Donnerstag, 14. Dezember 2017
Editorial | 26. Januar 2017

Mit Leidenschaft

Dr. Hirschhausen im vollbesetzten Audimax – Foto: Kronenberg

Mit diesem Erfolg hatte Medizinprofessor Jürgen Schäfer dann doch nicht gerechnet. Der große Saal im Marburger Audimax platzte fast aus den Nähten, so viele Studenten waren am Montagabend zur Abschlussvorlesung des Dr. House-Seminars gekommen. Hatte Schäfer doch Dr. Eckart von Hirschhausen als Referenten gewonnen, der im Anschluss einen Auftritt gegenüber in der Stadthalle hatte.

Der populäre Arzt, Kabarettist und Bestsellerautor begeisterte die Marburger Medizinstudenten mit seinem eindrücklichen Plädoyer, was im Medizinerberuf wichtig ist: den Patienten zuhören, ihre Anliegen ernst nehmen, Mitgefühl zeigen, Fehler zugeben. Mehr über seine Vorlesung hier.

Mit Leidenschaft appellierte Hirschhausen für mehr Persönlichkeitsbildung in der Ärzte-Ausbildung. Wie wichtig ihm sein Anliegen war, zeigt die Zeit, die er sich für die Studierenden nahm: Nach eindreiviertel Stunden verließ er unter tosendem Applaus gerade rechtzeitig das Audimax, um in der Stadthalle auf die Bühne zu gehen und nahtlos mit seiner Show weiterzumachen.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Foto: Igor
Patierovic
Hamburg Blues Band

Seit über fünf­und­dreißig Jahren tourt die Hamburg Blues Band immer wieder mit anderen Gast­musikern. Aktuell werden die Blues­rocker von der Reeper­bahn begeleitet von der "Queen of Rock from Scotland" Maggie Bell (Stone The Crows, Rod Stewart, Eric Burdon) und dem jungen Ausnahme­talent an der Gitarre Krissy Matthews, der schon als Zwölf­jäh­riger mit John Mayall auf der Bühne stand. Special Guest ist Rock­le­gen­de Chris Farlowe mit seinen unnach­ahm­lichen Blues­arien. Wer einen großen Sänger, der Rock- und Blues­ge­schichte geschrieben hat, live erleben möchte, sollte hingehen, zuschauen, zuhören und genießen.
Do 14.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
Tipp der Woche

Foto: Thomas
Willemsen
Stoppok

Auf seiner alljährlichen Vorweihnachtstour quer durch die Republik zaubert Stoppok den Menschen ein echtes Leuchten in die Augen und liefert das sinnliche Gegenprogramm mit Herzblut statt Lebkuchenherzen. Was einst als einmalige Aktion gedacht war, ist inzwischen aus vielen deutschen Städten nicht mehr wegzudenken. Stoppok macht Alltagssprache zu Poesie, die Bilder von berührender Direktheit schafft. In den Songs und in den Konzerten geht es dem ganz und gar nicht stillen Beobachter um Haltung und Werte. Begeleitet wird der Musiker und Entertainer auf der diesjährigen Solo-Tour von der Texanerin Tess Wiley, einer hervorragenden Sängerin und Multiinstrumentalistin.
Mi 20.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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