Freitag, 19. Oktober 2018
Editorial | 19. Oktober 2017

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In Marburg studiert sich's gut – Foto: Kronenberg

Mehr als 6400 neue Studierende haben im Wintersemester neu an der Marburger Uni begonnen. Eine gute Entscheidung. Wie weit man es mit einem Studium im idyllischen mittelhessischen Lahnstädtchen bringen kann, haben über die Jahrhunderte so einige Dichter und Denker bewiesen: Konrad Duden, der Wegbereiter der deutschen Einheitsrechtschreibung, promovierte in Marburg. Jacob und Wilhelm Grimm studierten genauso hier wie der russische Universalgelehrte Michail Wassiljewitsch Lomonossow.

Der Chemiker und Nobelpreisträger Otto Hahn promovierte ebenfalls in Marburg. Auch Juristin Elisabeth Selbert, die maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass im Grundgesetz die Gleichberechtigung festgeschrieben ist, war an der Philipps-Universität eingeschrieben. Und der spätere deutsche Bundespräsident Gustav Heinemann lernte während seiner Studentenzeit in Marburg seine Frau Hilda kennen und lieben.

Mehr über das Marburger Hochschulleben gibt es im Semesterstart-Sonderteil der Express-Print-Ausgabe.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Martin
Hutchinson
Martin Hutchinson

Singer/Songwriter Martin Hutchinson stammt aus einer musikalischen Familie im irischen County Kildare. Schon in jungen Jahren spielte er in der Familienband zunächst Akkordeon, dann zunehmend Gitarre. Später zog es ihn in die irische Folk- und Rockszene nach Dublin, bis er schließlich zunächst nach London aus­wan­derte. Heute lebt der Musiker in Utrecht, regelmäßig zieht es ihn aber zurück nach Irland, wo er immer wieder Inspiration für neue Songs findet. Seine Spiel auf der Stahlsaitengitarre ist geprägt durch ein klares Fingerpicking und bluesige Slides. Amerikanische Blueseinflüsse verbindet er mühelos mit irischer Folktradition. Seine warme, prägnante Stimme erlaubt Vergleiche, beispielsweise mit der Folklegende Christy Moore. Auf der Bühne gewinnt Martin Hutchinson sein Publikum schnell mit Charme und augenzwinkerndem Humor.
Fr 19.10. | 20 Uhr | Marburg | TurmCafé
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
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