Freitag, 19. Oktober 2018
Editorial | 9. November 2017

Lang ist die

Nein zu Gewalt an Frauen – Nicht nur am 25. November
Foto: Gerd Altmann / Pixelio.de

... Liste der Gedenktage, die der November für uns bereithält. Reicht vom Algerischen zum Osttimorischen Nationalfeiertag (1.11. bzw. 31.11.), rühmt neben den Erfindern (9.11.) die Toiletten (19.11.) und die Hausmusik (22.11.).

Inmitten des bunten Sammelsuriums von erhaben bis skurril ragt ein be­son­de­res Datum: Der 25. November, der "Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen". 1981 zum ersten Mal ausgerufen, erinnert er an die drei Schwestern Mirabal, die im Widerstand gegen die Diktatur in der Domini­ka­ni­schen Republik am 25. November 1960 von Militärangehörigen ermordet wurden. Seit 1999 ist der 25.11. von den UN als offizieller Internationaler Gedenktag anerkannt. Und soll Bewusstsein schaffen.

Beispielsweise für den Tatbestand, dass Frauen im eigenen Heim am ge­fähr­lichsten leben. Weltweit, auch in Deutschland, ist häusliche Gewalt die häufigste Ursache für Verletzungen von Frauen. Studien zufolge wurde jede vierte Frau zwischen 16 und 85 Jahren hierzulande bereits ihr Opfer.

Geschlagen, vergewaltigt, beschimpft oder gedemütigt, fliehen jährlich rund 40.000 Frauen in Frauenhäuser. Kinder sind häufig mit betroffen, wenn Gewalt gegen ihre Mutter ausgeübt wird. Für Frauen ist das Risiko, durch einen Intimpartner Gewalt zu erfahren, höher als das, von einem Fremden tätlich angegriffen zu werden. Dabei gelten Faktoren wie u.a. Bildung, Einkommen oder Alter als bedeutungslos ...

Da liegt mithin einiges im Argen. Machen Sie sich das mal klar, mein Herr – möglichst nicht nur am 25.11.

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Martin
Hutchinson
Martin Hutchinson

Singer/Songwriter Martin Hutchinson stammt aus einer musikalischen Familie im irischen County Kildare. Schon in jungen Jahren spielte er in der Familienband zunächst Akkordeon, dann zunehmend Gitarre. Später zog es ihn in die irische Folk- und Rockszene nach Dublin, bis er schließlich zunächst nach London aus­wan­derte. Heute lebt der Musiker in Utrecht, regelmäßig zieht es ihn aber zurück nach Irland, wo er immer wieder Inspiration für neue Songs findet. Seine Spiel auf der Stahlsaitengitarre ist geprägt durch ein klares Fingerpicking und bluesige Slides. Amerikanische Blueseinflüsse verbindet er mühelos mit irischer Folktradition. Seine warme, prägnante Stimme erlaubt Vergleiche, beispielsweise mit der Folklegende Christy Moore. Auf der Bühne gewinnt Martin Hutchinson sein Publikum schnell mit Charme und augenzwinkerndem Humor.
Fr 19.10. | 20 Uhr | Marburg | TurmCafé
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Aktuelles Heft
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.
 
Kulturtipps 2018
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.
 
Ausgehen & Einkaufen
Zum Anschauen und Blättern klicken Sie bitte auf den Hefttitel.