Dienstag, 23. Oktober 2018
Editorial | 25. Mai 2017

Es liegt was

Super sauber – Foto: Michael Arlt

... in der Luft, und es liegt was auf dem Boden. In der Luft des Frühlings holder, belebender Blick. Auf dem Boden der Müll. Und zwar dort, wo er nicht hingehört. Die Hinterlassenschaften nächtlicher Grillparties an der Lahn und die Fährten trinkfreudiger Flaschenbierabpumper in der Stadt sind nicht zu ignorieren.

Auf den Uferwiesen türmen sich nach einem lauen Nächtchen Plastikbecher, Pappteller und Einweggrills zuhauf. Auf den Gehwegen knirschen unter den Sohlen von Mensch und Tier ebenso wie unter den Pneus von Kinderwagen und Fahrrädern die Scherben zerdepperter Flaschen. Unnötig, gefährlich, zum Kotzen.

Nun könnten tatsächlich an den Uferwiesen zumindest saisonal mehr oder größere Abfallgebinde stehen, könnte man an eine gewisse Klientel Alkoholika nur in ausrangierten Wärmflaschen abgeben. Könnte man noch öfter die emsigen Mitarbeiter der Stadt aktivieren, die unermüdlich hinter den Schlecht­er­zogenen herräumen müssen.

Aber es geht auch einfacher. Wenn die Verursacher sich schlicht an ein Basis­gebot des gesunden Hausverstandes halten und sich so benehmen würden, wie sie es von anderen durchaus verlangen können, wenn sie mal Besuch in ihrem Koben haben. Dann haben wir alle mehr. Vom Frühling und vom Feiern.

Michael Arlt

Tipp des Tages

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
Di 23.10. | 20.30 Uhr | Marburg | Cavete
 
Tipp der Woche

Foto: Nati
Seit 2010

Seit 2010 experimentiert die Schweizer Band Ghost Town mit der Transformation kommerzieller Popmusik hin zur Neu­inter­pre­tation ins Reich der freien Improvisation. Dies wird in den ersten sechs Jahren als Gitarrentrio umgesetzt und 2016 durch Joana Aderi – Gesang und experimental electronics – erweitert mit Murderballads, Seashanties, Lovesongs und Liedern aus der Zeit der großen Depression 1929. Diese und weitere Themen bilden die Basis der amerikanischen Blues- und Countrymusic der 1920er bis 1940er Jahre, und die Band zelebriert diese American Roots Music mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves und einer ordentlichen Prise schwarzen Humors.
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