Montag, 23. Juli 2018
Editorial | 25. Mai 2017

Es liegt was

Super sauber – Foto: Michael Arlt

... in der Luft, und es liegt was auf dem Boden. In der Luft des Frühlings holder, belebender Blick. Auf dem Boden der Müll. Und zwar dort, wo er nicht hingehört. Die Hinterlassenschaften nächtlicher Grillparties an der Lahn und die Fährten trinkfreudiger Flaschenbierabpumper in der Stadt sind nicht zu ignorieren.

Auf den Uferwiesen türmen sich nach einem lauen Nächtchen Plastikbecher, Pappteller und Einweggrills zuhauf. Auf den Gehwegen knirschen unter den Sohlen von Mensch und Tier ebenso wie unter den Pneus von Kinderwagen und Fahrrädern die Scherben zerdepperter Flaschen. Unnötig, gefährlich, zum Kotzen.

Nun könnten tatsächlich an den Uferwiesen zumindest saisonal mehr oder größere Abfallgebinde stehen, könnte man an eine gewisse Klientel Alkoholika nur in ausrangierten Wärmflaschen abgeben. Könnte man noch öfter die emsigen Mitarbeiter der Stadt aktivieren, die unermüdlich hinter den Schlecht­er­zogenen herräumen müssen.

Aber es geht auch einfacher. Wenn die Verursacher sich schlicht an ein Basis­gebot des gesunden Hausverstandes halten und sich so benehmen würden, wie sie es von anderen durchaus verlangen können, wenn sie mal Besuch in ihrem Koben haben. Dann haben wir alle mehr. Vom Frühling und vom Feiern.

Michael Arlt

Tipp des Tages

© Alamode
303

Jan will in Spanien seinen leiblichen Vater kennenlernen, doch in Berlin wird er von seiner Mitfahrgelegenheit versetzt. Dann nimmt ihn die optimistische Jule in ihrem Mercedes 303 Wohnmobil in Richtung Altantikküste mit. Film von Hans Weingartner.
Mo 23.7. | 20.30 Uhr | Marburg | Capitol-Center
 
Tipp der Woche

Foto: Sven
Gebert
Dirk Schäfer

Bereits über ein­hun­dert­mal war Dirk Schäfers Jacques-Brel-Abend "Doch davon nicht genug" bundes­weit zu sehen. Die Presse feierte das Programm als Gesamt­kunst­werk und als kultu­relles Gross­er­eig­nis. Die Zusammen­arbeit mit seinen Musikern Karsten Schnack (Akkordeon), Wolfram Nerlich (Kontra­bass) und Ferdi­nand von See­bach (Piano) wurde oft als kon­genial beschrieben. Große Auf­merk­sam­keit erregen auch immer wieder Dirk Schäfers neue Brel-Über­setzungen. Die Hälfte der Chansons singt er an diesem Abend in Deutsch und die andere Hälfte in Original­sprache, wobei der Schau­spieler und Sänger die fran­zö­sischen Stücke szenisch mit deutschen Über­leitungen vorbereitet.
Do 26.7. | 20.30 Uhr | Wetzlar | Rosengärtchen
 
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