlen­berg ist Arzt und Kaba­rettist. Er kennt das Gesundheits­system von beiden Seiten der Nadel und weiß, was die Medizin kann und wo sie besser das Skalpell in der Ver­packung stecken lässt. Zahl­reiche Gesund­heits­reformen, zwei Verkehrs­un­fälle und eine Schulter­eck­ge­lenks­spreng­ung haben ihn, den über 2 Meter großen Bühnen­hünen, nicht klein gekriegt. Er hat an ver­schie­denen Krisen­herden sein Süpp­chen gekocht und es immer selber aus­ge­löffelt. Als Fach­arzt für Radio­logie hat Wohlen­berg zudem den nötigen Durch­blick und als zer­ti­fi­zier­ter Not­arzt immer eine Spritze im An­schlag. In seinem neuen Kabarett­programm spricht der Arzt, spottet der Kaba­rettist, und selbst­ver­ständ­lich philosophiert auch wieder Profi­patient Rader­scheid. Wohlen­berg gibt wieder einmal alles. Und dann wird für einen Moment auch alles klar: Der Grund für die Rücken­schmerzen, für die un­er­bitt­liche Digital­anzeige der Waage und sogar für das Leben selbst ...
Do 19.7. | 20.30 Uhr | Wetzlar | Lottehof
 
Tipp der Woche

Foto: Sven
Gebert
Dirk Schäfer

Bereits über ein­hun­dert­mal war Dirk Schäfers Jacques-Brel-Abend "Doch davon nicht genug" bundes­weit zu sehen. Die Presse feierte das Programm als Gesamt­kunst­werk und als kultu­relles Gross­er­eig­nis. Die Zusammen­arbeit mit seinen Musikern Karsten Schnack (Akkordeon), Wolfram Nerlich (Kontra­bass) und Ferdi­nand von See­bach (Piano) wurde oft als kon­genial beschrieben. Große Auf­merk­sam­keit erregen auch immer wieder Dirk Schäfers neue Brel-Über­setzungen. Die Hälfte der Chansons singt er an diesem Abend in Deutsch und die andere Hälfte in Original­sprache, wobei der Schau­spieler und Sänger die fran­zö­sischen Stücke szenisch mit deutschen Über­leitungen vorbereitet.
Do 26.7. | 20.30 Uhr | Wetzlar | Rosengärtchen
 
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